11.01.2012, 01:11
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„Wir spielten praktisch und pragmatisch, so geht‘s auch“

Kein Offensivspektakel, kein Augenschmaus – Real Madrid gewinnt völlig unspektakulär gegen den FC Málaga auswärts mit 0:1 und sicherte sich somit den Einzug ins Viertelfinale der Copa del Rey! Der werte Zuschauer vor dem Fernseher durfte sich zwar fragen, weshalb er überhaupt die Flimmerkiste eingeschaltete, wurde doch aber zumindest mit der Tatsache vertröstet, dass mit 99 prozentiger Wahrscheinlichkeit nun der FC Barcelona am kommenden Mittwoch auf die Königlichen warten wird. Auch José Mourinho musste auf der anschließenden Pressekonferenz zugeben, dass er schon bessere Spiele gesehen hat.

„Wir spielten praktisch und pragmatisch, so geht‘s auch“

War froh als der Schlusspfiff ertönte, Mourinho - Foto: Helios de la Rubia, Realmadrid.com

Zum Einschlafen: „Wir waren zu bequemlich und zu langsam“

MALAGA. Kaum Chancen, langweiliges Hin- und Hergeschiebe und wenig Highlights: Nein, es war wahrhaftig kein Spiel zum mietfiebern – eher zum Einschlafen! Dem Trainer konnte es egal sein, denn das Ziel wurde erfolgreich und vor allem kräfteschonend erreicht – der Einzug ins Viertelfinale der Copa del Rey! „In den vergangenen zwei Spielen erzielten wir acht Treffer und man hat uns beschuldigt, dass wir schlecht verteidigen. Heute waren wir resultatorientiert, praktisch und pragmatisch und so kann man auch gewinnen“, so der Portugiese in völlig nüchterner Manier auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Das Ziel war es in der ersten Halbzeit einen Treffer zu erzielen und Málaga zum Risiko zu zwingen. Aufgrund der Leistung des Gegners konnten wir diesen Plan nicht in die Tat umsetzten und zudem waren wir zu bequemlich und langsam. Nachher suchten wir nach anderen Möglichkeiten. Marcelo kam als Flügelspieler, aber er besitzt die nötigen Fähigkeiten für rasche Konterangriffe und Coentrão war nützlicher um zu verteidigen, denn der Gegner verfügte über zwei Mittelstürmer, Rondón und Van Nistelrooy. Wir brauchten schnellere Leute und wir haben unsere Aufgabe erfüllt, auch wenn das Tor aufgrund einer äußerst unglücklichen Aktion seitens des Torhüters fiel.“

Zum Spielbericht: Externer LinkMit Handbremse und Glückstor ins Viertelfinale

„Khedira hat sich nicht gravierend verletzt“

Und was will der Trainer nach solch einem Spiel der Presse eigentlich noch sagen? Tja, schlicht und einfach die Wahrheit: Dieses Spiel wird bestimmt nicht in die Annalen des Fußballs eingehen. „Wir haben nicht wirklich ein brillantes Spiel hingelegt, wir haben diese Runde gegen einen Gegner überstanden, der sehr gut spielte und sowohl das Hin- als auch das Rückspiel blendend vorbereitete. Hätten wir keinen Treffer erzielt, wäre es wahrscheinlich noch schwieriger geworden. Wir haben mit viel Einsatz gewonnen“, so die äußerst unspektakuläre Spielanalyse des „Special Ones“.

Zu guter Letzt gab es noch eine Entwarnung und freudige Botschaft an alle Sami Khedira Fans! Der deutsche Internationale sorgte für eines der, wenn auch unerfreulichen, Highlights des Spiels und musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden – der rechte Knöchel strich die Segel. „Wir können mit fast 100 prozentiger Wahrscheinlichkeit sagen, dass es nichts Gravierendes ist.“

Externer LinkTrikots und andere Fanartikel – sei für die Clásicos gewappnet! 

geschrieben von Gian Dominguez

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