Nun ist es tatsächlich soweit: Raúl González Blanco ist nun offiziell ein Spieler des FC Schalke 04! Die Legende von Real Madrid wechselte somit zum allerersten Mal in 16 Jahren den Verein und nimmt eine neue Herausforderung im Herbst seiner Karriere ins Visier.
Bevor der Rekordtorschütze der Champions League den Rasen der Veltins Arena betrat, kamen die rund 1000 Fans in den Genuss eines kurzen Videos, welches die größten Höhepunkte in der Karriere des ehemaligen „Merengue“ beinhaltete. Kurz darauf hatte Raul seinen allerersten Auftritt in seiner künftigen Heimatstätte. Als offizielles Begrüßungsgeschenk überreichten ihm zwei Kohlearbeiter symbolisch ein Stück Kohle, welches Raul lächelnd entgegennahm. Ordentlich Kohle muss auch der Verein, der finanziell ziemlich angeschlagen ist, für den Superstar, der ablösefrei gekommen ist, hinblättern. Der Kontrakt, welcher den Madrilenen für zwei Jahre an die Königsblauen bindet, beinhaltet ein jährliches Gehalt von satten sechs Millionen Euro! Eine beeindruckende Summe, wenn man dabei bedenkt, dass der FC Schalke finanziell doch ziemlich angeschlagen ist.
„Ich möchte mich bei den Fans ganz besonders bedanken. Es ist ein sehr spezieller Tag für mich. Ich lasse nun 16 Jahre Madrid hinter mich, aber nun stell ich mich hoffnungsvoll einer neuen Herausforderung entgegen. Der Trainer vertraut mir voll und ganz und war sehr daran interessiert, damit das hier Realität wird. Ich hoffe, dass die Anhänger von Schalke an mir und dem Team Freude haben werden. Hoffentlich gehen alle unsere Ziele in Erfüllung", lauteten die ersten Worte von Raul an der anschließenden Pressekonferenz in der Arena. Dort stellte er ganz klar fest, dass der Erfolg für den geglückten Transfer in erster Linie ein Verdienst von Felix Magath und dem FC Schalke war: „Das Interesse des Klubs war das Entscheidende. Vor einigen Monaten hatten sie gefragt, ob es die Möglichkeit für einen Wechsel gäbe. Ich hatte auch noch andere Angebote und ich dachte auch daran in Madrid weiter zu machen. Ich hab mich für den Verein entschieden, der sich am intensivsten um mich bemüht hatte und sportlich das höchste Niveau hat. Ich bin hier, um hart zu arbeiten. Ich hoffe es wird eine wunderbare Erfahrung für mich und meine Familie."
Sechsfacher spanischer Meister, vierfacher spanischer Supercup Champion, dreifacher Champions League Sieger, zweifacher Weltpokal Gewinner und einmal europäischer Super Cup Sieger: Mit Real Madrid hatte der ehemalige Kapitän alles erreicht, was man auf Klubebene erreichen kann, trotzdem hat der Ex-„Blanco" noch ehrgeizige Ziele, denn in der ewigen Bestenliste der Toptorschützen in allen europäischen Wettbewerben befindet sich der Stürmer "nur" auf Platz 2 hinter Gerd Müller, der mit 69 Treffern auf dem obersten Treppchen steht. Dem dreifachen Champions League Sieger fehlen mit 67 erzielten Toren jedoch nur noch 3 Treffer um alleiniger Rekordhalter werden zu können. Kein Wunder, dass der Ex-Kapitän sich bewusst einen Verein ausgesucht hat, der in der Champions League noch ein Wörtchen mitzureden hat! „Hoffentlich kann ich in den Champions League Spielen Müller übertreffen. Das ist eine zusätzliche Motivation für mich, aber nicht Ich bin der Wichtigste sondern das Team, so war es schon seit 16 Jahren."
Besonders freuen durfte sich die „7“ über seine neue Trikotnummer freuen: Die Sieben! Der Chinese Hao überliess der Stürmerlegende freiwillig "seine Nummer" und somit wird „El Siete“ auch in Deutschland „El Siete“ bleiben. Der neue Star von Schalke zeigte sich über diesen Umstand sichtlich erfreut: „Als wir eine Einigung erzielen konnten, liess der Klub mich wissen, dass ich die "7" tragen dürfte. Das freut mich sehr. Ich bedanke mich beim Klub und meinem Teamkollegen Hao, dass ich die Nummer ausborgen darf". In der Presse schwirrten bereits Gerüchte rum, dass der beste Torschütze von Real Madrid vertraglich dazu verpflichtet wurde, nie gegen seinen Ex-Verein spielen zu dürfen. Eine solche Klausel dementierte Raúl gegen Ende der Pressekonferenz sofort. „Es existiert keine Klausel, die mir verbietet, dass ich gegen Real Madrid spielen darf", gab er klar und deutlich zu wissen und fügte erstaunlicherweise noch hinzu, dass „es eine sehr spezielle Situation wäre. Es müsste vieles stimmen, dass wir gegeneinander spielen könnten. Hoffentlich kann ich einmal gegen Real Madrid spielen." Mit dem Ende des offiziellen Anlasses geht die 16 Jährige Ära Raúl in Real Madrid nun definitiv zu Ende und das Kapitel Schalke beginnt für den Fussballer aus der spanischen Hauptstadt bereits heute Nachmittag im ersten gemeinsamen Teamtraining. Realmadrid.de wünscht „El Capitan“ alles Gute und viel Erfolg in seiner neuen Heimat Deutschland!
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