Eine Karriere, wie sie für Pedro León nicht hätte besser laufen können. Der 23-jährige spielte bereits für Klubs wie UD Levante, Real Valladolid oder Getafe. Nun hat der Mittelfeldmann den ganz großen Sprung nach oben geschafft - den zu Real Madrid. Den obligatorischen Medizincheck erfolgreich bestanden, die Präsentation und Vertragsunterzeichnung hinter sich gebracht. Zum Abschluss dieses anstrengenden, aber glücklichen Tages stand noch die Pressekonferenz an. León ist laut eigener Aussage bereit, diesen großen Schritt zu meistern...
Nicht jeder hat mit 23 Jahren schon solch eine steile Karriere hingelegt, wie Pedro León. Über unterklassige Klubs wie Levante oder Valladolid kam das Riesentalent zum Madrider Vorstadtklub Getafe und spielte sich mit tollen Freistoßtoren oder Vorlagen in die Herzen der Fans. Acht Treffer, zehn Vorlagen - und das für einen Flügelspieler in einem Team ohne Superstars. Nun wagt der Rechtsfuß den Schritt auf die ganz große Bühne, den Schritt zum Rekordmeister Real Madrid. „Lange habe ich auf diesen Moment gewartet“, lauteten seine ersten Worte auf der Pressekonferenz. „Ich habe schon immer geträumt, bei dem besten Klub der Welt zu spielen und nun bin ich überglücklich, dass dieser Traum wahr geworden ist. Ich denke nur daran, hart für den Verein zu arbeiten, meine Fähigkeiten mit einzubringen und etwas zum Erfolg beizutragen.“
In seiner Rolle steht Pedro León jedoch alles andere als günstig dar. Bis vor seiner Verpflichtung kannte ihn kaum ein Fußballbegeisterter. Das Talent ist ein gänzlich Unbekannter, eigentlich eine untypische Verpflichtung für Real Madrid. Anstatt 'fertige' Superstars kommen mit Canales, Di Maria und León drei große Namen für die Zukunft - und all dies auf Wunsch von José Mourinho. Der betonte während seiner Zeit als Trainer immer wieder, auf Leistung zu zählen - nicht auf große Namen. „Sicher haben manche mehr Erfahrung als ich oder spielen länger für große Klubs. Aber ich denke, ich kann hier auch viel zum Erfolg beitragen. Ich will hier so viel wie möglich erreichen und werde tun, was ich kann. Ich werde hart und fleißig kämpfen“, versprach der Neuzugang aus Getafe mit großem Selbstbewusstsein. „Es ist aber ebenso ein Lernprozess. Es gibt dafür kein besseren Klub als Real Madrid. Ich möchte von den besten Spielern und dem besten Trainer lernen.“
Und diesen 'besten Trainer der Welt', José Mourinho, lobte Pedro León anschließend in höchsten Tönen und sprach ihm sein Dankeschön aus. Schließlich war es der 47-jährige Portugiese, der am Ende entscheiden musste, ob León denn schon in diesem Sommer zum Kader der Königlichen stößt. „Er hat jahrelang bewiesen, dass er der Beste ist und ich bin glücklich, unter einem solch erfolgreichen Mann arbeiten zu können. Ihm habe ich auch zu verdanken, schon in diesem Jahr hier zu sein. Er hat seine Zustimmung gegeben und wollte mich in seiner Mannschaft haben. Das motiviert mich zusätzlich und ich hoffe, ihm dieses Vertrauen zurückgeben zu können!“
Aber wie beschreibt man eigentlich diesen Pedro León? Mit wem kann man den rechten Flügelflitzer vergleichen? Die spanische Presse spricht vom 'neuen Míchel', dem Trainer Getafes und ehemaligen Mittelfeldspielers Real Madrids. „Es ist noch zu früh, mich so zu nennen“, so ein bescheidener León. „Míchel hat hier jahrelang sehr gute Spiele abgeliefert und Titel gewonnen. Das muss ich ihm erst einmal nachmachen. Ich werde versuchen, ähnlich gut zu spielen und werde dieses Trikot mit Stolz verteidigen. Ich kann Míchel nur danken, denn auch er traute mir diesen Schritt zu und dank ihm habe ich mich enorm weiterentwickelt.“
Ein anderer Name, den die spanischen Reporter mit Pedro León in Verbindung brachten, war David Beckham. Beide spielen schließlich auf der gleichen Position. „Dieser Vergleich ist ebenso absurd. Beckham hatte in meinem Alter schon nahezu jeden Titel mit Manchester United gewonnen. Sowohl er, als auch Míchel sind zwei der besten Spieler der Welt gewesen. Dazu gehöre ich noch lange nicht.“
Möglicherweise gehört er ja in ein paar Jahren dazu, sollte er in Madrid tatsächlich oft genug zum Einsatz kommen. Ist Real überhaupt der richtige Anhaltspunkt für den 10 Millionen Euro schweren Flügelspieler? „Ich habe nie daran gezweifelt. Ich hatte viele Angebote von anderen Klubs, unter anderem auch Barcelona. Aber Real war schon immer mein Traum. Und Real wollte mich, Mourinho wollte mich. Da konnte ich nicht nein sagen. Ich denke, dass es der richtige Schritt für mich war.“
Und welche Nummer wünscht sich der neue Madrilene? „Es ist nicht wichtig, welche Nummer auf dem Trikot hinten steht. Wichtig ist es für mich, dieses Trikot überhaupt tragen zu können. Das macht mich unheimlich stolz. Die Nummer interessiert mich nicht...“ Keine Wünsche, keine Vergleiche mit Beckham oder Míchel - er ist ein bescheidener Mensch, dieser Pedro León. Aber eins ist nach dieser Pressekonferenz klar: Mit diesem Selbstbewusstsein wird der neue 'Unbekannte' im Team José Mourinhos alles dafür tun, um in der ersten Mannschaft zu spielen!
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