18.12.2011, 08:00
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„Wir haben unser Versprechen gehalten, wir sind Tabellenführer“

Beeindruckender hätte die Reaktion der Mannschaft nach der Clásico-Pleite am gestrigen Abend in Sevilla nicht sein können. Der 2:6-Erfolg im Pizjuán bedeutet mehr als nur Wiedergutmachung für die Niederlage gegen Barcelona. Man ist mit drei Zählern Vorsprung Tabellenführer und kann dies nun gebührend unter dem Weihnachtsbaum feiern. Besonders José Mourinho wirkte nach der Partie beruhigt und hochzufrieden, schließlich hatte er selbst nicht mit so einem Resultat und sechs Treffern seiner Mannschaft gerechnet...

„Wir haben unser Versprechen gehalten, wir sind Tabellenführer“

Orakel Mou hatte zugeschlagen, Madrid siegte wie von ihm erwartet - Foto: Realmadrid.com

„Ich habe erwartet, dass wir gewinnen, aber nicht so“

SEVILLA. Die Wiedergutmachung ist gelungen, Real Madrid darf sich mit drei Punkten Vorsprung wieder Tabellenführer nennen! Dass man gegen einen komplizierten Gegner und in einem echten Hexenkessel den Platz als Sieger verlassen konnte, ist wahrlich goldwert. José Mourinho erschien deshalb vollkommen zufrieden und glücklich im Pressesaal, schließlich hätte es nach der explosiven Anfangsphase der Hausherren und vor allem ohne die Glanzparaden von Casillas durchaus eine andere Partie werden können. „Wissen sie, ich habe einen Sieg meiner Mannschaft erwartet. Ich habe erwartet, dass wir zurück an die Spitze gelangen. Wir haben 16 der letzten 17 Spiele gewonnen und wir waren uns im Klaren, dass wir auch dieses Spiel gewinnen. Ich habe allerdings nicht erwartet, dass wir ein solches Ergebnis erzielen. Es macht mich glücklich, aber es ist nicht normal. Sevilla ist immer eine harte Nuss und schwer zu knacken und sicherlich haben wir Casillas nach diesen Weltklasse-Paraden die Führung zu verdanken, aber ich denke, dass jeder Spieler seine Leistung gebracht und zum Sieg beigetragen hat. Ich bin sehr zufrieden. Und ich habe mein Versprechen gehalten: Ich habe den Fans nach letztem Samstag gesagt, dass wir wieder Tabellenführer sein werden. Und jetzt sind wir es", so der 48-jährige Coach.

Zum Nachlesen:  Externer LinkDer Spielbericht zum Auswärtssieg in Sevilla

„Di María ist das beste Beispiel für unseren Teamspirit“

Sonderlob erhielten Ángel Di María, der erneut als Vorbereiter und Torjäger glänzte, und Raúl Albiol, der nach dem Platzverweis Pepes für Callejón ins Spiel kam: Das Team hat solide gespielt, vor allem nach dem Platzverweis kurz vor der Halbzeit. Ich hebe hier besonders Albiol vor, weil er seine Sache sehr gut gemacht hat und der Defensive Stabiliät verleihen konnte. So habe ich das erwartet. Mein Team hat sich aufgeopfert, das beste Beispiel dafür ist Di María. Seine Qualitäten kennt jeder, aber der Junge war unter der Woche in seiner Heimat, um seine Familie wegen eines Trauerfalles zu unterstützen und versicherte mir trotzdem, dass ich auf ihn zählen könne. Und jeder hat gesehen, wie er uns heute geholfen hat. Das unterstreicht diesen unglaublichen Teamspirit.

Eigentlich müsste Mou an dieser Stelle doch aber auch Cristiano Ronaldo zu einer tollen Leistung und einem weiteren Hattrick loben, oder etwa nicht? „Es ist normal für Ronaldo, dass er heute so spielte. Es ist normal, dass Ronaldo trifft und der Mannschaft hilft. Es ist aber auch normal, dass er Tage hat, an denen er nicht trifft. Er ist auch nur ein Mensch, erklärte „the Special One“ in Bezug auf den Clásico, bei dem sich sein Superstar nach zwei vergebenen Großchancen zur tragischen Figur des Abends entwickelte. „So ist eben Fußball“, meinte er.

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„Das war kein Glück, es war Können“

Abschließend ließ es sich Mourinho auch nicht nehmen, nochmals einen Kommentar über die Niederlage gegen den FC Barcelona zu verlieren. Der Portugiese sagte nach dem Clásico, dass man „schlichtweg kein Glück hatte, vor allem nicht beim 1:2, als Xavi ein abgefälschtes Tor erzielte." Spielte dieser Faktor nicht auch heute in Sevilla eine Rolle? Hatten die Andalusier einfach Pech, als sie vor dem gegnerischen Tor in einem überragenden Iker Casillas ihren Meister fanden? „Man muss zwischen Glück und Können unterscheiden, so der Trainer. Casillas rettete uns in Situationen, in denen das Spiel hätte kippen können. In Situationen, in denen das ganze sicherlich nicht auf ein 2:6 hätte hinauslaufen können. Aber das, meine Damen und Herren, lag an seinem Können. Es ist für mich kein Können, wenn ein Spieler den gegnerischen Spieler anschießt, dieser den Ball dann unglücklich abfälscht und der Ball auch noch über den Pfosten unhaltbar ins Tor kullert. Das ist für mich Glück! Wir hatten heute einen tollen Torhüter, der all seine Klasse unter Beweis stellen konnte und super Offensivkräfte, die vorne abgebrüht und effektiv waren. Das ist für mich Können!

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geschrieben von Kerry Hau

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