23.11.2011, 12:08
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„Zu spielen war ein Traum, aber ich muss mich noch steigern“

Die Blicke der Zuschauer richteten sich bei diesem fünften Gruppenspiel gegen Dinamo Zagreb insbesondere auf Nuri Sahin. Sein erstes Spiel über 90 Minuten seit über einem halben Jahr stand auf dem Programm. Beim 6:2-Erfolg zeigte er zwar einen eher unauffälligen Auftritt, doch fielen dem neutralen Beobachter auch kaum Fehler auf. Trotzdem ging der Türke selbstkritisch mit sich ins Gericht, wenngleich er sich über seinen wahr gewordenen Traum freute.

„Zu spielen war ein Traum, aber ich muss mich noch steigern“

Das erste mal über 90 Minuten im Bernabéu, Sahin - Foto: Àngel Martínez, Realmadrid.com

Auf Leid und Reha folgen 90 Minuten

MADRID. Es war eine lange Leidenszeit, die Nuri Sahin seit seinem Wechsel im Sommer zu Real Madrid durchleben musste. Im April absolvierte er das letzte Pflichtspiel mit dem BVB, bis er sich ein knappes halbe Jahr mit immer wiederkehrenden Knieverletzungen rumplagen musste. Mit dem Fitnessraum und den Laufschuhen ging der Türke fortan eine wahrhafte Hassliebe ein. Doch gegen Osasuna Anfang November folgte dann endlich das langersehnte Comeback. 24 Minuten stand Sahin im weißen Dress auf dem Platz neben Xabi Alonso. Etwas nervös, jedoch überzeugend und glücklich absolvierte er die ersten Momente für Real Madrid. „Für Real Madrid ist es wichtig, jedes Spiel zu gewinnen. Wir haben eine sehr starke Mannschaft mit großer Qualität. Wir haben überzeugt und gut gespielt, was sehr wichtig ist“, so Sahins Einschätzung.

Am vergangenen Montag bestätigte Mourinho auf der Pressekonferenz vor dem Zagreb-Spiel endlich den ersten Einsatz des Mittelfeldspielers von Beginn an, weshalb er auch der ausgewählte Spieler war, Externer Linkder die Fragen der Journalisten im Pressesaal beantwortete. „Ich bin auf jeden Fall bereit, zu spielen. Ich kann jedem versichern, dass ich bereit und heiß darauf bin, morgen aufzulaufen,“ kündigte er an. Letztendlich reichte es dann sogar für 90 Minuten, was natürlich alle beteiligten sehr erfreute, nachdem man so lange auf den Einsatz des 10-Millionen-Mannes warten musste. „Wir alle freuen uns sehr, seine Verbesserung zu beobachten,“ erklärte beispielsweise Butragueño nach der Partie.

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„Das Knie hat gehalten, jetzt wartet noch viel Arbeit auf mich“

Der Türke war dementsprechend auch in der Mixed Zone ein gefragter Interviewpartner. „Es ist ein ganz wichtiger Tag für mich“, freute sich der Ex-Dortmunder. „Ich habe zum ersten Mal seit sechs Monaten 90 Minuten auf dem Platz gestanden. Ich bin aber noch nicht zu 100 Prozent fit und muss noch hart an mir arbeiten, um mein Spiel zu verbessern. Ich muss zugeben, dass ich heute Abend nicht sehr gut gespielt habe. Mir fehlte noch die Spritzigkeit und der Glaube. Wichtig ist aber, dass mein Knie keine Schmerzen bereitete. Die Fans kennen mich noch nicht sehr gut, ich hoffe, dass ich in den nächsten Wochen wieder auf mein altes Level zurückfinde und dann zeigen kann, zu was ich fähig bin.“ Zusammen mit Özil und Alonso bzw. Granero und Altintop sorgte er für Stabilität im Mittelfeld und leitete teils ordentliche Offensivaktionen ein, wenngleich die Zagreb-Angreifer kaum für Gefahr sorgen konnten. Zudem war er nach dem Abpfiff der Mann mit den meisten Ballkontakten und der sichersten Passquote auf dem Platz, Chapeau! „Wir haben sehr viele Tore geschossen. Natürlich war es einfach, nachdem wir nach acht Minuten bereits mit 3:0 führten. Es ist für jedes Kind ein Traum, für Real Madrid zu spielen, und so war es natürlich auch meiner."

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geschrieben von Marcel Hildmann

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