Mittlerweile gestandene und bekannte Spieler wie Juan Mata (FC Valencia) oder Borja Valero (FC Villarreal) kommen alle aus der Jugendabteilung von Real Madrid. Sie alle hätten einmal im weißen Trikot spielen können, doch bekamen sie nicht die Chance und verließen die spanische Hauptstadt ohne, dass sich der Verein eine Rückkaufoption sicherte. Damit das auch nicht im Fall Dani Parejo, der seit gestern offiziell Spieler von Valencia ist, nicht wieder geschieht, sprach die Vereinsführung der Blancos doch noch ein Wörtchen mit.
Für lau hätte man einen Dani Parejo im Sommer zu den Königlichen holen können, doch wurde es dann nun einmal Nuri Sahin von Borussia Dortmund für das zentrale Mittelfeld. Sämtliche Hoffnungen des Canteranos auf eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte begruben sich dann spätestens endgültig nach dem Transfer von Hamit Altintop, der ebenfalls als Verstärkung für's Mittelfeld aus der Bundesliga nach Spanien kam.
Hintergrund:
Keine Perspektive für Parejo und Co.
Also machte schlussendlich der FC Valencia das Rennen. Gestern verkündeten die Andalusier, dass der 22-jährige Parejo fortan für fünf Jahre einen Vertrag unterschreiben wird. Ein idealer und günstiger (kostete nur 6 Millionen Euro) Schachzug für die Fledermäuse, die das große Talent zu einem weltbekannten Spieler formen wollen. Zumal er jetzt ja auch Champions League spielt und einen Schritt nach vorne macht. Bei Getafe würde es auch in den nächsten Spielzeit wieder nur um den Abstieg gehen. „Wir haben es gesehen: Parejo ist bereit für höhere Aufgaben. Er hat großes Talent und Potenzial, sich weiterzuentwickeln. Besonders seine Passqualität, Ruhe am Ball und Übersicht wird uns verstärken. Wir sind froh, ihn bei uns zu haben“, verkündete Valencia-Sekretär und Trainerassistent Braulio Vázquez voller Stolz.
Der gebürtige Madrilene wagt also einen neuen Schritt und einige Fans von Real Madrid werden sich ärgern, da der Spieler durchaus auf sich aufmerksam machte und mit Abstand als bester Akteur des FC Getafe in der abgelaufenen Saison auftrumpfen konnte. José Mourinho hat das gesehen, aber wollte lieber Nuri Sahin. Viele denken jetzt im Zusammenhang mit Parejo an einen neuen Juan Mata (heute FC Valencia) oder neuen Borja Valero (heute FC Villarreal). Auch sie kamen aus Madrids Talentschmiede, wurden jedoch nicht berücksichtigt und trotz großer Fähigkeiten nicht in die erste Mannschaft integriert, aber spielen mittlerweile für die spanische Nationalelf und haben ihre Klasse mehr als nur einmal - und das sogar auf internationalem Boden - bewiesen.
Damit sich die Madridistas und auch Florentino Pérez später nicht grün und blau über eine Vernachlässigung und einen Verkauf Parejos ärgern, ist dieses Mal vorgesorgt worden. Genauer gesagt: Madrid hat sich die obligatorische Rückkaufoption für Parejo gesichert. Laut Informationen der MARCA können die Merengues ihr Talent nach der ersten Saison in Valencia für 18, nach der zweiten Saison für 15 Millionen Euro zurückkaufen. Danach allerdings nicht mehr. Wenn man bedenkt, dass er diesen Sommer für nur 5 Millionen Euro zurück nach Hause hätte kommen können, ist dies eigentlich ein Verlustgeschäft. Realmadrid.de wünscht Dani Parejo trotzdem alles Gute für die Zukunft und viel Erfolg beim FC Valencia!
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