Die Gegenwart bringt Real Madrid-Spieler wie Figo, Beckham, Zidane und Ronaldo und mit ihnen den Europapokalsieg Nummer 9. Weiter kommt es zu großen Änderungen in der Infrastruktur – und nicht zu vergessen ist die Errichtung und Einweihung der Ciudad de Valdebebas, das Sportzentrum schlechthin.
Mit einem 5:0 im eigenen Stadion gegen Alaves krönte sich Real Madrid zum 22. Male zum spanischen Meister. Über 500.000 begeisterte Fans feierten in den Staßen Madrids diesen Titel.
Am 9. Juli streifte sich Zinedine Zidane erstmals das weiße Dress über. Ein stolzer Ehrenpräsident Alfredo Di Stéfano begrüßte den Franzosen in den Reihen der weltbesten Spieler. Ein weiterer Titel für die Sammlung wurde durch ein 4:1 nach Hin- und Rückspiel in der Supercopa de España gegen Saragossa eingefahren.
Zu guter Letzt wurde Luis Figo zum FIFA World Player 2001 gekürt, Raúl González belegte den dritten Platz hinter David Beckham.
100 Jahre Real Madrid, Feiern überall! Leider verpasste die Mannschaft als Höhepunkt der Feiern den Gewinn der Copa del Rey. Im eigenen Stadion unterlag man Deportivo La Coruña mit 1:2.
Neuerlich errang die Mannschaft den Europapokalsieg. Diesmal siegte man gegen Bayer Leverkusen mit 2:1 durch Tore von Raúl und Zidane. Gespielt wurde bereits zum zweiten Male im Hampden Park zu Glasgow.
Im August gewann Real Madrid den einzigen, noch fehlenden, großen Titel. In Monaco kam es im Rahmen des Europäischen Supercups zum Aufeinandertreffen mit Feyenoord Rotterdam. In einem Lehrspiel siegten die Weißen mit 3:1 durch Tore von Roberto Carlos (2) und Guti bei einem Gegentreffer von Van Hooijdonk. Nach den verlorenen Finalspielen von 1998 und 2000 gegen Chelsea und Galatasaray wanderte der Pokal nun endlich nach Madrid.
Am darauffolgenden Tag, dem 31. August 2002, traf Ronaldo bei Real ein. Neben Luis Figo 2000 und Zidane 2001 sollte damit ein weiterer Weltstar in den Reihen Reals spielen.
Im japanischen Yokohama gewann Real nach den Siegen gegen Penarol (1960) und gegen Vasco da Gama (1998) bereits zum dritten Mal den Weltpokal. Die paraguayische Mannschaft von Olimpia Asunción muss die Überlegenheit der Spanier eingestehen und das klare 2:0 anerkennen. Ein weiteres Juwel wird erworben: David Beckham. Der Kapitän der englischen Nationalmannschaft stößt im Juli des Jahres 2003 zu den Madrilenen. Bereits einige Tage später konnte Beckham den Gewinn der 7. Supercopa de España mitfeiern.
Am 12. Mai 2004 erfolgte die Grundsteinlegung für die zukünftige Ciudad del Real Madrid. In einem Festakt im Park von Valdebebas wurde der Öffentlichkeit unter Beisein der wichtigsten Personen aus Sport, Politik und Wirtschaft die erste Phase des Projektes, die „zona deportiva“, präsentiert.
Zwei Wochen danach stellte man José Antonio Camacho als neuen Trainer der nächsten beiden Saisonen vor.
Am 11. Juli 2004 wurde Florentino Pérez als Präsident wiedergewählt. 31.007 Mitglieder (das sind 47,56% aller Wahlberechtigten) gaben ihre Stimmen ab.
Am vorletzten Tag des Jahres stellte man mit Vanderlei Luxemburgo den neuen Trainer vor. Seine vier Schlagworte waren Disziplin, Gemeinschaft, Kampf und Professionalität.
Der 26. Juni 2006 gilt als einer der unvergesslichen Tage in der Geschichte von Real Madrid. Die Basketballer von Real Madrid werden Meister in der Liga ACB durch den Sieg im fünften Spiel der Finalserie gegen TAU mit 70:69. Eine Minute vor Spielschluß lagen die Mannen um Maljkovic noch 8 Punkte zurück….
Und vor 57.326 Zuschauern im Santiago Bernabeu kämpfte sich Real Madrid Castilla mit einem Sieg gegen Conquense nach dem Abstieg von 1997 aus der Segunda División B wieder zurück in die Segunda División.
Mit Sergio Ramos wird im August die Verpflichtung eines der talentiertesten jungen Spieler perfekt. Der aus Sevilla stammende Ramos unterzeichnete einen Vertrag für acht Saisons.
Überraschung bringt der Rücktritt von Präsident Florentino Pérez zu Beginn des Jahres 2006 nach fünfeinhalb Jahren Amtszeit. Unter seiner Präsidentschaft erreichte der Verein zwei Meistertitel, einen Europapokalsieg, einen Interkontinentalsieg, zwei Supercopas de España und einen Superpokalsieg in Europa.
Im Mai wurde das Estadio Alfredo Di Stéfano in der Ciudad Real Madrid mit einem Spiel zwischen Real Madrid und Stade de Reims eröffnet. Unter Vorsitz des Ehrenpräsidenten Di Stefano siegt Real mit 6:1.
Am 2. Juli 2006 wird Ramón Calderón zum neuen Präsidenten gewählt. Er siegte mit 8.344 Stimmen, während Juan Palacios Zweiter mit 8.098 Stimmen wurde. Die Wahl war wegen der Annullierung der 10.500 per Briefwahl abgegebenen Stimmen äußerst umstritten. Die Rolle des Sportdirektors übernahm der Montenegriner und ehemalige Spieler Predrag Mijatovic.
Wie versprochen, erfolgen bald danach wertvolle Neuverpflichtungen: Emerson, Diarra, Cannavaro, van Nistelroy und Reyes. Spieler, die für den Gewinn des Meistertitels wichtig waren. Van Nistelroy wurde außerdem mit 24 Toren Torschützenkönig.
Madrid trauert um Ferenc Puskas Biro, der am 17. November 2006 nach langer und schwerer Krankheit gestorben war. Puskas, geboren in Budapest am 2. April 1927, spielte zwischen 1958 und 1967 für Real Madrid. Er gewann dabei fünfmal die Meisterschaft und dreimal den Europapokal.
Einige Tage später erhielt Real Madrid von FIFA-Präsident Blatter das Goldene und brillantene Ehrenzeichen verliehen, welches Ehrenpräsident Di Stefano stolz entgegen nahm.
Die Basketballer errangen im April 2007 den ersten Titel des Vereines in diesem Jahr, den ULEB-Pokal, im Finale gegen Lietuvos Rytas.
In den letzten Frühlingstagen brach Ramón Calderón nach Brüssel auf, um eine weitere Tür nach Europa zu öffnen und dem Europäischen Parlament die Gründung der „Asociación de Amigos del Real Madrid“, der Vereinigung der Freunde Real Madrids, bekanntzugeben. Der Sinn und Zweck dieser Vereinigung ist einfach erklärt – das Bekenntnis der gemeinsamen Leidenschaft zu Real Madrid
In diesen Tagen wurde auch eine Ausstellung über Real Madrid und seine Stellung in Europa und der ganzen Welt eröffnet. Wenig später erhielt Präsident Calderón von Präsident José Manuel Durao Barroso seitens der Europäischen Union das Ehrenzeichen in Gold und Brillanten überreicht.
Mit einem epischen Sieg im letzten Liga-Spiel gegen Mallorca (3:1), konnte man den Spanischen Meistertitel erringen und knüpfte an die Auszeichnung “Bester Klub des 20. Jahrhunderts“ an.
Und eine Woche später vollbrachten die Basketballer das Kunststück, zum 30. Male den Meistertitel zu erringen und sich Meister der Liga ACB zu nennen.
Die Saison 2007/08 begann man mit einem neuen Projekt unter der Leitung vom Deutschen Bernd Schuster. Ebenso wurden zahlreiche Spieler, wie Heinze, Robben, Sneijder, Drenthe, Saviola und Metzelder verpflichtet, um den Meistertitel aus dem Vorjahr zu bestätigen. Von Beginn an zeigte das Schuster-Team, wer den Titel unbedingt gewinnen will. Bereits am zweiten Spieltag konnte man Villarreal auswärts mit 0:5 deklassieren. Ein klarer Fingerzeig für die restliche Saison.
Real Madrid stellte in dieser Saison zahlreiche Rekorde ein. Man war das Team mit den meist erzielten Toren (84) und das defensiv stärkste Team mit nur 36 kassierten Treffern. Ebenso schaffte man es mit sagenhaften 85 Punkten, einen Punkterekord in der Liga aufzustellen. Ganz besonders frappierend war allerdings der Abstand den man auf den Erzrivalen aus Barcelona herstellen konnte: ganze 18 Punkte Differenz konnte man herausspielen.
Nachdem man die Meisterschaft zweimal hintereinander gewann, konnte Madrid im Sommer 2008 den Spanischen Supercup gegen den FC Valencia gewinnen. Wiederum zeigte der Titel vor allem die mentale Stärke des Teams auf. Das Hinspiel im Mestalla-Stadion gewannen die „Valencianos“ mit 3:2. Für Real traf Van Nistelrooy doppelt. Somit musste die Entscheidung im Santiago Bernabeu fallen. Es sollte wie so oft ein Spektakel werden. Madrid gewann das Spiel mit 4:2. Dabei schossen die „Blancos“ 3 ihrer Tore mit nur 9 Mann auf dem Feld!
So gut die Saison auch anfing, Madrid durchlebte eine durchwachsene Spielzeit mit mehr Schatten als Licht. Die erste Reaktion war die Beurlaubung von Bernd Schuster. Der Ex-Coach vom FC Sevilla Juande Ramos übernahm ab dem 9.12.2009 für die letzten 6 Monate das Ruder und es sollte eine erfolgreiche Zeit anbrechen. In den 27 Partien unter Ramos konnte Madrid 16 Siege einfahren. Dennoch schied man in der Champions League enttäuschend gegen den FC Liverpool aus und konnte auch in der Meisterschaft dem überragenden FC Barcelona keine Paroli bieten.
Am 16. Januar folgte dann der Wechsel auf dem Führungsstuhl. Nach Manipulations-Beschuldigungen und unter dem Druck der Öffentlichkeit bzw. seines eigenen Vorstandes, nahm Präsident Ramón Calderón seinen Hut und Vicente Bolulda Fos übernahm kommissarisch die Geschicke des Vereins.
Nach dem institutionellen Chaos und einer ohne Titel beendeten Saison, standen die Wahlen zur Präsidentschaft im Fokus des Geschehens. Dabei kandidierte Florentino Pérez, der bereits von 2000 bis 2006 dieses Amt ausübte. Bereits im Vorfeld kristallisierte sich Pérez als Top-Favorit heraus, sodass es kaum überraschend war, dass seine Gegner ihre Kandidatur zurückzogen. Ohne den „Prozess der Urne“ kehrte Pérez am 1. Juni 2009 als Präsident der Königlichen zurück. Mit dem Motto „Vuelve la Ilusión“ (dt.: „es kehre die Ilusion zurück“), schaffte es Pérez die Massen hinter sich zu bringen und ihnen neuen Hoffnung zu geben. Dabei versprach er den Aufbau eines spektakulären Teams, welches die Fans zum Träumen bringen soll. Kurz nach Amtsantritt stellte er sein offizielles Team vor, in dem auch alte Bekannte zu finden waren. So wurde Jorge Valdano, der in der vorherigen Zeit jegliches Amt im Verein durchlief, zum Generaldirektor berufen. Auch Zinédine Zidane kehrte zurück! Der einstige „Galaktische“ wird Berater des Präsidenten. Bereits kurze Zeit nach dem Amtsantritt konnte Pérez ein Teil seines Versprechens einlösen. Der erste Neuzugang war kein geringerer als Ricardo Kaká, Weltfußballer von 2007! Kurz darauf erfolgte der teuerste Transfer aller Zeiten, es kam Cristiano Ronaldo von Manchester United für Sage und Schreibe 94 Millionen Euro, woraufhin auch noch Karim Benzema für 35 Mio. Euro aus Lyon verpflichtet wurde. Trotz zahlreicher Verstärkungen, sogar für die Defensive (Ezequiel Garay, Rául Albiol, Álvaro Arbeloa, Xabi Alonso) und des neuen chilenischen Trainers Manuel Pellegrini blamierte man sich in der Copa del Rey gegen den Drittligisten aus Alcorcón und selbst die Rekordpunktzahl von 96 Punkten reichte nicht, um den Katalanen den Titel streitig zu machen. Cristiano Rolando und Gonzalo Higuaín stellten mit 26 und 27 geschossenen Toren die beste Offensive der Liga und Platz zwei und drei der Torschützenliste dar. Am Ende des Jahres kündigte Real Madrid auch wieder Pellegrini, da man wieder im Achtelfinale gegen Lyon ausschied. Nachfolger bei den Merengues wurde dann der zweifache Champions-League-Sieger José Mourinho. Eine neue Ära bricht an...
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