| Racing Santander | vs | Real Madrid |
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| Die Aufstellungen | ||
|---|---|---|
| Toño - Francis |
Casillas - Arbeloa, Carvalho |
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| Auf der Auswechselbank | ||
| Fernández, Cisma, Osmar, Adrián |
Adán, Raúl Albiol, Sergio Ramos, Granero, Di María, Kaká, Higuaín | |
| Die Trainer | ||
| González | José Mourinho | |
| So fielen die Tore | ||
| Fehlanzeige | Fehlanzeige | |
| Stadion: | El Sardinero |
|---|---|
| Anstoß: | 21.09.2011 20:00 Uhr |
| Schiedsrichter: | David Fernández Borbalán |
| Assistenen: | unbekannt |
| Zuschauer: | 18870 |
SANTANDER. Die Schlappe in Valencia bei UD Levante war sicherlich noch im Kopf und schon stand die nächste wichtige Partie vor der Tür. Die Königlichen aus Madrid waren zu Gast bei den ebenfalls „royalen“ aus Santander. Zeit für Wiedergutmachung, da waren sich alle Beteiligten einig. Doch diese Beteiligten wurden von Mourinho kräftig umgestellt, geschont oder fehlten ganz. Für die Ausfälle in Form von Pepe, Coentrão und Khedira durften Diarra und die Neuzugänge Callejón und Varane ran, letzterer übrigens mit einer mehr als souveränen Partie. Sergio Ramos und Ángel Di María erhielten ebenfalls eine Verschnaufpause.
Auf die leichte Schulter wollte man den Vorletzten der Liga jedoch nicht nehmen – und dieser zeigte sich gleichermaßen wenig ehrfurchtsvoll vor dem Giganten aus Madrid. Trainer Héctor Cúper wusste von einem nicht unbesiegbaren Real und erteilte seinen Mannen ähnliche Anweisungen wie Levante-Coach Juan Ignacio am Sonntag: als Team kämpfen, hinten mauern, flott nach vorne!
Was den Wasserstand anging, schien die Partie im Vorfeld an Feuer, Erwartungen und Spannung überzulaufen…das war es aber auch schon! Halbzeit eins war zum Vergessen. Real kam selten ins Spiel, Kombinationen wurden durch gezielte Attacken früh unterbunden. Ronaldo und Özil sah man den Frust angesichts ihrer Erfolg- und Glücklosigkeit früh an, Callejón bemüht aber blass und Benzema tat einem vorne gegen die Terrier aus Santander ebenfalls leid. Dafür fielen andere positiv auf – die Erfahrenen und Kämpfer: Xabi Alonso (übrigens im 100. Spiel für Real!), Ricardo Carvalho und Lassana Diarra hielten unbeeindruckt dem „Widerstand“ der Kantabrier stand. Ein „Widerstand“, der sich am Freibeuter-Motto „entern und kentern“ orientierte: Hinten geschlossen stehen und überraschungsmäßig attackierend nach vorne.
Nach 45 Minuten standen Chancen für beide Teams auf dem Deckel. Santander mit wenigen aber vermutlich den qualitativ hochwertigeren, Madrid dafür überlegen in der Quantität. Dennoch Zero-Zero. Es roch nach Levante, es roch nach Sensation – gleichbedeutend mit einer möglichen Saisonvorentscheidung?! Mourinho war gefragt, die Kabine gehörte ihm. Die Kabine, in der Callejón blieb – Di María sollte für ihn auf der rechten Seite wirbeln.
Plötzlich funktionierte es besser. Real lief nicht mehr nur blind gegen die grün-weiße Wand an, es boten sich viel mehr Anspielstationen – auch dank der offensiveren Außenverteidiger Arbeloa und Marcelo. Der wuselige Argentinier Di María belebte das Spiel zudem am Effektivsten. Im Gegensatz dazu CR7. Der versuchte, das erste Tor des Spiels selbst zu erzwingen. Der Portugiese sah sich aber auch stets einiger widerspenstiger Leibwächter entgegengesetzt. Racing, bei denen Trainer Cúper mittlerweile zu den Auffälligsten gehörte, stellte sich noch tiefer und hoffte auf weitere Konter gegen das weit aufgerückte Madrid. Das riskierte zwar mehr, blieb aber tor- und hochkaräterlos. Schiri Borbalán zog in der Folge ein paar gelbe Spielkarten und Mourinho die letzten beiden Joker: Nach 70 Minuten kamen Higuaín für den ideenlosen Özil und Kaká für den einsatzfreudigen, aber gelb-rot gefährdeten Lass.
Die königliche, wuterfüllte Sturmwelle war längst am Laufen. Die ebenfalls königliche Festung Santanders bröckelte. Mourinho nervös und griesgrämig am Spielfeldrand. Was in ihm wohl vor ging? Racing setzte immer mehr zu Sensen an, kämpfte um jeden Ball – egal welches Madrider Körperteil im Weg stand. Mit dem zweiten Saisonpunkt wär man beim Tabellenvorletzten höchst zufrieden, das wussten das Publikum ebenfalls wie das Star-Ensemble aus der Hauptstadt. Und die Uhr tickte gnadenlos herunter. Fünf Minuten Nachspielzeit aufgrund der vielen Unterbrechungen. Gefühlte 20 Mann am Strafraum der Hausherren. Varane stoppte hinten alles. Kaká, Higuaín, Ronaldo – jeder versuchte es, sie alle scheiterten. Das Spiel endete wie es begann: Null zu Null.
Operation Wiedergutmachung ist gescheitert. Die nächste Überraschung der Saison stand fest und bedeutete gleichermaßen eine herbe Enttäuschung und einen Rückschlag im Kampf um Ligaplatz Eins. Doch darum sollte in diesen Tagen eh nicht geredet werden. Zu sehr wird noch auf Barca geschielt, das im Anschluss des Spiels gegen Tabellenführer Valencia auflief. Die eigenen Nasen gilt es zu greifen. Dass es Mannschaften gibt, die gegen Real Madrid mit Mann und Maus mauern, dürfte keinem eine Überraschung gewesen sein. Zu traurig ist es, dass man dagegen weder ein spielerisches Mittel noch ein Mittel durch eine Einzelaktion oder einen Standard findet.
Mit dem torlosen Remis gegen Racing Santander ist nicht nur eine Siegesserie von zuletzt 12 gewonnenen Ligaspielen unter der Woche gerissen, sondern auch vorerst jegliche Hoffnungen und Ambitionen auf einen Sturm an die Tabellenspitze und den damit verbundenen Zauberfußball, wie man ihn aus der Vorbereitung oder der Supercopa kennt. Eine Sache ist klar: Die kommenden Tage werden interessant, sehr interessant. Wie wird Mourinho reagieren,wie will er das Team für Samstag daheim gegen Vallecano in die Spur bekommen? Fragen über Fragen,
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