Für Fernando Gago ist die Copa América mit Argentinien zu Ende, doch der Gaucho spielt sowieso keine Rolle mehr für José Mourinho. Der Portugiese möchte sowohl den Mittelfeldspieler, als auch vier weitere Streichkandidaten bis zum 7. August loswerden. Wenn „the Special One“ an jenem Tag von der China-Tour zurückkehrt, möchte er weder Sergio Canales, Pedro León, Royston Drenthe und Lassana Diarra, noch Fernando Gago sehen...
Mourinho hofft auf Abgänge - Foto: Víctor Carretero, Realmadrid.com
MADRID. Nach dem kürzlich auch endlich offiziell bestätigten
Abgang von Ezequiel Garay zu Benfica Lissabon soll die Operación Salida nun so richtig angekurbelt werden. Wie die MARCA berichtet, habe Mourinho entschieden, bis zu welchem Tag die Streichkandidaten den Verein verlassen haben müssen. Am 7. August, wenn „Mou“ und seine Jungs aus China wiederkehren, sollen die fünf Spieler Canales, León, Drenthe, Lass und Gago weg sein. Eine Woche vor dem Supercup kann er dann mit dem endgültigen Kader arbeiten und sich intensiv auf den mit Spannung erwarteten Clásico vorbereiten.
Der Trainer steht trotz der Saisonvorbereitung in den Vereinigten Staaten täglich in Kontakt mit Geschäftsführer José Ángel Sanchez, der in Madrid verweilt und zusehen soll, dass die Operación Salida vorangeht. Bislang hat es allerdings den Anschein, als kämen einige komplizierte Fälle auf die Blancos zu. Sergio Canales zum Beispiel möchte nur innerhalb Spaniens wechseln, jedoch finden sich bislang nur Klubs aus der Priméra Division, die den Spieler fest und unverbindlich verpflichten möchten. Real Madrid pocht allerdings auf eine Leihe oder einen Deal mit einer Rückkaufoption. Hinzu kommt, dass der Blondschopf sich gestern mit der spanischen U-20 auf den Weg nach Kolumbien zur Weltmeisterschaft machte und somit nur telefonisch verhandelt werden kann.
Immerhin lässt Canales überhaupt mit sich verhandeln. Ganz im Gegensatz zu Pedro León, der den spanischen Rekordmeister weiterhin nicht verlassen möchte. Dabei weiß der ehemalige Getafe-Spieler, dass Mourinho ohne ihn plant. Trotz einiger Angebote stellt er sich quer und könnte sich
laut Informationen von Realmadrid.de wenn überhaupt nur eine Rückkehr zu seinem Ex-Klub aus dem Süden Madrids vorstellen.
Anders als León hofft Lassana Diarra auf einen schnellen Abschied aus Spanien.
Wie Realmadrid.de berichtete, flog der defensive Mittelfeldspieler aus persönlichen Gründen nicht mit zur Vorbereitung in die Staaten, um seinen Wechsel zu forcieren und mit Klubs aus der englischen Premier League zu verhandeln. Mourinho könnte den Franzosen schon noch gebrauchen, aber kann ihm den geforderten Stammplatz nicht geben. 18 Millionen Euro müsste man für Lass auf den Tisch legen, weshalb sich auch dieser Fall noch hinziehen wird. Interessiert seien angeblich Manchester United und Tottenham Hotspur.
Für Royston Drenthe und Fernando Gago wird es ebenfalls schwer, einen Abnehmer zu finden. Vor allem Ersterer könnte letztlich sogar ohne Verein dastehen, da sich seine „nächtlichen Aktionen“ in Alicante längst herumgesprochen haben. Er selbst meinte, dass er sich - wie León - nur eine Rückkehr zu seinem Ex-Klub vorstellen könne. Das wäre dann der holländische Traditionsverein Feyenoord Rotterdam. Im „Caso Gago“ gibt es noch absolut keine Neuigkeiten, da sich der Defensivmann wegen der Copa América in Südamerika befand und zu verstehen gab, dass er sich erst nach dem Turnier um seine Zukunft kümmern werde. Komme was wolle: Mourinho will, dass jedes Problem gelöst wird und am 7. August endlich Ruhe in Sachen Kaderplanung einkehrt. Realmadrid.de bleibt dran!
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