Trainer bei Real Madrid zu sein, ist wohl einer der begehrtesten Jobs in der Fußballwelt, doch gleichzeitig hat derjenige, der diese Position inne hat, viel Arbeit mit noch mehr Erfolgsdruck vor sich. José Mourinho wird diesen Sommer diesen Kampf mit dem zweischneidigen Schwert antreten, doch bis dahin bleiben ihm noch 11 Urlaubstage, an denen er sich auf das erste harte Jahr in Madrid vorbereiten kann...
Über eine Woche ist es nun her, als José Mourinho bei Real Madrid als neuer Trainer vorgestellt wurde. Mit den Spielern seines neuen Teams hatte er in dieser Zeit noch sehr wenig Kontakt, da sie sich zum größten Teil bei ihren Nationalmannschaften befinden, um sich auf die anstehende Weltmeisterschaft in Südafrika vorzubereiten. Mourinho hat nun noch elf Tage Zeit, um sich zu erholen und sich mental auf den neuen Job in Spaniens Hauptstadt einzustellen.
Gestern machte sich der Portugiese nach seiner ersten Woche in Madrid deshalb auf den Weg nach Setúbal, um in seiner Heimat einen Kurzurlaub mit seiner Familie zu genießen. Anschließend will Mourinho wieder zurück nach Madrid kehren, um alle Vorkehrungen und Beobachtungen im Trainingszentrum zu vollziehen und sich ideal auf die anstehende Arbeit vorzubereiten.
Schon am Tag seiner Präsentation stellte Mou klar, dass er „100 Prozent in Madrid geben“ wird. Gesagt, getan: Seit dem vergangenen Montag, ist Mourinho mit seinen drei Assistenzcoachs, die er aus Mailand mitgebracht hat, dabei, seinen neuen Arbeitsplatz genauestens zu studieren und zu analysieren. Viele Stunden gingen bei Meetings mit allen Ebenen der Vereinsführung ins Land, um die Ziele und Vorhaben für die neue Spielzeit bis ins kleinste Detail zu planen. Angefangen bei Jorge Valdano, über diverse weitere Führungsmitglieder, bis hin zu den Kommunikationsmanagern, besprach er mit allen seine Ansichtsweisen genau.
Doch als Cheftrainer bei Real Madrid, stehen nicht nur die organisatorischen Anliegen auf dem Plan, sondern auch die Geschicke auf dem Trainingsplatz, liegen in Zukunft in der Hand des portugiesischen 'Meistermachers'. Die Dinge, die er in Valdebebas, seiner neuen Arbeitsstätte, vorfindet, bezeichnet er als „außerordentlich gut“, wobei er trotzdem einige kleinere Änderungen vornehmen wird. Beispielsweise wird im Trainingsgelände eine VIP-Zone eingerichtet, wozu nur Menschen mit besonderen Befugnissen, wie zum Beispiel die Familien der Akteure und natürlich Spieler und Trainer selbst Zutritt haben werden, um seinen Schützlingen besondere Ruhe zu gönnen.
Für Mourinho hat es indes oberste Priorität, dass er selbst alles in der Hand und die volle Kontrolle über seine Arbeit hat. So ist es nur er, der bestimmt, an welchen Tagen in der Woche trainiert wird und wie oft seine Spieler auf dem Platz zu erscheinen haben. Die sportliche Führung hat in Mourinhos Arbeit deshalb keinen Einfluss auf die Arbeit im Team. Der Portugiese legt auch wert darauf, dass er selbst bestimmen kann, wie hart die täglichen Einheiten werden bzw. wann er den Spielern Rahabilitationsphasen gönnen kann.
Ein weiterer Punkt, den Mourinho bei Real Madrid noch vorbereiten muss, ist die Zusammenarbeit mit der 'Cantera'. Zwar hat er sich bisher noch nicht mit den Trainern aus der Jugendabteilung zusammengesetzt, um über das Vorgehen in der nächsten Saison zu beraten, doch ist auch ihm klar, dass er auch den Nachwuchs mit in seine Planungen bei Real Madrid einbeziehen muss, was ihm beispielsweise bei Inter Mailand sehr gut gelungen ist. Rohdiamanten wie Sarabia oder Palanca könnten so eine Chance bei den 'Großen' bekommen und den Sprung schaffen..
Am 15. Juli ist Trainingsstart bei Real Madrid. Bis dahin hat José Mourinho aber noch Zeit und kann seine Arbeit mit den Stars in der kommenden Saison in Ruhe vorbereiten, wobei er gewohnt akribisch vorgeht. In spätestens einem Jahr wird man dann sehen, welche Früchte seine harte Arbeit in der ersten Saison bei den Blancos letztendlich trug...
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