0:1 gegen Levante, 0:0 gegen Santander – die „königliche Krise“ ist perfekt! Das zweite Spiel infolge ohne einen Torerfolg besiegelt den schlechtesten Saisonstart der Blancos seit sieben Jahren. Trainer José Mourinho spricht weiterhin von Verschwörungen der Schiedsrichter und beschuldigt jeden, nur nicht sich selbst. Die Fans haben genug von solchen Ausreden und machen den Portugiesen für die Misere verantwortlich. „Das ist doch kein Wunder“, findet Reals ehemaliger Generaldirektor Jorge Valdano. „Irgendwann sollte man auch einmal bei sich selbst die Schuld suchen...“
Ratlose Mienen, Madrid ist nicht wiederzuerkennen - Foto: Helios de la Rubia, Realmadrid.com
MADRID. „Einfach Fußball zu spielen würde viel mehr Sinn machen, als sich ständig zu beklagen“, schimpfte Jorge Valdano nach dem gestrigen 0:0 der Merengues in Santander. Der bis vor wenigen Monaten noch als Generaldirektor bei den Königlichen arbeitende Argentinier ist mittlerweile zum Experten für Spaniens Sportrundfunksender Nummer eins, Cadena SER, geworden. Zuletzt sprach Valdano häufig über Real Madrid und das sehr positiv. Dieses Mal konnte er sich allerdings nicht zurückhalten, als José Mourinho erneut nicht die Schuld bei sich und seiner Mannschaft suchte,
sondern bei der Schauspielerei und den angeblich vorgetäuschten Verletzungen der Gastgeber. Erneute Ausreden, erneute Entschuldigungen, die nach Valdanos Meinung nichts mehr mit Realität zu tun haben: „Es gab letzte Saison einige Partien, wo wir Mourinho voll zustimmten und die Schiedsrichterentscheidungen absolut und richtigerweise nicht nachvollziehen konnten. Irgendwann ist die Grenze aber überschritten. Irgendwann sollte man auch einmal bei sich selbst die Schuld suchen. Real Madrid spielt keinen Fußball mehr, den wir alle kennen und mögen. Das 0:0 haben sie sich selbst zuzuschreiben. Bei dem ganzen Gerede und dem Glauben an Verschwörungen wird der Fußball vergessen. Das hat man gestern wieder einmal gesehen!“
Zum Nachlesen:
Madrid enttäuscht maßlos in Santander
Klare Worte des 55-Jährigen, der damit allerdings die mehrheitliche Meinung der Fans vertritt. Die Sportzeitung AS fragte nach dem enttäuschenden Remis im El Sardinero, wer für die derzeitige Verfassung und Leistung der Madrilenen verantwortlich sei. 69 Prozent sind der Ansicht, Mourinho sei der Schuldige. „Er macht sich langsam lächerlich“, kommentierte das vereinsnahe Blatt sogar.
Wen machst du verantwortlich?
Diskutiere jetzt mit!
Tatsächlich stecken die Hauptstädter nun tief in der Krise. Hätte Barcelona gestern noch drei Punkte in Valencia geholt (Anm. d. Red.: das Spiel endete 2-2), wäre die Lage noch verhängnisvoller. So hat man am Samstag gegen den Aufsteiger Rayo Vallecano (Anstoß 20 Uhr) den schlechtesten Saisonstart seit sieben Jahren wieder gut zu machen. Da tun auch die beiden Siege gegen Saragossa (6:0) und gegen Getafe (4:2) aus den ersten Spieltagen nichts zur Sache. Nur die Mannschaft der Saison 2004/05, damals unter der Leitung von Wanderlei Luxemburgo, erwischte einen noch schwächeren Saisonbeginn. Kapitän Iker Casillas ruft in dieser prekären Situation jetzt zum Zusammenhalt auf. Via Facebook verkündete der Torhüter der Blancos, dass er an sein Team glaube und man nun zeigen müsse, dass man Titel holen möchte: „Die letzten beiden Spiele waren enttäuschend, doch nun schließen wir das ab und denken nur an Rayo. Da müssen wir gewinnen und ich glaube an die Mannschaft. Wir schaffen das nur zusammen! Hala Madrid!“
Werde jetzt Facebook-Fan und verpasse garantiert keine News!Anzeige
Noch nicht registriert?
Jetzt registrieren!Glücklich, gelöst und vor allem Stolz auf das Erreichte präsentierte sich Cheftrainer José Mourinho...
Fans, Kameras und Bodyguards folgen Cristiano Ronaldo auf Schritt und Tritt. Superstars wie der aus...
Man muss schon ein überzeugter Optimist sein, um zu glauben, an einem Sonntagmorgen um 8:30 Uhr...
Karim Benzema hat dank seiner zwei Treffer gegen San Sebastian Geschichte geschrieben: Der...
Real-Präsident Florentino Pérez legt noch einen drauf! Nach der Präsentation des neuen Bernabéu...
Leserkommentare