Spätestens nach der mitreißenden WM der „jungen Wilden“ haben sie sich die DFB-Kicker auf den Präsentierteller vieler Top-Clubs geschossen. Ebenso wurden diwe "Blancos" zuletzt mit Interesse an Schweinsteiger, Özil und Khedira in Verbindung gebracht, auch der Name Gomez kursierte in der Gerüchteküche. Vor allem Sami Khedira steht hoch im Kurs, der neue Star-Trainer José Mourinho bestätigte sein Interesse am deutschen Nationalspieler und auch Ex-Trainer und –Spieler der Madrilenen, Bernd Schuster, würde einen Transfer begrüßen…
Mit Pedro Leon, Angel Di Maria und Sergio Canales hat man in der spanischen Hauptstadt bereits drei Akteure für diese Spielzeit langfristig binden können und man wird wohl auch in den kommenden Wochen zuschlagen. Mourinho kündigte bei Amtsbeginn an, die Abwehr stärken zu wollen und betonte dies mehrmals in diversen Interviews. Ein Mann, der in den vergangenen Wochen das Interesse der „Königlichen“ geweckt hat und die erste Verstärkung für die Defensive darstellen könnte, heißt Sami Khedira. Der neue Star-Trainer der Madrilenen bestätigte persönlich, dass man „in Richtung Khedira gehen wird.“ Die „Marca“ schmückte sogar ihr Cover mit dem Deutsch-Tunesier im Madrid-Trikot und meldete den Deal als fix – im Nachhinein nur heiße Luft, denn Verhandlungen gab es zu diesem Zeitpunkt keine.
Auch Bernd Schuster, Landsmann des 23-jährigen Mittelfeldspielers, äußerte sich in einem Interview gegenüber „Welt Online“ positiv über einen möglichen Wechsel. „Die WM war für ihn ein guter Prüfstein. Jetzt Madrid – warum nicht. Real hat im vergangenen Jahr viel für die Offensive getan, dahinter befindet sich die Mannschaft dagegen im Umbruch. Jose Mourinho muss schauen, dass er ein ähnliches Duo wie Khedira und Schweinsteiger findet. Und ich glaube, er würde gut zu Xabi Alsono passen“, so die Einschätzung des „blonden Engels“, den es „überhaupt nicht“ verwundert, dass „Mou“ hinter den deutschen Spielern her ist. „Mourinho sucht immer ganz spezielle Spielertypen. Taktisch gut ausgebildete Spieler, wie er sie bei Inter hatte, und auch läuferisch müssen sie stark sein. Khedira bringt beides mit und hat ein starkes WM-Turnier gespielt“, erklärt der 50-Jährige und ist sich sicher: „So ist er ihm sicherlich aufgefallen. Das passt!“ Ebenfalls zuversichtlich zeigt er sich über die Einsatzzeiten bei so viel „königlicher“ Konkurrenz, ob dies nicht ein Problem für seine weitere Karriere in der Nationalmannschaft darstellen könnte: „Ganz im Gegenteil, in Madrid wird Sami doch nur noch stärker. Wenn ihn Mourinho holt, ist das ein Glücksfall für die deutsche Nationalmannschaft!“
Auch Mesut Özil wurde häufig als weiterer Neuzugang für die Offensive spekuliert. „Ganz ehrlich: Da habe auch ich ein bisschen meine Zweifel“, so die einleitenden Worte von Schuster über das Gerücht des Bremers. „Özil ist nicht unbedingt der Typ, den man sucht. Er braucht viele Freiheiten. Mourinho wird mit einer Spitze und einem Halbstürmer dahinter spielen lassen. Dafür hat er Kaka. Der muss ja auch erst noch beweisen, dass er die 60 Millionen wert ist, die Real für ihn im vergangenen Jahr bezahlt hat. Ich denke, Mesut wäre in Madrid eher ein Ergänzungsspieler“, so die Einschätzung des neuen Trainers vom türkischen Club Besiktas.
Überraschend positiv äußerte sich der gebürtige Augsburger über die Personalie Mario Gomez, der die letzte Saison beim FC Bayern selten zum Zug kam und bisher nicht seine Ablöse bestätigen konnte. „Ronaldo ist im Sturm nicht wirklich gut aufgehoben, das weiß Mourinho. Villa ist in Barcelona gelandet. Und Gomez bringt die beiden wichtigsten Eigenschaften mit, die er sucht: Er ist kräftig und laufstark“, stellt er fest und gibt ein treffendes Beispiel: „Der arme Diego Milito musste bei Inter im letzten Jahr laufen wie ein Tier.“
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