Athletic Bilbao und der FC Barcelona stehen im diesjährigen Finale der Copa del Rey. Doch die Frage, die dieser Tage ganz Spanien beschäftigt und bisher keine Antwort fand lautet: Wo wird das Endspiel ausgetragen?
Im Bernabéu bleiben die Tribünen am 25. Mai leer - Foto: achimh @ flickr
MADRID. Mittwochabend, 22:49 Uhr: die beiden Endspielteilnehmer der diesjährigen Copa del Rey-Saison stehen fest. Der FC Barcelona trifft auf Athletic Bilbao. In beiden Lagern hat sich die Vorfreude schon bemerkbar gemacht, doch bevor es soweit ist, muss man erst eine Lösung für das heikle Problem finden, das aktuell für Unklarheit auf der iberischen Halbinsel sorgt. Man findet schlicht und einfach keinen Austragungsort. Ist das Stadion für das Pokalfinale in Deutschland beispielsweise mit der Stadt Berlin, Hertha BSC und dem DFB für einige Jahre vertraglich abgesegnet, sucht der spanische Verband jede Saison händeringend nach einem geeigneten Stadion. Da in Spanien aufgrund der Stärke Real Madrids und des FC Barcelona auch zugleich eine selbige Final-Paarung Jahr für Jahr realitisch ist, käme das Bernabéu bzw. das Camp Nou aus Fairnessgründen als fester Austragungsort nicht in Frage.
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Die Geschichte des Santiago Bernabéu
Auch ist ein verbindlicher Endspiel-Termin noch nicht fixiert. Schuld daran ist die Unsicherheit, ob Barcelona in das Champions League-Finale am 19. Mai in München einziehen wird oder eben nicht. Sollten die Katalanen den Sprung ins Finale schaffen, so würde der 25. Mai anvisiert werden. Bliebe dieser Erfolg verwehrt, wäre der 20. Mai die plausibelste Lösung.
Die Königlichen können den Königspokal in diesem Jahr nicht verteidigen, so fragte der Verband bei den Madrider Verantwortlichen an, ob man das Finale im Santiago Bernabéu austragen könne. Die Antwort: Nein! Warum? Die Madrilenen gaben an, dass direkt im Anschluss der Saison mit Modernisierungsarbeiten am Bernabéu begonnen wird, deren Planung empfindlich durch eine Final-Austragung gestört würden. Darüber hinaus, sollten die Blancos ihrerseits ins Champions League-Finale einziehen, würde das Bernabéu am Tag darauf für Feierlichkeiten mit den Fans gebraucht werden. Zudem bestehen erhebliche Sicherheits-Bedenken, speziell vor und nach dem Spiel. Nicht ausgesprochen, aber sicherlich im Hinterkopf: beim Gedanken, die Ultras von Barcelona und auch Bilbao im Bernabéu weilen zu lassen, würde die Blancos wohl nicht gut schlafen lassen, denn neben den Katalanen begegnen nämlich auch die Basken dem Rekordmeister mit blankem Hass. Dazu käme natürlich auch der „Schlag ins Gesicht“ des gesamten Madridismo, die Katalanen im Madrider Tempel möglichweise ausgiebig feiern zu sehen. Ein Endspiel im Bernabéu ist einfach undenkbar.
Auf den Fans ginge bei dieser Vorstellung der Gaul durch: „Nie im Leben darf Barcelona in unserem Stadion das Pokalfinale spielen!“, lautete der Tenor der Madridistas. Einer Umfrage von AS.com zufolge sprachen sich 61 Prozent der 32.198 Teilnehmer gegen das Bernabéu aus.
Sei bei jedem Spiel von Real Madrid dabei, jetzt Tickets sichern!Neben dem Bernabéu kommt auch die Heimstätte Atléticos nicht in Frage, denn am 20. Mai tritt die Musikgruppe Coldplay im Estadio Vicente Calderón auf. Was nun? Es wird überschaubarer mit den Schauplätzen, einzig bleiben das Mestalla zu Valencia und das Camp Nou. Wie bitte? Ja, aus rein sportlicher Sicht zwar alles andere als fair, jedoch erklärte sich schon Bilbao bereit: „Nun ja, zur Not würden wir auch in Barcelona spielen.“ Da das Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán des FC Sevilla aus logistischen und organisatorischen Gründen auch eher nur eine absolute Notösung durchgeht und ein Finale FC Barcelona gegen Athletic Bilbao in Barcelona doch utopisch erscheint, bleibt wohl einzig und allein wie schon im letzten Jahr das Mestalla. Bis zum kommenden Montag soll eine Lösung auf den Tisch, Realmadrid.de bleibt dran!
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