Der vierte Neuzugang nach Nuri Sahin, Hamit Altintop und José Maria Callejon sollte eigentlich Fábio Coentrão sein. Jetzt aber hört man rein gar nichts mehr vom 23-jährigen Portugiesen, sondern liest in den Zeitungen nur noch vom brasilianischen Wunderkind Neymar Da Silva und dem französischen Defensivtalent Raphaël Varane. Hat Mourinho es sich doch noch anders überlegt?
Neymar hin, Varane her. Aber was ist jetzt eigentlich mit dem Transfer von Fábio Coentrão in die spanische Hauptstadt? Wochenlang berichtete Realmadrid.de von dem Poker um den Blondschopf aus Portugal, der mehrfach seine Absicht, zu den Königlichen wechseln zu wollen, öffentlich äußerte. Die spanischen Sportgazetten sprachen bereits von einem fixen Deal,
der schon letzte Woche offiziell gemacht werden sollte. Gespräche zwischen Florentino Pérez und dem Benfica-Präsidenten Luis Filipe Vieira sollen schon vor acht Tagen in den Büros des Santiago Bernabéu stattgefunden haben. Doch zu welchem Ergebnis ist man gekommen?
Hintergrund:
Treffen im Bernabéu - Coentrao-Deal vor Abschluss?
Es kann nicht normal sein, dass der Hype um den 23-Jährigen in den letzten Tagen so extrem untergegangen ist. Die portugiesische Sporttageszeitung „A Bola“ schrieb, dass man sich nur noch über das Gehalt des Linksverteidigers verständigen müsse, dennoch hätten sich die Vereine auf eine Ablösesumme von 25 Millionen Euro
plus den Real-Bankwärmer Royston Drenthe geeinigt. Dass sich dies aber als Ente herausstellte, bestätigte Drenthe gegenüber dem holländischen TV-Sender „Voetbal International“. Der junge Holländer weiß nichts von seinem Wechsel nach Lissabon: „Davon weiß ich wirklich nichts. Keiner hat sich bei mir gemeldet. Da ist definitiv nichts dran.“
Nach diesem Dementi stoßen die Experten natürlich auf Ratlosigkeit. Man tappt im Dunkeln, neue Erkenntnisse im Fall Coentrão gibt es nicht. Ist der so sichergeglaubte Deal doch noch geplatzt? Hat Mourinho es sich anders überlegt? Schließlich ist ein Transfer ja nicht zwingend nötig, hat man mit Marcelo doch schon einen idealen Linksverteidiger im Kader. Außerdem müsste man dann eine Menge Geld für Coentrão auf den Tisch legen. Möchte man dies lieber für Neymar investieren?
Der Optimismus scheint auch bei dem Spieler selbst verflogen zu sein, was auf all diese Spekulationen um einen doch noch gescheiterten Transfer hinweisen. Das Sportportal „Terra“ zitierte den 1,79 Meter großen Linksfuß gestern Abend mit folgenden Worten: „Egal wohin ich gehe, ich werde Benfica für alles dankbar sein und später irgendwann sicherlich zurückkehren. Aber es kann auch sein, dass ich gar nicht gehe, sondern bleibe. Wenn es Gott so will, bin ich am 27. Juni beim Trainingsauftakt dabei.“
Dazu:
Macht ein Transfer des Portugiesen wirklich Sinn?
Transferwirrwarr an der Concha Espina! Ist der Fall Coentrão die Ente des Sommers? Man erinnere sich an 2010, als der brasilianische Abwehrmann Maicon ebenfalls seine Wechselgedanken zu den Madrilenen öffentlich machte und der Deal letztendlich doch noch platzte. Realmadrid.de bleibt dran!
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