Schritt für Schritt entwickelt sich Lass Diarra zurück zu dem wichtigen Spieler, der er in der Vergangenheit für das Team war. Beleg dafür war seine Clásico-Startelf-Nominierung, womit er seinen schärfsten Konkurrenten Sami Khedira auf die Bank verdrängte. Der Franzose gab sich im Interview mit Trikotsponsor bwin vor dem letzten Liga-Spiel des Jahres 2011 optimistisch. Nicht nur wolle man sich gut aus der Affäre ziehen, sondern man gehe ganz klar mit dem Ziel ins Spiel mit weiteren drei Punkten und der Tabellenführung zu überwintern.
Tippt auf einen Sieg seiner Madrilenen, Lass Diarra - Foto: Helios de la Rubia, Realmadrid.com
MADRID. Die Niederlage am letzten Spieltag gegen den FC Barcelona ist verdaut, die Chance dennoch mit einem klaren Drei-Punkte-Vorsprung das Jahr 2011 abzuschließen wartet morgen in Sevilla. Gegen die heimstarken Andalusier, die momentan auf dem fünften Platz rangieren, müssen die Königlichen nochmals die volle Konzentration und Spielstärke abrufen, will man das gesteckte Ziel erreichen. Auch Lassana Diarra weiß aus eigener Erfahrung, dass für die „Erstürmung“ des Sánchez-Pizjuán nochmal alle Kräfte mobilisiert werden müssen. „Sie sind immer vorne mit dabei und haben ein starkes Team. Mit ihren Fans im Rücken, sind sie brandgefährlich. Ich glaube aber, wenn wir mit der nötigen Ernsthaftigkeit an die Sache heran gehen, wie wir es bisher in unseren Auswärtsspielen zeigten, können wir gewinnen. Für uns wäre es eine sehr große Freude, könnten wir das Jahr 2012 als Tabellenführer beginnen. Wir hoffen alle, dass wir gegen Sevilla gewinnen und dann mit diesem Gefühl in die Pause gehen können. Dennoch ist es jetzt natürlich nicht ganz so wichtig Spitzenreiter zu sein wie zum Saisonende im Mai!“
Bei einem Sieg gegen den FC Barcelona hätte man derweil schon die Sektflaschen kalt stellen können. Im Fußball gibt es jedoch keine Konjunktive und so ist auch weiterhin „Patzen verboten“ angesagt. Den Glaube an den Titel hat in der Hauptstadt dabei niemand verloren, im Gegenteil: „Wir werden nun nach der Niederlage gegen Barça gar nichts ändern. Wir waren in den letzten zwei Jahren immer sehr nah dran die Liga für uns zu entscheiden. Ich hoffe wirklich, dass wir es dieses Jahr packen! Wir haben Selbstvertrauen und werden alles geben, damit wir am Ende ganz oben stehen.“
Der 26-Jährige, der erst gegen Atlético Madrid sein 100. Pflichtspiel-Jubiläum für die Merengues feierte, könnte sich nach eigenen Angaben auch gut vorstellen noch 200 weitere Partien dran zu hängen. Er fühle sich wohl. „Warum denn nicht? Ich bin hier sehr zufrieden und Madrid ist einer der besten Vereine der Welt, also würde ich doch mit Freude hier noch weitere 100 oder 200 Spiele bestreiten.”
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Abschließend kommentierte er die Leistungen Cristiano Ronaldos, der auch in dieser Saison wieder auf dem besten Weg ist, sich die Torjäger-Krone Europas zu sichern. In den ersten 15 Meisterschaftsspielen, netzte er glatte 17 Mal ein. Dazu kommen noch 3 Tore in 4 Champions League Duellen, 2 in der Supercopa und eines im Copa del Rey. Keine Frage, der Portugiese ist wieder auf der Pirsch. „Jeder kennt Cristiano Ronaldo, er ist einer der besten Spieler der Welt. In jedem Spiel zeigt er, dass er in dieser Saison selbst die 40-Tore aus der letzten egalisieren und sogar überbieten kann. Dennoch ist für uns und genauso für ihn der Erfolg im Kollektiv am wichtigsten. Wenn wir ihm darüber hinaus noch Tore auflegen können, so dass er wieder den Titel holt, werden wir das natürlich gerne machen.“
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