In weniger als 48 Stunden rollt für die “Blancos” zum ersten Mal wieder der Ball in der Liga BBVA. Der Start zur ausgerufenen Titelsaison könnte jedoch schöner nicht sein, so fliegen die Kicker auf die Ferieninsel Mallorca, wo den Spielern im San Moix wohl eine sanfte Urlaubsbriese um die Nasen wehen dürfte. Dennoch, der nötige Ernst sollte aufgebracht werden, stehen neben drei Punkten auch ein geglückter Beginn auf dem Spiel. Xabi Alonso machte auf seiner heutigen Pressekonferenz in Valdebebas deutlich, dass das Team vorbereitet ist und sich langsam aber sicher an die Vorgaben des neuen Trainers gewöhnt...
Was war sie schwer und unwegsam, die liebe Vorbereitung. Die Akteure trudelten erst langsam ein, als sie dann vollzählig zur Verfügung standen, durften sie auch schon wieder abreisen und bevor Mourinho sein Taktikboard auspackte, standen die Verletzten auch schon Schlange. Wahrlich kein Zuckerschlecken für den Startrainer, aber wie er so schön sagte,
„Madrid weint nicht“, also geht´s ohne Murren los! Auch Alonso führte zu Beginn noch einmal kurz die widrigen Umstände der „Pretemporada“ an. „Nach der Weltmeisterschaft kamen wir erst spät zur Mannschaft und müssen erst wieder unsere Form finden. Auch der Trainer braucht noch seine Zeit, um seine Ideen an uns zu vermitteln, aber Schritt für Schritt sollte dies gelingen. Wir benötigen jetzt den Wettbewerb, um unseren Rhythmus zu finden.“ so der Weltmeister.
Ob Frühform, oder Spätform, im Trikot der „Königlichen“ zählt nur der Sieg.
Was sein Teamkollege Sergio Ramos gestern so treffend auf den Punkt brachte, konnte Alonso nicht verneinen. „Der Sieg, das Gewinnen ist das, was wir benötigen und was hier bei Madrid zählt. Wir haben einen harten Kalender vor uns und werden jeden dritten Tag spielen müssen und gegen Mallorca geht es los.“
Damit der Einstieg in die neue Saison kein Debakel wird, gilt es alle Konzentration aufzubieten. „Wir müssen gewinnen und ein gutes Bild abgeben. Wir haben jetzt gut gearbeitet, wenn wir auch noch nicht am Ende des Weges sind, aber wir dürfen uns zu Beginn keinen Ausrutscher leisten, um nicht direkt negativ in die Spielzeit zu starten.“
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Zur gestrigen Champions League Auslosung, die bereits von den Funktionären
Pardeza und Butragueño analysiert wurde, wollte er sich nicht wertend äußern. Ob Milan, Chelsea, oder Inter, wie immer zählen nur der Sieg und das Weiterkommen! „Ich kann gar nicht sagen, ob es eine gute, oder schlechte Auslosung war. Wir denken nur an Mallorca, es wird danach noch Zeit genug geben, um sich mit der Königklasse auseinander zu setzen und darüber zu sprechen.“
Über seinen neuen Vorgesetzten Mourinho fand er nur lobende Worte, ebenso vermied er diplomatisch geschickt jeden Vergleich mit Manuel Pellegrini, dem Trainer des letzten Jahres. „Beide haben ihre Methoden, aber Mourinho hat eine sehr spezielle Idee wie er im Kollektiv trainieren lässt. Er bevorzugt wirklich das Team und die Stimmung und so lassen sich die besten Resultate erzielen. Er hat wirklich sehr klare Ideen auf dem Spielfeld, aber auch Abseits spielt er sein Spiel, auch wenn dies keine Verantwortung von den Spielern nimmt.“
Ruhig und bescheiden antwortete er auf die Frage, welche Rolle ihm im Konzept des Portugiesen zufällt. „Ich soll dem Team eine gewisse Balance geben und den Ball schnell zirkulieren lassen, die Partie kontrollieren und Stabilität im Zentrum geben. Es ist also nicht viel anders, als das, was ich bisher tat.“
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Eine weitere Verstärkung für die Kreativabteilung der Offensive stellt Sergio Canales dar. Dem Youngster, der es dem Coach so angetan hat, dass er nach wenigen Tagen von einer Ausleihe des Linksfußes nichts mehr wissen wollte, prognostiziert er eine große Zukunft. „Canales ist sehr authentisch, sehr nett und passt sich schnell an. Er hat große Lust zu lernen und verfügt darüber hinaus bereits über eine große Qualität und Spielübersicht. Er ist noch sehr jung, aber hat Glück gehabt, dass er bei Real Madrid gelandet ist, wo er die Zukunft vor sich hat.“
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