Noch gut einen Monat ist das Transferfenster geöffnet, doch in Madrid wird weiterhin aufs Gaspedal getreten - der Kader soll schnellstmöglich „entrümpelt“ werden. Während Sergio Canales nur ausgeliehen werden soll, sieht alles danach aus, dass der dickköpfige Pedro León endlich zurück nach Getafe wechselt. Diarra plant selbst und zieht die möglichen Arbeitgeber aus England in Betracht. Fernando Gago könnte seinen Traum verwirklichen und in seine Heimat Argentinien zurückkehren.
Diarra boykottiert nun auch das Training: Nach der USA-Reise, nun auch das Training! Lassana Diarra erschien heute früh nicht in Valdebebas, um abgeschottet von der Mannschaft mit den anderen Sorgenkindern Royston Drenthe und Pedro León zu trainieren. Diese Ausbootung wollte er sich wohl ersparen. Während Drenthe zumindest zwei Stunden anwesend war und León natürlich bis zum bitteren Ende blieb, sah man den ehemaligen Zehner den ganzen Tag nicht. Ein weiteres deutliches Zeichen dafür, dass der defensive Mittelfeldspieler seinen Wechsel unbedingt unter Dach und Fach bringen möchte. Er will auf die Insel. Tottenham und Manchester United sind die beiden Vereine, die an einem Transfer interessiert wären, allerdings sei laut spanischen Medienberichten keiner dieser Klubs bereit, mehr als die geforderten 18 Millionen Euro für den Franzosen auf den Tisch zu legen.
Dazu:
Lass Diarra will nicht mit in die USA
Gago will zu Boca: Der Agent von Fernando Gago, Marcelo Lombilla, gab gegenüber der argentinischen Tageszeitung „Olé“ bekannt, dass es Gagos größter Wunsch sei, wieder in die Heimat zurückzukehren und für seinen ehemaligen Verein Boca Juniors zu spielen. Dabei sah es vor ein paar Wochen ganz und gar nicht danach aus.
Wie Realmadrid.de berichtete, schob Lombilla einer möglichen Rückholaktion durch den argentinischen Verein schnell einen Riegel vor. „Eine Rückkehr zu Boca ist derzeit keine Option“, so der Agent. Damals seien drei europäischen Mannschaften an ihm interessiert gewesen und das Abenteuer Europa keinesfalls vorbei. Nun also die Wende. Da José Mourinho ihn nicht mehr in das System der Merengues einplant, muss ein Wechsel erfolgen und die momentane Tendenz geht klar in Richtung Argentinien. „Ich hätte es mir vor Tagen nicht vorstellen können, dass er auf viel Geld verzichten würde um wieder für Boca zu spielen, aber es ist so. Wir müssen jetzt mit Real Madrid verhandeln und schnell eine Lösung finden.“ Vor fünf Jahren, in der Saison 2006/2007, kam der zentrale Mittelfeldspieler von den „Xeneizes“ zu den Königlichen. Er gewann zwar unter Fabio Capello und Bernd Schuster zwei Ligatitel infolge, für Manuel Pellegrini und José Mourinho war er jedoch nicht mehr wichtig genug, um gesetzt zu sein, vor allem weil ihn viele Verletzungen aus der Bahn warfen.
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Pedro León, Getafe und Real wieder bei Null: Ein weiteres Sorgenkind der Operación Salida ist Pedro León. Erst war der Spanier uneinsichtig und wollte den Verein partout nicht verlassen, dann schien der Wechsel perfekt und dann doch wieder nicht. Wie Cadena COPE berichtet, seien sich Vorstadt und Hauptstadt nun einig. León würde nun doch an den „conjunto azulón“ ausgeliehen werden, jedoch mit Kaufoption. Zwei Millionen jetzt und weitere acht für eine endgültige Rückübertragung. Kein besonders guter Verlauf für den „Murciano“. Als Außenbahnspieler mit viel Potenzial kam der junge Akteur für zehn Millionen Euro nach Madrid. Es lässt sich aber festhalten, dass sein Jahr als Madridista eher schlecht als recht ablief. Für Real ein Plusminus-Geschäft, wenn die Kaufoption realisiert würde.
Rolle rückwärts von Léon:
„Ich verlasse Madrid nicht“
Nach Cazorla-Abgang will Villarreal Canales: Sergio Canales könnte auf Leihbasis nach Villarreal wechseln. Durch den Transfer Cazorlas nach Málaga für 22 Millionen Euro, könnte hier nun bald Vollzug gemeldet werden. Der 20-Jährige taucht bei den Königlichen aber weiterhin in den Planungen auf, so ist ein Verkauf definitiv ausgeschlossen.
Wie Realmadrid.de unlängst berichtete, war Wolfsburg schon an dem Linksfuß dran, jedoch negierte Canales das Angebot und machte Gebrauch von seinem Veto-Recht, weil er in jedem Fall in Spanien bleiben möchte und Sprachprobleme beklage. Das „gelbe U-Boot“ steht für den offensiven Mittelfeldspieler in der Pole Position, in den nächsten Tagen soll hier eine Entscheidung fallen. Canales äußerte schon vor Wochen, dass er sich ein Engagement bei Villarreal sehr gut vorstellen könne, so dürfte es wohl nur noch an den Konditionen hängen, bis die Leihe über die Bühne geht.
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