14 Madrilenen waren am Freitag und Samstag mit ihren Nationalmannschaften im Einsatz. Die einen bestritten Freundschaftsspiele, für die anderen, wie Cristiano Ronaldo oder Hamit Altintop, ging es im Hinspiel der K.O.-Spiele und das Ticket für die EURO um alles oder nichts. Im Blickpunkt dabei: Die Türkei verspielt bereits im Hinspiel die Chancen auf die EM-Teilnahme, Portugal hält sich alle Türen offen und bei den Freundschaftsspielen von Deutschland und Spanien gab es zwei enttäuschende Resultate. Realmadrid.de präsentiert das Nationalmannschafts-Roundup, inklusive einem neuen Rekordhalter!
Länderspiel Nummer 126, Casillas stellte den Rekord ein - Foto: Realmadrid.com
LONDON. Das Wembley-Stadion ist immer etwas ganz besonderes. Wenn dieses Stadion seine Pforten öffnet, strömen die englischen Fans herein, um ihre Nationalmannschaft anzufeuern. Der umgebaute Stadionkomplex war deshalb auch gestern Schauplatz für das Freundschaftsspiel zwischen den Männern von der Insel und der spanischen Nationalmannschaft. Beide Teams haben ihre Tickets für die Europameisterschaft bereits in der Tasche, weshalb es nun darum geht, sich auf dieses Turnier vorzubereiten. Als Sieger ging schlussendlich England, durch das Tor des Tages von Frank Lampard, vom Platz, was für leichte Kritik am amtierenden Europa- und Weltmeister sorgte. „Totale Dominanz, aber ein Unfall und keine Torchancen kosteten den Sieg,“ titelte beispielsweise die MARCA heute. Vier Spieler von Real Madrid standen in der Startelf – Casillas, Arbeloa, Ramos und Alonso. Raúl Albiol nahm auf der Bank Platz.
Sichere dir jetzt das neue Trikot von Spanien für die EM!Einen Grund zur Freude hatten die Madridistas trotz der bitteren Pleite. Iker Casillas absolvierte sein 126. Spiel zwischen den Pfosten für Spanien und egalisierte damit den Rekord von Torwart-Legende Zubizarreta. Am 3. Juni 2000 debütierte der junge Casillas bei einem Freundschaftsspiel gegen Schweden und ist seitdem die Nummer 1 bei „La Furia Roja“. Bescheiden wie man ihn kennt, betonte er jedoch auch nach der Partie, dass er „nicht gerne nur von diesem einen Spiel“ redet, sondern es ein „Wegweiser war und ich noch lange Zeit weitermachen werde. Jetzt bin ich der Rekordhalter und es geht weiter. Ich danke meinen Teamkollegen, die mir das ermöglichen. Der Konkurrenzkampf ist jeden Tag größer, aber ich bin erst 30 Jahre alt und habe bisher noch keine Abnutzungserscheinungen bemerkt. Ich bin noch jung!"
ISTANBUL. Um deutlich mehr, als gestern bei den Spaniern, ging es am Freitag in der Türk Telekom Arena in Istanbul. Die türkische Nationalmannschaft musste im Relegationsspiel gegen Kroatien zeigen, warum man den Anspruch stellt, im kommenden Sommer nach Polen und in die Ukraine zu reisen. Hamit Altintop spielte 90 Minuten, konnte jedoch auch nichts daran ändern, dass sein Team sang- und klanglos mit 0:3 im eigenen Stadion unterging. Für Aufmerksamkeit konnte die Nummer 6 der Türken nur mit einer sehr unsportlichen Aktion sorgen: Mit einer extrem dreisten Schwalbe versuchte Altintop einen Elfmeter herauszuholen. Dumm nur, dass der Verteidiger der Kroaten über einen Meter entfernt war. Ein gellendes Pfeiffkonzert war die Folge und hämische Kritik aus ganz Europa prasselte auf den Türken ein. Olic, Mandzukic und Corluka markierten die Treffer, die vor dem Rückspiel am Dienstag in Kroatien schon jetzt fast das sichere Aus für die Türkei bedeuten.
Immer am Ball mit Realmadrid.de auf Facebook!ZENICA. „Portugal musste auf einem Platz spielen, den die UEFA niemals hätte erlauben dürfen,“ lautete die Ausrede von Nationaltrainer Paulo Bento nach dem enttäuschenden 0:0 in Bosnien. Pepe, Coentrão und Ronaldo standen über die gesamte Spielzeit auf dem Platz, konnten jedoch auch keine klaren Akzente setzen. Provoziert von den Fans im Stadion, war Ronaldo zwar trotzdem der beste Spieler auf dem Feld, doch ließ er abermals seine Torgefahr im Dress von Portugal vermissen. „Die Fans haben sich auf diese Art und Weise verhalten – und ich reagiere eben darauf. Jeder spricht schlecht über mich, aber warum kritisiert niemand den Laserpointer, der direkt auf mich strahlte. Ich versuche ruhig zu bleiben, denn ich weiß, dass ich bestraft werden könnte, wenn ich mich provozieren lasse,“ erklärte der Portugiese seine „Stinkefinger-Attacke“ vor der Partie. Am Dienstag geht es folglich in Lissabon um alles, möchte man die Qualifikation für die Euro auf dem letzten Drücker noch perfekt machen.
PARIS/BUENOS AIRES. Während Ronaldo, Pepe und Coentrão um das EM-Ticket kämpften, ging es in Südamerika weiter mit den Qualifiikationsspielen für die WM 2014 in Brasilien. Die argentinische Nationalmannschaft mit Real-Stürmer Higuáin tat sich wieder einmal sehr schwer, diesmal gegen die Auswahl Boliviens. Es sprang lediglich ein mageres 1:1 heraus, wobei Madrids Angreifer seine Topform aus Spanien nicht mit nach Buenos Aires transpotieren konnte. Er blieb, ebenso wie Lionel Messi, blass. Nach der enttäuschenden WM in Südafrika und dem frühen Ausscheiden bei der Copa América im eigenen Lande nun also die nächste bittere Pille für die Gauchos. Anders sieht es derzeit im Lager der französischen Nationalmannschaft aus. Unter Neu-Trainer Laurent Blanc konnte man schnell den schmutzigen Mund nach der desaströsen Weltmeisterschaft abputzen und wieder Fahrt aufnehmen. Eine zentrale Figur der aufsteigenden Leistungskurve dabei: Karim Benzema! Auch beim 1:0-Sieg gegen die Amerikaner war er einer der auffälligsten Männer auf dem Platz. Seine beste Aktion war ein Hammer an die Torlatte der USA. Nach 64 Minuten wurde er mit Applaus der Zuschauer ausgewechselt. Das Wochenende verlief also zugunsten Benzemas, Higuaín blickte in die Röhre.
KIEW. Für die deutsche Nationalmannschaft ging es in Kiew gegen einen der Gastgeber der kommenden Europameisterschaft. Trainer Jogi Löw wollte einiges ausprobieren, weshalb auch erstmals Götze und Özil zusammen in einem neu formierten System auftraten. Die Quittung folgte schon in der Halbzeit, als man bereits mit 3:1 ins Hintertreffen geriet. Schlussendlich kam man dann in einem ansehnlichen Freundschaftsspiel im klirrend kalten Kiew zu einem 3:3-Unentschieden. Sami Khedira stand eine Halbzeit auf dem Rasen und löste seine Aufgaben gut, während Özil wenig Akzente setzen konnte und nach 66. Minuten für Podolski ausgewechselt wurde. Am Dienstag geht es für die beiden in Hamburg in einem weiteren Testspiel gegen Holland.
Zum Nachlesen:
Sami Khedira: „Spanien hat großen Respekt vor uns"
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