Eine Mannschaft muss sich erst einmal einspielen. Das bekräftigte José Mourinho zu Beginn der Saison und erklärte, dass es ein paar Monate brauche, um die Startelf auf ein Top-Level zu bringen. Gegen Lyon am Mittwoch standen die gleichen Spieler wie bei der 5:0-Schmach in Barcelona auf dem Platz - und sie machten es deutlich besser, als letzten November...
Ein Kommentar von Realmadrid.de
Olympique Lyon ist nicht FC Barcelona. Darüber ist sich wohl jeder Fußballkenner im Klaren, dennoch kann man Vergleiche zwischen dem Spiel am Mittwoch und dem Spiel im letzten November ziehen. Casillas, Sergio Ramos, Pepe, Carvalho, Marcelo, Xabi Alonso, Khedira, Di María, Özil, Cristiano Ronaldo und Benzema waren die elf Spieler, die sowohl den Clásico, als auch das Achtelfinalrückspiel von Start weg bestritten. Eine absolute Gala-Elf, die die Königlichen da haben. Eine Elf, mit der man in allen drei Wettbewerben weit kommen kann, zumindest was die Namen angehen. Doch José Mourinho betonte zu Beginn immer wieder, dass sich diese elf Spieler auch noch nicht alle kennen und sich aneinander gewöhnen müssen. Dieser Gewöhnungsprozess scheint jetzt gut überstanden zu sein, hatte man gegen Lyon keine Probleme, ins Viertelfinale einzuziehen. Auf dem Prüfstand wird diese Elf gegen Tottenham in der nächsten Runde sein, sowie gegen Barça in Liga und Pokal im April. Dieser Monat wird sowieso der allesentscheidende und richtungsweisende für Real Madrid. Die Gala-Elf spielte zwar seit dem Clásico im November zwar nur zwei weitere Male in dieser Konstellation zusammen, aber sie ist eben die Elf, die Titel gewinnen soll. Und klar ist: Es funktioniert mittlerweile viel besser, die Akteure haben sich endlich gut aneinander gewöhnt und vor allem Mittelstürmer Karim Benzema hat jetzt viel mehr Bezug zur Mannschaft.
Es ist vollbracht: 6 Jahre ohne Viertelfinale sind Geschichte!Man erinnere sich an jenes 5:0-Debakel, als Benzema anstelle von Higuaín auf dem Platz stand. Ins Haifischbecken warf man den Franzosen, der zu diesem Zeitpunkt selten spielte und Higuaín gesetzt war. Die Bandscheibenprobleme des Argentiniers begannen jedoch zu diesem Zeitpunkt und der überforderte Benzema musste gegen Pique, Puyol und Co. ran. Heute, 108 Tage später, sieht alles ganz anders aus. Benzema ist integriert und harmoniert mit den Kollegen, Özil traut sich viel mehr zu und das Zusammenspiel mit Ronaldo und Di María klappt viel besser. Darüberhinaus hat man das Gefühl, dass eine Einheit in den letzten Wochen, mit Sicherheit bedingt durch den Weg ins Pokalfinale, zusammengewachsen ist. Bleibt zu hoffen, dass in den nächsten wichtigen Spielen noch mal eine Steigerung kommt und sich diese Gala-Elf ein weiteres Mal, ob im Viertelfinale gegen Tottenham oder Clásico beweist. Klar ist: So sieht das schon viel besser aus, Jungs!
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