Vergangenen Freitag schien das große Missverständnis zwischen Real Madrid und Pedro León endlich sein Ende zu finden - doch eine friedliche Übereinkunft rückt abermals in weite Ferne! Nach dem Motto „Augen zu und durch“ blockiert der Spieler seinen Abgang und beharrt weiter auf seinem Wunsch, unbedingt bei den Königlichen bleiben zu wollen. Das Hin und Her um den 24-Jährigen nimmt einfach kein Ende, man fragt sich, welches Spiel er treibt.
León will weiterhin bei Real Madrid bleiben - Foto: Realmadrid.com
MADRID. Pedro León fand sich in der letzten Saison fast ununterbrochen entweder auf der Ersatzbank oder sogar auf der Tribüne wieder, unter Mourinho hatte er wahrlich keinen leichten Stand. Der Portugiese strich ihn in der letzten Saison quasi komplett aus seinen Planungen, schickte ihn wettbewerbsübergreifend nur 14 Mal auf den Platz, dabei stand der Mittelfeldakteur bei lediglich zwei Partien in der Anfangsformation. Müssten die nackten Zahlen dem Kicker nicht schon zu verstehen geben, dass sein Zeit abgelaufen ist, sollte der letzte Mourinho'sche Wink mit dem Zaunpfahl diese Erkenntnis doch auf den Weg gebracht haben. „Ich möchte denjenigen, die derzeit in Madrid geblieben sind nur einen Rat geben. Sie wissen ganz genau, dass sie kaum Möglichkeiten haben werden zu spielen und dass ich gerne mit einem Team von 20 bis 21 Spielern trainiere. Sie sollten so intelligent sein und für sich selbst eine Lösung finden,“ so der Chefcoach. Kurz darauf folgten den Worten auch Taten!
Wie Realmadrid.de am vergangenen Freitag berichtete, waren die Verhandlungen mit dem Madrider Vorstadtklub Getafe weit fortgeschritten, eine Ausleihe für ein Jahr war angedacht. Der Abgang Leóns schien also perfekt, zumal der Spieler selbst wohl einsah, dass sein Abschied für alle Beteiligten von Vorteil ist und speziell für ihn, im sportlichen Sinne.
Doch die Rechnung wurde wiederholt ohne den wandlungsfähigen Léon gemacht, der fest entschlossen, ist die Leihe platzen zu lassen. Einen Tag nach dem Treffen der beteiligten Partien im Bernabeú, plauderte er gegenüber dem Nachrichtenmagazin „La Opinion de Murcia“ aus, dass er von einem Abschied mal so gar nichts hält: „Ich will in Madrid bleiben und bleibe auch. Wenn es was Neues gibt, werde ich es bekannt geben. Ich kann aber schon voraussagen, dass es keine Neuigkeiten geben wird.“ Der Drops scheint für ihn also gelutscht, bevor er ausgepackt wurde. Der Spanier macht es sich dabei einfach: Er war im letzten Jahr ein Madridista, er will für die anstehende Saison ein Madridista bleiben! Ob sich der Murcianer da mal nicht verkalkuliert? Er ist nicht der erste, den Real Madrid vor die Tür setzt und der sich gezwungenermaßen einen neuen Verein suchen muss. Vor zwei Jahren bereits waren derartige „Opfer“ Spieler wie Wesley Sneijder und Arjen Robben. Beide sahen ein, sie haben keine Zukunft mehr im Bernabéu, beide suchten und fanden einen neuen Klub. Ob die Blancos sich den Fall „Pedro León“ so gefallen lassen werden? Selbst wenn er bleiben würde, hätte er keine Chance im Team. Wie stellt sich León einen Verbleib vor? Will er nur seinen fürstlichen Vertrag aussitzen? Alles Fragen, die der Spieler wohl nur selbst beantworten kann. Realmadrid.de bleibt dran!
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