Der Schock sitzt tief! Im Vorfeld „zum heutigen Spieltag haben viele Madrilenen in ihren Statements zum finalen Sprint um die Meisterschaft Hoffnung aufblitzen lassen. ‚Bis zum letzten Moment kämpfen‘ und ‚die Hoffnung nicht aufgeben‘ hieß die Devise. Doch dann kam alles anders. Statt einem Patzer Barcas und der gewonnenen Meisterschaft ließ Real Madrid Federn, während die Katalanen den Ligatitel gen Himmel strecken durften!
Mit dem heutigen Remis ist die nächste titellose Saison perfekt. Und die Tatsache, dass die „Blancos“ dafür bekannt sind, sich von erfolgslosen Trainern zu trennen, lässt sofort neue Wechselgerüchte ihre Runde drehen. Muss Coach Pellegrini schon nach einer Spielzeit seine Sachen packen? Jorge Valdano lässt die Trainerfrage weiterhin unbeantwortet und bietet Sportgazzetten weiteren Spekulationsspielraum: „Nach dieser Saison werden wir uns zusammensetzen und diskutieren, wer unser Team nach der Sommerpause trainiert“. In den letzten Wochen war in Zeitung und TV zu lesen bzw. hören, dass José Mourinho als Pellegrini-Nachfolger an die Concha Espina gelotst werden soll. Der Argentinier dementierte auch dieses Gerücht nicht: „Wir werden uns mit dieser Entscheidung Zeit lassen, denn hier muss alles gut durchdacht sein. Mourinho hat im Moment andere Sachen, womit er sich beschäftigen muss, wie das Champions League-Finale“, sagte er und fuhr mit anderen Schlagzeilen fort, denn im Moment titeln ‚Marca‘, ‚as‘ und Co., der spanische Rekordmeister sei schon auf der nächsten Einkaufstour. Weltstars wie Tevez, Lampard, Silva oder Maicon sind heiß diskutiert. Doch Valdano stellte klar, dass der Großeinkauf des letzten Jahres nicht wiederholt wird: „Einkäufe in dieser Größe wird es sicher nicht geben, aber wir werden dort verpflichten, wo Bedarf ist“.
Trainer Manuel Pellegrini, der im Moment auf einem angesägten Ast sitzt, stellte sofort klar, dass das Jahr 2010 trotz der Tatsache, dass wieder mal keine Trophäe in die Vitrine gestellt werden kann, kein Schlechtes war: „Auch wenn wir nichts gewonnen haben, haben wir eine tolle Saison gespielt. Es war schwer, die ganze Saison über so konstant die Punkte zu sammeln und obwohl wir uns Barcelona geschlagen geben mussten, können wir zufrieden sein. Schwachstellen müssen ausgebessert werden und wir müssen noch hart arbeiten, aber diese Spielzeit war überraschend gut. Auch wenn kein Pokal gewonnen wurde, können wir stolz auf uns sein“, so der Chilene. Ende gut, Alles gut? Mitnichten. Denn der letzte Spieltag wird nicht in guter Erinnerung bleiben. Gegen Fast-Absteiger Malaga kam man nicht über ein 1:1 hinaus. „Malaga hat heute gut gespielt und nach vorne gearbeitet. Wir hatten in der zweiten Halbzeit die Chance, den Sieg einzutüten und haben oft das Tor einfach nicht getroffen. Doch da die Spieler wussten, wie es im Camp Nou steht, hingen die Köpfe und man war enttäuscht. Ich freue mich für unsere heutigen Gegner, denn sie haben den Klassenerhalt geschafft“.
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