82 Mal (!) trafen die Blancos in dieser Hinrunde - Foto: Ángel Martínez, Realmadrid.com
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Nuri Sahin: Lange hat es gedauert, bis der Neuzugang von Borussia Dortmund erstmals in den Kader berufen wurde. Anfang November, nach sieben Monaten Pause, war es dann soweit für die ersten Spielminütchen im weißen Dress. Nachdem er in drei Partien von Beginn an enttäuschte, kritisierten ihn die Medien scharf. Doch der Linksfuß zahlte es mit einer prächtigen Leistung im letzten Spiel des Jahres 2011 zurück. Gespannt wird man in der Rückrunde vor allem die Entwicklung Sahins verfolgen. Nicht bewertbar.
Sami Khedira: Nach dem dritten Saisonspiel bei der Pleite gegen Levante als Sündenbock abgestempelt – auch von Mourinho! Hatte einen schweren Stand, fing sich jedoch wieder, lieferte mit seinem robusten Spiel ordentliche Leistungen ab und erzielte seinen ersten Pflichtspieltreffer für Real Madrid. In den letzten Wochen stellte Lass ihn jedoch in den Schatten, da geht eindeutig mehr bei Sami! Nicht so konstant und stark wie im Vorjahr. Punkte: 6/10
Kaká: Konnte im dritten Jahr endlich zeigen, warum man 65 Mio. Euro für ihn auf den Tisch legte. Galt Mesut Özil im letzten Jahr noch als unantastbar, spielte der 28-Jährige stark auf und
verdrängte den ehemaligen Bundesliga-Star auf der Spielmacherposition. Dabei sammelte er in zwölf Ligapartien sieben Scorer-Punkte, fiel anschließend jedoch länger verletzt aus. Wer die Nase künftig vorne hat, steht in den Sternen, doch eines ist klar: es wird – sofern Rici denn mal verletzungsfrei bleibt – ein Kopf-an-Kopf-Rennen in der Rückserie mit Mesut Özil geben. Punkte: 8/10
Mesut Özil: Was war in den letzten Monaten nur mit ihm los? Nach einem guten Auftakt wurde er von Woche zu Woche immer schwächer. Vom Özil des letzten Jahres war nichts mehr zu sehen. Die Folge: Kaká erhielt den Vorzug, zuletzt musste sich der Ex-Bremer mit der Rolle als Bankspieler anfreunden. Kritik der Presselandschaft gab es da natürlich inklusive. Die alte Form sollte sich Mesut lieber schnell wieder zurück holen und die Fans so begeistern, wie in der letzten Spielzeit! Punkte: 5/10
Esteban Granero: Fleißiger Junge, der täglich hart für seine Einsätze arbeitet. Mourinho registriert dies, doch es reicht einfach nicht für die Stammelf. Spielte nur fünf Mal (119 Minuten) und auch nur in Spielen, in denen es um nichts mehr ging. Wie geht es weiter mit dem Piraten? Ein Winterwechsel schien nicht ausgeschlossen, doch „the Special One“ erklärte zuletzt, es werde keine Handlungen auf dem Wintertransfermarkt geben. Es kann nur aufwärts gehen. Punkte: 3/10
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Xabi Alonso: Madrids Mittelfelddirigent, natürlich auch in dieser Hinrunde. Unverzichtbar für die Mannschaft, Bindeglied zwischen Defensive und Offensive. Neben Casillas und Ramos der heimliche Anführer des Teams. Hat 15 von 16 Ligaspielen über die volle Distanz bestritten und traf einmal. Goldwert! Punkte: 9/10
Hamit Altintop: Die Verpflichtung Altintops weckte so manche Zweifel an Madrids Transferpolitik. Doch der Ergänzungsspieler erwies sich bislang als durchaus nützlich für José Mourinho. Ob nun als Rechtsverteidiger, Mittelfeldmann oder sogar Stürmer – der Routinier zeigte ordentliche Leistungen und spielte wirklich gut. Jüngst erzielte er in Sevilla sogar seinen ersten Treffer für die Königlichen. Punkte: 6/10
José Callejón: Der Canterano ließ besonders in den letzten Wochen die Herzen der Fans höher schlagen. Egal ob in Europas größtem Wettbewerb oder im Pokal gegen einen Drittligisten,
der Wirbelwind gab immer Gas. Die Belohnung: Tore satt und viele Sympathien, auch die von José Mourinho. Von Callejón kann man nur begeistert sein. Gemessen an der Ablösesumme (5 Mio. Euro) der beste Transfer des Sommers! Punkte: 9/10
Ángel Di María: Spritzig, schnell, technisch beschlagen – das ist Ángelito! In dieser Saison steigt die Formkurve des Argentiniers noch weiter nach oben, besonders als Vorlagen-König macht er auf sich aufmerksam. Allein in der Primera División legte er 14 Mal erfolgreich auf – stark! Glänzte in Sevilla auch als Spielmacher hinter der Spitze. Punkte: 9/10
Lass Diarra: Ein Gewinner der Hinrunde! Im Sommer noch liebäugelte der Franzose mit einem Abgang, blieb dann nach einem Gespräch mit Mourinho aber doch in der spanischen Hauptstadt und räumt nun kräftig und vor allem oft vor der eigenen Abwehr auf. Zum Ende der Hinserie klarer Stammspieler, ob auf der Sechser-Position oder als Aushilfe auf der rechten Abwehrseite. Der 26-Jährige ist
zuverlässig und für Mourinho nahezu unverzichtbar. „Lasst“ ihn am besten noch lange in Madrid! Punkte: 8/10
Cristiano Ronaldo: Pure Weltklasse. CR7 knüpfte an seinen Leistungen der unglaublichen Vorsaison an und steht wettbewerbsübergreifend in 22 Spielen mit 24 Toren (20 davon in der Liga) da. Zweifelsohne ist der 26-Jährige ein Erfolgsgarant! Leider war das wichtigste Spiel der Hinrunde, der Clásico gegen Barcelona, ein derart schwaches vom Portugiesen, dass ein wenig Kritik nicht ganz unberechtigt ist. Nichtsdestotrotz baut man in der Rückrunde auf ihn und seine Tore – hoffentlich dann auch gegen Barça. Punkte: 9/10
Karim Benzema: Was für ein Quantensprung! Mit Extraschichten in der Sommerpause legte er in der abgelaufenen Halbserie sensationelle Leistungen hin. Der Franzose ist das Sinnbild, wie es nach einem Durchhänger klappen kann, wieder in die richtige Spur zu kommen. In allen Wettbewerben schoss der 24-Jährige 13 Treffer in 22 Partien und hat die Nase im Kampf gegen Higuaín in der Spitze leicht vorne. Dazu gelang ihm nach 22 Sekunden der schnellste Clásico-Treffer in der Historie. Als Krönung gab‘s die Auszeichnung zu Frankreichs Fußballer des Jahres 2011. Besser hätten die letzten zwölf Monate für Benzema nicht laufen können. Punkte: 10/10
Gonzalo Higuaín: Viele sahen „el Pipita“ zu Saisonbeginn, auch aufgrund seiner schwachen Vorbereitung, als klaren Stürmer Nummer zwei. War er auch, bis sich Benzema verletzte und Higuaín eindrucksvoll zeigte, warum Mourinho lieber ihn aufstellen sollte. In 23 Spielen traf er 14 Mal ins Schwarze. Eine Menge Hattricks gelangen dem Argentinier, was ihn zum
effektivsten Stürmer der Liga machte. Mourinho hat im Sturm die Qual der Wahl, kann auf beide Topstürmer zählen, auch wenn Benzema im Augenblick ein Tick stärker ist. Punkte: 9/10
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Das Prunkstück der Merengues ist definitiv die Offensive! Oft erscheint es wichtiger, hinten die Null zu halten. Doch in Madrid kombiniert man diese These einfach mit einer anderen: „Immer ein Tor mehr als der Gegner schießen!“ Unglaublich, gerade einmal nach der halben Saison erzielten die Blancos in Meisterschaft, Königklasse und Pokal bereits 82 (!) Treffer. Mit solchen Werten muss dieses Jahr einfach mit Titeln gekrönt werden!
Wie sieht es personell aus? Der Sturm um Cristiano Ronaldo, Karim Benzema und Gonzalo Higuaín, wie man schon an den nackten Zahlen erkennen kann, verdient das Prädikat Weltklasse! Ebenfalls positiv aufgefallen sind Lass, José Callejón und auch ein Kaká, der seine Klasse endlich auch mal in Madrid aufblitzen ließ.
Die Enttäuschung der Hinrunde ist Mesut Özil, bei ihm kann und muss es einfach bergauf gehen.
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