Interviews
13.05.2010, 11:47
Kaká: „Wir glauben bis zum Schluss an die Meisterschaft!“
Sein erstes Jahr bei den „Blancos" hatte sich Ricardo Izecson dos Santos Leite, besser bekannt als Kaká, wohl wesentlich leichter vorgestellt. Die Umstellung vom AC Milan zu Real Madrid gestaltete sich sogar für einen ehemaligen Weltfussballer überraschend kompliziert und es scheint, dass er bis heute noch nicht ganz in der spanischen Hauptstadt angekommen ist. Seine vielen Verletzungen machten dem Brasilianer zusätzlich zu schaffen und so sah man schlussendlich nicht den Kaká, der in Italien für so viel Wirbel sorgte. In einem Interview während einer Publicityaktion stand er Rede und Antwort und garantierte, dass im nächsten Jahr alles besser wird.
Der Weltfussballer gesteht: „War nicht in meiner Bestform“
Den trickreichen, schnellen und spielentscheidenden Akteur, den man aus Italien eigentlich gewohnt war, konnte sich über die ganze Saison nur sehr selten in Szene setzten. Der Weltmeister von 2002 zeigte sich äusserst enttäuscht über seine Leistung und gab zu, dass er sich in diesem Jahr in einem Formtief befand: „Es war eine äusserst schwierige Saison für mich. Ich hatte viele Probleme aufgrund meiner Verletzungen und dies hat mich am meisten gestört. Ich war nicht in der nötigen Bestform, um in der Liga und der Champions League erfolgreich spielen zu können. Wenn ich wieder ganz fit bin, werde ich wieder auf dem höchsten Niveau spielen.“
Chilene oder Portugiese? „Pellegrini unterstütze mich sehr“
Der offensive Mittelfeldspieler zeigte sich aber gleich wesentlich motivierter, wenn es um den weiteren Verlauf der Liga ging, auch wenn die Chancen äusserst gering sind: „Wir sprechen hier von zwei grossartigen Klubs und wenn ein Team die Liga nicht gewinnt, wäre das nicht gerade grossartig, aber da halt nur einer gewinnen kann, würde ich nicht von einem Fiasko sprechen. Diese Meisterschaft war sehr hart und wir waren lange gleichauf .Wir werden sehen, wer am Schluss den Sieg davontragen wird. Ich hoffe, dass es Madrid sein wird und wir glauben bis zum Schluss daran, “ gab er sich für den allerletzten Spieltag hochmotiviert. Sollte man im schlimmsten Fall in dieser Saison wieder einmal leer ausgehen, so gäbe es für den Brasilianer trotzdem keinen Grund den Trainer zu wechseln. „Er unterstützte mich, in diesem schwierigen Jahr, sehr fest.. Zudem machte er eine gute Meisterschaft und tat dem Team viel Gutes, aber am Schluss entscheidet der Klub", stellte er sich hinter den Chilenen, aber gleichzeitig gab er sich über die Personalie Mourinho äusserst bedeckt: „Er ist ein grossartiger Trainer. Egal wo er war, er hat alles gewonnen. Aber ob er für Madrid gut ist, ist eine Angelegenheit des Vereins.“
Seine erste Saison im weissen Trikot neigt sich langsam dem Ende zu und schon bald steht das nächste Highlight für ihn an, nämlich die Fussballweltmeisterschaft! Dabei sind bei den Brasilianern, die am letzten Turnier eine blamable Vorstellung abgegeben hatten, die Erwartungen natürlich besonders hoch. Der Champions League Sieger von 2007 strotzte nur so vor Selbstvertrauen: „Mit der brasilianischen Nationalmannschaft trage ich automatisch mehr Verantwortung, aber ich sehe dies als zusätzliche Motivation an. Ich bin überzeugt, dass wir den Final erreichen. Der Gegner ist mir egal. “





