Bienvenido al año 2012! Die Festtage sind vorüber und dementsprechend rollt auch auf der iberischen Halbinsel wieder der Ball. Zu Beginn des Jahres steht morgen das Pokalspiel gegen den FC Málaga an und selbstverständlich wollen die Merengues 2012 so erfolgreich beginnen, wie man das alte beendete – alles andere als ein Sieg gegen die Andalusier wäre eine Enttäuschung. Trotzdem warnte José Mourinho auf der heutigen Pressekonferenz vor dem Gegner und gab gleichzeitig klar und deutlich zu verstehen, dass an der aktuellen Besetzung des Kaders nicht gerüttelt wird. Zu- oder Abgänge im Winter? Nicht mit dem Portugiesen.
Tat die Transfer-Spekulationen locker ab, Mourinho - Foto: Helios de la Rubia, Realmadrid.com
MADRID. Ein neues Jahr, ein alter Mourinho – was für den „Special One“ vor wenigen Tagen galt, hat auch 2012 seine Gültigkeit. Während die Presse quasi im Tagesrhythmus die top secret Einkaufsliste der Madrilenen ausgegraben haben will oder den Winterabgang eines Kakás nach Paris als beschlossene Tatsache titulierte, versicherte der Coach der Galacticos zum wiederholten Male, dass es keine Veränderungen im aktuellen Kader geben wird, solange er das letzte Wort haben wird. „Ich möchte diese Saison mit den Spielern beenden, mit denen ich auch gestartet bin. Das wissen meine Spieler. Bis zum 31. Januar ist das Transferfenster offen. Ich habe um keinen Zugang gebeten, aber ich will auch nicht, dass jemand geht. Wir sind wenige und eine geeinte, sowie ausbalancierte Truppe, um in allen drei Wettbewerben mithalten zu können. Ich wünsche mir in fußballerischer Hinsicht im Jahr 2012 nichts. Wenn ich mir etwas wünsche, dann ist das Gesundheit, denn ohne Gesundheit sind wir tot. Ich wünsche mir Gesundheit für alle und mit alle meine ich mich, meine Familie, meine Freunde und die Menschen, die ich nicht kenne, aber mit mir auf dieser Welt leben“, so die klaren Worte.
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Wenn man sich mal den Terminkalender für den Monat Januar anschaut, kommt eine Reduktion des Kaders fast nicht in Frage, denn auf die Blancos wartet ein echtes Mammutprogramm. „Wir werden versuchen, die Kraft auf alle Spieler zu verteilen. Wir haben nun vier Spiele in der Meisterschaft, sicherlich zwei Spiele gegen Málaga im Pokal und vielleicht noch zwei weitere Pokalspiele, sofern wir das Viertelfinale erreichen. Wir wollen immer mit einem starken Team spielen können und dementsprechend wird es Rotationen geben. So bleiben wir ausbalanciert und kein Spieler muss jede Partie bestreiten“, so der Schlachtplan des Generals für diesen Monat. Sollte Real Madrid das Achtelfinale überstehen, wartet mit großer Wahrscheinlichkeit der wohl schwierigste und härteste Gegner der Welt auf die Königlichen: der FC Barcelona – ein Clásico-Hammer bereits im Viertelfinale. „Über das Viertelfinale haben wir noch nicht nachgedacht, denn wir wissen nicht, ob wir dort überhaupt spielen werden. Zudem ist auch nicht klar, ob Barcelona oder Osasuna weiterkommen wird. Wir werden sehen, was passiert. Wir wollen das Viertelfinale austragen und dafür müssen wir zuerst einmal Málaga schlagen.“
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Es bleibt spannend abzuwarten, welche elf Akteure morgen um 22 Uhr auf dem Platz stehen und um den Einzug ins Viertelfinale kämpfen werden. Wird Adán zwischen den Pfosten stehen oder doch Iker Casillas? Bekommt Callejón eine weitere Chance sich zu beweisen? Fragen über Fragen. „Ich weiß genau, wer morgen im Tor stehen wird und wer spielen wird, aber die Spieler wissen es noch nicht. Callejón verbrachte einige Zeit außerhalb Real Madrids und er weiß genau, was es bedeutet hier zu sein oder eben nicht. Er weiß es besser, als jeder andere, was es bedeutet, von hier weg gehen zu müssen und dies zeigt er in jeder Minute auf dem Feld. Für einige Spieler ist es ein Problem, für 10 Minuten von der Bank aufs Spielfeld eingewechselt zu werden, für ihn hingegen ist es fantastisch. Er bringt immer eine Topleistung und darum hat er größere Chancen, in der ersten Elf zu stehen. Er respektiert seine Mitspieler und sie respektieren ihn. Er gefällt mir sehr. Ich glaube, er ist ein sehr guter Spieler für Real Madrid“, so die außergewöhnliche Huldigung Mourinhos an seinen Schützling und Shootingstar. Nebenbei gab der Trainer auch zu verstehen, dass er auch einem Nuri Sahin weiterhin das Vertrauen schenkt und der Türke gegen Málaga seine Chance bekommen wird: „Sahin wird morgen seine Minuten bekommen. Meine Absicht ist es aber, Spiele zu gewinnen, nicht Spielzeit zu schenken.“
Weniger rosig sieht es hingegen für Ricardo Carvalho aus. Der portugiesische Veteran ist nach seiner langen Verletzungspause endlich wieder beschwerdefrei und könnte theoretisch langsam wieder eingesetzt werden, doch wird der Trainer das weltklasse Innenverteidigerduo Pepe-Ramos einfach so zugunsten Carvalhos wieder aufsplittern? „Carvalho ist nicht mehr verletzt, aber er hat vier Monate lang nicht gespielt und das ist eine lange Zeit. Wir tun alles, damit er bald wieder spielen kann. Es gibt auch sonst einige Akteure, die nicht häufig spielen konnten, andere wechseln sich regelmäßig ab. Higuaín und Benzema haben genau die gleiche Anzahl an Spielen in allen drei Wettbewerben.“
Zu guter Letzt gab es auch noch eine Analyse des Achtelfinal-Gegners, dem FC Málaga. Der Verein an der traumhaften Costa del Sol, der nun von Madrids Ex-Coach Manuel Pellegrini trainiert wird, behauptet sich in der spanischen Meisterschaft zurzeit auf dem siebten Platz und streben danach, endlich international mitmischen zu können. Ein Unterfangen, welches dank den vielen Petrodollars ihres Scheichs aus Katar auch bald möglich sein könnte, zumindest hat der Verein schon Mourinhos Respekt gewonnen: „Sie haben sehr viel investiert und wollen dafür gute Resultate sehen. Wir werden sehr viel kämpfen müssen und sollten wir sie schlagen können, treffen wir auf den Sieger des Duells zwischen Barcelona und Osasuna.“
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