Genau heute in einer Woche ist es wieder soweit – el Clásico, das Hinspiel der Supercopa. Die beiden Weltklassemannschaften stehen sich in sieben Tagen nach den Clásico-Wochen im April das fünfte Mal in diesem Kalenderjahr gegenüber, um weitere 90 Minuten in die Schlacht um die Herrschaft im spanischen Fußball zu gehen. Der Anpfiff aus dem Mund des Unparteiischen ertönt um 22 Uhr, doch schon jetzt gehen die ersten Sticheleien über die Lippen, den Anfang machen die Katalanen...
Real will sich nicht abdrängen lassen - Foto: Ángel Martínez, Realmadrid.com
BARCELONA. Es geht um die Supercopa; ein Titel, auf den die Madrilenen nicht ganz so heiß sind, wie auf die Königsklasse und die Liga – hieße der Gegner nicht FC Barcelona! Denn gerade dieses Duell in den Finalspielen macht diesen Wettbewerb nun so interessant und bringt vor allem diese Brisanz rein. So gehören auch die verbalen Giftpfeile dazu, die ein paar Tage den prestigeträchtigen Spielen ins gegnerische Lager geschossen werden. Den ersten Wurf wagte nun Barcelonas Spielmacher Xavi, er spuckt große Töne: „Es ist nicht nötig, vor diesem Spiel viel über Real zu sprechen, wir haben die beste Truppe der Welt beisammen. Wir sind der Maßstab im Fußball.“ Für den Katalanen ist ohnehin schon klar, wohin die Copa gehen wird: „Barcelona. Spätestens im Rückspiel machen wir alles klar, wir sind zu Hause eine Macht, keiner kann uns im Camp Nou stoppen.“
Hintergrund:
Real Madrid nach Statistik eindeutiger Favorit
Zuversichtlich, dieser Xavi! Doch ist diese auch wirklich und klar berechtigt? Werfe man einen Blick auf die Saisonvorbereitung beider Mannschaften, so ist eines ohne Zweifel zu erkennen: Real Madrids Vorbereitung war eine Klasse besser! Einfachster Beleg: Die Katalanen verloren gegen einen mexikanischen Erstligisten aus dem Tabellenmittelfeld, die Chivas Guadalajara.
Während die Madrilenen durch einen Hattrick von Cristiano Ronaldo souverän und ohne Mühe 3:0 siegen konnten, kam Barcelona mit einem blamablen 1:4 unter die Räder. Ausreden haben die Mannen aus Barcelona natürlich parat. „Hier (Los Angeles, Anm. d. Red.) ist es sehr heiß und schwül, da war es schwer mitzuhalten“, so Pep Guardiola nach der Niederlage. Auch zur gesamten Saisonvorbereitung gab der 40-Jährige sein Statement ab: „Es war eine gute Tour, dennoch hatten wir einige Verletzte, manche waren bei der Copa América. Letztes Jahr in Seattle war die Gesamtlage viel besser, vor allem das Wetter passte perfekt zum Trainieren. Madrid konnte mit fast komplettem Kader trainieren und sich einspielen, sie haben daher einen kleinen Vorteil.“
Die letzten Tickets für die Supercopa, nur hier!So kommt es, dass Guardiola in einer Woche im Bernabéu nicht der komplette Kader der Katalanen zur Verfügung stehen wird. Wie Realmadrid.de erfuhr, wird Ibrahim Afellay verletzt ausfallen, Kapitän Puyol kämpft sich ebenso mit einer Knie-Blessur herum und wird wohl nicht im Kader stehen. Dazu steigen Lionel Messi und Neuzugang Alexis Sánchez erst morgen ins Training ein, ob die beiden trotz Trainingsrückstandes in der Anfangsformation stehen werden, ist noch völlig offen. Bei den Merengues werden Nuri Sahin und Esteban Granero wohl sicher ausfallen, der Einsatz von Sergio Ramos ist wegen Rückenproblemen fraglich.
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Sergio Ramos muss wohl auch passen
Trotz der schwierigen Personallage sieht sich Barcelona gerüstet für die Supercopa: „Wir wissen, dass wir gerade kräftemäßig eng dran sind, es war eine sehr harte Vorbereitung mit einer anstrengenden Tour durch die Welt. Vom Kopf jedoch sind wir frisch, der Cláisco kann kommen.“ Guardiolas Gedanken sind bereits voll beim Duell gegen den Rivalen, eine Strategie, wie die Königlichen spielen wollen, hat er bereits im Kopf: „Ich denke, Real wird versuchen ein gutes Ergebnis im eigenen Stadion zu erzielen und dann in Barcelona, mit unseren Fans im Rücken, wollen sie dieses Ergebnis verteidigen.“ José Mourinho ist dafür bekannt, für vieles einen Plan in der Hinterhand zu haben. Man darf sich überraschen lassen, was der Portugiese sich für Sonntag ausdenkt...
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