Wahnsinn: Alarmstufe Rot in der spanischen Liga! Seit Tagen herrscht ein erbitterter Streit zwischen der Spielervereinigung und dem spanischen Fußballverband. Was ursprünglich wie ein kleines, nebensächliches Sommerloch Geplänkel aussah, entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einem wahren Waldbrand. Die Situation könnte dramatischer kaum sein: Die Spieler der ersten und zweiten Liga verlangen von den Klubs Garantien für den Erhalt ihres Salärs, werden diese Bedingungen nicht erfüllt, ist ein Streik die Konsequenz. Diese Drohung unterschätze der Verband offensichtlich - Ergebnis: Die Spieler Spaniens stehen offiziell im Streik – eine noch nie dagewesene Situation!
Keine Fans, keine Spieler - bleibt das Bernabeú leer? - Foto: achimh @ flickr
MADRID. Die Verhandlungen zwischen dem spanischen Fußballverband (LFP) und der Spielergewerkschaft (AFE) ziehen sich schon seit geraumer Zeit in die Länge. Objekt dieses Disputs ist die Forderung der AFE nach einem Fonds, der den Spielern das Gehalt garantieren soll, im Falle einer Pleite des Vereins. Ursprünglich verständigte man sich darauf, dass jeder Verein der ersten Liga 7 Millionen und der zweiten Liga 3 Millionen Euro in den Fonds einbezahlen. Bei den maximal 25 einzuschreibenden Spielern pro Saison, käme hier eine Sicherung von 280.000 Euro pro Spieler zum Tragen, in der zweiten Liga immerhin noch 120.000 Euro. Nun hat aber der Verband eigenmächtig den Fonds-Rahmen der diesjährigen Saison für die Erstligaklubs um eine Million Euro pro Klub verringert, dieses Spielchen möchte die AFE auf keinen Fall mitmachen, denn somit müssten die Erstligaspieler auf jeweils 40.000 Euro Sicherung verzichten.
„Das hat nichts mit dem Vertrag zu tun, den wir gemeinsam abgeschlossen hatten und dazu werden die Garantien in gravierender Weise limitiert“, so ein offizielles Statement der AFE. Die LFP begründet die Veränderung des Betrags mit der Tatsache, dass der Kontrakt an Gültigkeit verliert, sofern es „ einschneidende Veränderungen bei den Einnahmen geben würde“, wie zum Beispiel bei den Sportwetten, bei denen die Vereine rund 10 % der Einnahmen erhalten, „oder es eine Veränderung im Konkursgesetz des 29 Julis 2010 gibt“. Jenes erwähnte Gesetz regelt in Spanien das Insolvenzverfahren sowie den Ablauf des Konkurses von Geschäften und steht im Moment in Spanien derzeit vor einer Modifikation. Die modifizierte Version soll erst im September offiziell von der spanischen Regierung auf den Weg gebracht werden.
Das letzte Treffen zwischen der LFP und der AFE fand am vergangenen Dienstag statt, doch auch bei diesem Gipfel konnten beide Parteien auf keinen gemeinsamen Nenner kommen. Der Kapitän der Madrilenen, Iker Casillas, äußerte sich vor der heutigen Pressekonferenz der AFE besorgt. „Soweit wie ich informiert bin, ist der Start der Meisterschaft in Gefahr. Luis Rubiales (Präsident der AFE, Anmerkung der Red.) wird uns heute mitteilen, welche Entscheidung wir heute fällen werden. Wir hoffen, dass wir eine Einigung erzielen können.“
Doch nur wenige Stunden nach dem Statement von Spaniens Nummer 1, ließ Präsident Rubiales, umgeben von namhaften Akteuren wie Casillas, Carles Puyol, Juan Mata, Xabi Alonso oder Fernando Llorente, die Bombe platzen! Die Spieler der ersten und zweiten Liga werden offiziell legitimiert streiken, die Spiele des ersten und zweiten Spieltags sind somit in akuter Gefahr. „Wir Spieler haben uns zusammengetan und sind der Meinung, dass wir nun genug haben! Die AFE und die Spieler der ersten und zweiten Liga haben diese Entscheidung zusammen und einstimmig gefällt: Wir werden für die kommenden ersten zwei Spieltage in den Streik gehen. Solange kein neuer, gemeinsamer Vertrag ausgehandelt ist, wird die Liga nicht beginnen“, das hat gesessen. Die AFE macht ihre Drohung nun tatsächlich wahr und der anvisierte Start der spanischen Meisterschaft könnte sich tatsächlich verschieben. „Wir klagen die Nichteinhaltung des Vertrages der Klubs mit den Spielern an. Es werden jeden Tag mehr. Die Situation ist sehr bedauerlich. Die Vereine respektierten die Werte des Sports nicht, den Spielern kann man nicht mehr abverlangen. Wir wollen nicht mehr Geld, wir wollen lediglich, dass die Verträge eingehalten werden. Wir wollen nicht auf die Barrikaden gehen, sondern sind bereit für weitere Verhandlungen“, so Rubiales, der den Ball somit in die Hälfte der Vereine und des Verbandes zurückspielte. Der Streik wird die Austragung der Supercopa am 14.08 und 17.08 jedoch nicht tangieren. Beide Parteien haben nun bis zum Saisonstart am 21.08 die Möglichkeit, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, doch sollte der Verband sich stur und nicht kompromissbereit präsentieren, könnte der spanischen Fußballelite der Streik ins Haus stehen. Ein Imageschaden der Europa- und Weltmeisternation stellt sich jedoch schon jetzt ein. Realmadrid.de bleibt dran!
Jetzt Facebook-Fan werden und Rabatte abstauben!Fotohinweis:
Dieses Foto wurde von
achimh bei flickr unter
creative commons Lizenzbedingungen veröffentlicht.
Anzeige
Noch nicht registriert?
Jetzt registrieren!Glücklich, gelöst und vor allem Stolz auf das Erreichte präsentierte sich Cheftrainer José Mourinho...
Fans, Kameras und Bodyguards folgen Cristiano Ronaldo auf Schritt und Tritt. Superstars wie der aus...
Man muss schon ein überzeugter Optimist sein, um zu glauben, an einem Sonntagmorgen um 8:30 Uhr...
Karim Benzema hat dank seiner zwei Treffer gegen San Sebastian Geschichte geschrieben: Der...
Real-Präsident Florentino Pérez legt noch einen drauf! Nach der Präsentation des neuen Bernabéu...
Leserkommentare