17.08.2011, 13:27
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Spaniens Fußball steht Kopf: „Der Streik ist unausweichlich“

Ein Wettlauf gegen die Zeit. Am kommenden Wochenende sollte in Spanien endlich der von allen geliebte Fußballbetrieb wieder aufgenommen werden, doch die Fronten zwischen der Spielervereinigung AFE und dem spanischen Fußballverband LFP sind weiterhin verhärtet. Heute rauften sich die beiden Parteien wieder zusammen, um den drohenden Streik rechtzeitig verhindern zu können und Einigkeit zu erzielen. Ergebnis? Keine Lösung, der Streik ist unausweichlich!

Spaniens Fußball steht Kopf: „Der Streik ist unausweichlich“

Wohl kein Ligaauftakt am Wochenende gegen Bilbao - Foto: Realmadrid.de

Alarmstufe rot: „Der Streik ist fast nicht mehr abzuwenden“

MADRID. Banges Warten und Hoffen in Spanien. Das ganze Land setzte heute seine Hoffnungen auf das Treffen der wichtigsten Vertreter der AFE und der LFP, denn was wäre das für eine Schande wenn im Land des Weltmeisters der Fußball für kurze Zeit auf Eis gelegt würde? Externer LinkWie Realmadrid.de bereits berichtete, herrscht ein großer Graben zwischen den beiden Parteien und es wurde heute Morgen nun versucht, die wichtigsten Punkte dieses Streits zu bereinigen. Doch wie gerade eben bekannt wurde, konnte wieder einmal keine Einigkeit erzielt werden! Die Spieler der ersten und zweiten Liga stehen somit für die ersten beiden Spieltage weiterhin im Streik. „Wir haben keine Einigung gefunden. Die AFE wird den Streik für diesen Spieltag aufrechterhalten, dieser ist jetzt wohl unausweichlich“, so ein niedergeschmetterter José Luis Astiazarán, Präsident der LFP. „In 80 % der Fragen konnten wir einen Konsens finden, 20% stehen noch zur Diskussion. Es ist schon viel erreicht, wie die Lohngarantien der Spieler, die sich nun auf 240‘000 Euro pro Fußballer in der ersten Liga und 120‘000 Euro pro Fußballer in der zweiten Liga beziffert. Dennoch, es ist unmöglich, dass es nicht zu einem Streik kommen wird.“

Der letzte Strohhalm – Treffen der AFE und LFP am Freitag

Der Hauptstreitpunkt liegt dabei immer noch auf der Zahlungsunfähigkeit der Vereine, die im Konkursverfahren sind und somit ihre Spieler nicht bezahlen konnten. Im Moment stehen sieben Vereine der ersten und zweiten Liga im Konkursverfahren und schulden ihren Spieler rund 58 Millionen Euro. Und wenn man das Statement des Geschäftsführers der AFE so hört, dann sieht die Situation schon wieder einmal weitaus düsterer aus. „Wir werden heute Nachmittag und Morgen weiterhin daran arbeiten und uns zusammentun. Die Liga will keinen Schritt auf uns zugehen. Das Hauptproblem liegt darin, dass die Spieler endlich eine Gehaltsgarantie erhalten, denn es gibt über 200 Spieler denen man noch Geld schuldet. Wir arbeiten daran, um eine Einigung erzielen zu können. So wie es im Moment aussieht, wird die AFE den Streik nicht über den zweiten Spieltag verlängern. Die Klubs, die nicht zahlen können, müssen zwangsrelegiert werden“, so das unmissverständliche Communiqué von Señor Luis Gil.

Noch gibt es ein kleines Fünkchen Hoffnung, denn die AFE und die LFP möchten am kommenden Freitag wieder zusammen am runden Tisch sitzen und werden in dieser nächsten Runde versuchen eine Einigung zu erzielen. „Wir werden uns am Freitag wieder beraten und wenn es notwendig ist, auch das ganze Wochenende“, so die Worte Astiazaráns. Wie es im Moment aber aussieht, liegt eine rasche Einigung noch in weiter Ferne, denn eigentlich müssten Villarreal B und Hércules am kommenden Freitag bereits das erste offizielle Spiel antreten und die Segunda B somit eröffnen. Realmadrid.de bleibt dran!

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geschrieben von Gian Dominguez

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