| Real Madrid | vs | Dinamo Zagreb |
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6:2 (4:0) | ![]() |
| Die Aufstellungen | ||
|---|---|---|
| Adán - Coentrão, Sergio Ramos (46. Raúl Albiol), Varane, Lass - Sahin, Xabi Alonso (46. Granero), Benzema, Özil (46. Altintop), Callejón - Higuaín | Kelava - Ibanez, Tonel, Vida (63. ERROR!), Cufré |
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| Auf der Auswechselbank | ||
| Casillas, Raúl Albiol, Pepe, Khedira, Granero, Altintop, Ronaldo | Loncaric, Leko, Krstanovic, Tomecak, ??, Pokrivac, Rukavina | |
| Die Trainer | ||
| José Mourinho | Jurcic | |
| So fielen die Tore | ||
| 1:0Karim Benzema2. Min. 2:0José Callejón6. Min. 3:0Gonzalo Higuaín9. Min. 4:0Mesut Özil20. Min. 5:0José Callejón49. Min. 6:0Karim Benzema66. Min. |
6:1Beciraj81. Min. 6:2Tomecak90. Min. |
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| Stadion: | Santiago Bernabéu |
|---|---|
| Anstoß: | 22.11.2011 20:45 Uhr |
| Schiedsrichter: | Alan Kelly |
| Assistenen: | unbekannt |
| Zuschauer: | 73000 |
MADRID. Heute Abend kam jeder Madridista auf seine Kosten – auch ohne Cristiano Ronaldo spielen zu sehen. Der Portugiese saß nämlich 90 Minuten draußen und wurde von José Mourinho für das anstehende Stadtderby am Samstag gegen Atlético Madrid geschont. Es ist auch überhaupt nicht notwendig gewesen, den Superstar einzuwechseln, schließlich stand es nach zehn Minuten bereits 3:0 für die Spanier. Neben „CR7“ bekamen auch Casillas, Pepe und Khedira eine Pause. Akteure wie Kaká, Marcelo oder Arbeloa standen aufgrund von Verletzungen nicht einmal im Kader. Dass jedoch diejenigen, die ihre Chance von Beginn an erhielten, große Qualität und Motivation besitzen, wurde heute einmal mehr unter Beweis gestellt. Und: Nuri Sahin gab wie erwartet sein Startelf-Debüt für die Merengues. „Wir wollen einigen Spielern eine Pause gönnen und rotieren, doch das soll nicht heißen, dass die Fans etwas verpassen. Wir werden ihnen genauso viele Tore wie zuletzt bescheren“, versprach Mourinho. Er hielt sein Wort.
Im Detail:
Der Vorbericht zum Nachlesen
In Spanien ist es ja nicht unüblich, dass viele Zuschauer erst kurz nach dem Anpfiff eintrudeln. So war es am heutigen Dienstagabend durchaus möglich, dass der eine oder andere Schaulustige den ersten Treffer verpasste. Nach nicht einmal zwei Minuten zappelte das runde Leder nämlich schon im Netz. Zugeschlagen hatte Karim Benzema, der über die linke Außenbahn glänzend mit Mesut Özil kombinierte und die erste Chance des Spiels aus kurze Distanz vor dem Tor eiskalt verwertete. Diese überfallartigen Anfangsphasen scheinen in dieser Saison zum Winner-Rezept Mourinhos zu gehören. Die Gäste aus Zagreb, die auf Unterstützung der zahlreich mitgereisten Fans aus Kroatien zählen durften, waren durch das Gegentor vollkommen überrumpelt. Die beiden weiteren Tore der Königlichen gaben Dinamo dann völlig den Todesstoß. In der 6. Minute traf Youngster José Callejón aus rund 20 Metern nach Zuspiel des starken Franzosen Benzema. Zagrebs Schlussmann Kelava musste dann wiederum vier Minuten später den nächsten Ball aus dem Netz fischen. Gonzalo Higuaín, der zum ersten Mal in dieser Saison zusammen mit Benzema auf Torejagd ging, demonstrierte erneut, welche Coolness er vor dem Kasten besitzt. Über Rechtsaußen von Lass freigespielt, verlud der Argentinier einen Abwehrspieler an der Außenlinie und chippte das Spielgerät gekonnt über den herauseilenden Kelava in die Maschen. Pure Weltklasse, das Bernabéu bebte und Dinamos Trainer Krunoslav Jurcic traute seinen Augen nicht! Mourinho hingegen nahm die Gala-Vorstellung seiner Truppe lässig hin – so, als hätte er es schon vorher gewusst...
Die Partie war entschieden, doch Mesut Özil setzte im ersten Durchgang noch einen drauf. Der deutsche Mittelfeldmann, der in der Halbzeit für Hamit Altintop den Platz verließ, krönte eine super Leistung mit dem 4:0. Kelava parierte einen Schuss von Higuaín, Özil schaltete am schnellsten, blieb gegen zwei Gegenspieler ruhig und schob die Kugel locker mit dem schwächeren rechten Fuß ins Eck. Und was machte bei all den Toren eigentlich der Debütant Nuri Sahin? Direkt beteiligt war der Türke an keinem Treffer. Man merkte dem jungen Mittelfeldregisseur, der zunächst neben Xabi Alonso, in der zweiten Hälfte dann neben Esteban Granero spielte, an, dass er keinen Fehler machen wollte. Durch die lange Verletzung ist natürlich schnell klar geworden, dass der 22-Jährige noch nicht wieder voll auf der Höhe ist und noch einige Spiele benötigt, um seine Hochform zu finden. Dennoch integrierte sich die Nummer 5 schnell ins System der Königlichen und agierte 90 Minuten problemlos.
Vor dem Pausenpfiff hatten Coentrão und Benzema noch Chancen, die Führung auszubauen, doch letztlich blieb es zur Halbzeit beim 4:0. Mourinho wechselte drei Mal, brachte neben den genannten Altintop und Granero noch Raúl Albiol für Kapitän Sergio Ramos. Higuaín wurde nun die Ehre zuteil, die königliche Binde zu tragen. Und das Spiel der Blancos wurde auch im zweiten Abschnitt der Begegnung noch einmal königlich: Callejón traf in der 49. Minute zum zweiten Mal und bestätigte seine gute Leistung. Das Tor des Abends war aber vermutlich das 6:0, welches Benzema nach Traumkombination mit Higuaín erzielte. Der Franzose spielte Doppelpass mit dem Argentinier – das Galaktische daran: Pipita leitete die Kugel mit der Hacke zu seinem Sturmpartner weiter, der dann cool abschloss und wie Callejón ebenfalls einen Doppelpack schnürte.
Dieser Benzema und dieser Callejón. Zweifelsohne waren diese beiden Offensivkräfte die überragenden Spieler dieser Partie. Beide hatten sogar noch zwei großartige Möglichkeiten: Benzema traf per Weltklasse-Seitfallzieher leider nur die Latte, ansonsten wäre es wohl das Tor des Jahres geworden und Callejóns Lupfer wurde noch gerade so von Dinamos Bestem, Kelava, entschärft. Durchaus wäre ein zweistelliges Ergebnis im Bereich des Möglichen gewesen, aber zum Schluss der eigentlich hervorragenden Leistung des Mou-Teams schlich sich doch noch mal der Schlendrian in der Hintermannschaft ein. ein: Varane (bis dato fehlerfrei) und Albiol sahen bei beiden Gegentreffern in der 81. aus Minute 81 durch Beqiraj und Minute 90 durch Tomecak nicht sonderlich gut aus. Ob die beiden ersten Gegentore den Taktik-Fuchs Mourinho ärgern? Die 73.000 Zuschauer – auch die Zagreb-Fans, die die beiden Treffer ihrer Jungs wie einen Pokalgewinn bejubelten – waren mit dieser Vorstellung heute Abend jedenfalls rundum zufrieden. Das Stadtderby gegen Atlético kann definitiv kommen!
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