Spieler des Monats
03.05.2010, 18:51
Leserumfrage: Der Spieler des Monats April
Real Madrid ist ein Verein, der sich mit guten Spielern nicht zufrieden gibt. Für den erfolgreichsten Klub des vergangenen Jahrhunderts sind nur „ausergewöhnliche“ Akteure gut genug, denn jedes Jahr, in dem nicht mindestens einer der drei großen Titel an den spanischen Rekordmeister geht, ist ein verlorenes Jahr. Die Peña von Realmadrid.de wählt jeden Monat den „Königlichen“, der aus der Masse aus Weltklasse-Spielern in den jeweiligen 4,5 Wochen noch einmal besonders aus der Masse sticht und dessen Leistungen alle übertönen. Im April sind dafür nominiert: Fernando Rúben Gago, Sergio Ramos, Guti, Xabi Alonso, Cristiano Ronaldo und „Pipita“ Higuaín!
Fernando Rúben Gago:
Der junge Argentinier ist einer, den wohl dieser Tage niemand auf der Rechnung hatte – doch gerade er war es, der von der Verletzung Van der Vaarts und der Unkonstantheit Diarras profitierte und sich den Stammplatz im Starensemble sichern konnte. Im Sommer wollte man den defensiven Mittelfeldspieler noch um jeden Fall loswerden, jetzt ist er der „Lass“, den sich alle gewünscht haben. Seine Formkurve ist die wohl momentan Steilste bei Real und vom „Klotz am Bein“, den er noch im Sommer mimte, bis über dem Posten als „Aushilfskraft“ hat er sich nun zum Stammspieler und Leistungsträger gemausert und verdient deswegen alle Achtung!
Sergio Ramos:
In einer unsicheren Hintermannschaft war er konstant der Beste. Egal ob als Rechts- oder Innenverteidiger, der Spanier war immer und in jeder Lage der Abwehrchef. Die Viererkette hat mit dem Kreuzbandriss Pepes ordentlich einstecken müssen, denn mit dem womöglich besten Innenverteidiger der Liga ging auch die Robustheit und Konstanz in der Abwehrreihe. Der Europameister von 2008 kann auf der rechten Seite seine Flankenstärke zum Ausdruck bringen und in der Mitte sein weltklasse Zweikampfverhalten einsetzen, welches so manch einen Stürmer zur Verzweiflung bringen kann. Doch auch vorne sorgt er durch seine enorme Sprungkraft und Kopfballtechnik bei Standartsituationen gerne für Unruhe und Gefahr und sein enormer Kampfeswille springt jedem sofort ins Auge. Vorne, hinten, zentral, rechts – überall ist Ramos absolut top!
José María Gutiérrez „Guti“:
Der einzige Blondschopf im Team der Madrilenen ist damals wie heute für eine Eigenschaft bekannt, die ihn auf eine Stufe mit Lampard, Iniesta, Xavi und Kaká hebt – das Passspiel. Egal ob Pässe in den Lauf der Stürmer, die zu einer Torchance führen, einem gewagten Seitenwechsel, der genau ankommt oder einem öffnenden Ball auf den Fuß der Zielperson – dem Vize-Kapitän Madrids gelingt alles. Auch wenn er oft über weite Strecken abtaucht oder als Stammspieler nicht viel für das Spieltempo tut, reicht ihm nur ein Blick nach oben, eine Schwungbewegung mit dem linken Fuß und ein Stürmer, der darauf eingeht und in die Spitze startet, um der Held zu sein, denn seine Zuspiele sind ein Genuss für jeden Fußball-Feinschmecker. Schnell wurden Rufe richtung Del Bosque laut, er soll das Real-Urgestein bei der Weltmeisterschaft in Südafrika in den Kader berufen, doch noch ist nichts entschieden. Doch mit jedem genialen Querpass und jedem super getimten Lupfer in den freien Raum steigen die Chancen des Linksfußes!
Xabi Alonso:
Für 30 Millionen vom FC Liverpool an die Concha Espina gekommen, sah es lange danach aus, als ob der „beste Passgeber der Welt“ – ähnlich wie seine Neu-Teamkollegen Benzema und Kaká – für sehr lange Zeit seinen ‚Fremdkörperstatus‘ behalten und seine guten Pässe vermissen lassen wird. Doch seit ein paar Wochen ist er in absoluter „Red“-Form und vollbringt das, wofür er geholt wurde: Gute Pässe, super Organisation im Mittelfeld und die Rolle als „Denker und Lenker“. Der atemberaubende 50-Meter-Diagonalball, der genau auf Arbeloas Brust landete und zum Treffer führte, wird wohl jedem, der dieses Spiel live gesehen hat und jedem Madridista noch sehr lange in Erinnerung bleiben. Xabi Alonso scheint endlich in der spanischen Hauptstadt angekommen zu sein!
Cristiano Ronaldo:
Dem bestbezahltesten und teuersten Spieler der Welt wurden schon vor seiner Ankunft in der spanischen Weltmetropole sehr hohe Anforderungen gestellt, die er aber „als nette Herausforderung nimmt, die es zu bewältigen gilt!“. Und diesen Erwartungen wurde er bisher gerecht! 22 Tore in der Liga und 7 in der Champions League sind eine enorme Quote. Für Dribblings wie von einer anderen Welt, schwindelerregenden Übersteigerserien, einer einmaligen Freistoßtechnik und tollen Traumtoren ist er nicht nur in Manchester, sondern jetzt auch in Madrid bekannt. Der Portugiese überragt so gut wie an jedem Spieltag und zeigt, dass er das Geld, welches die „Galaktischen“ für den Rekordtransfer auf den Tisch gelegt haben, wert ist!
Gonzalo Higuaín:
Durch die Verpflichtung von Offensiv-Weltstars wie Kaká, Karim Benzema oder Cristiano Ronaldo hat wohl kaum jemand geglaubt, dass Higuaín seinen Stammplatz aus der letzten Saison behalten wird. So kam es anfangs auch, aber einige Tore nach Einwechslungen und ein schwacher Benzema führten dazu, dass „el Pipita“ sich schnell wieder zum Stammpersonal zählen durfte. Und selbst dann hat niemand daran geglaubt, dass der junge Argentinier seine 22-Tore-Marke aus der vergangenen Spielzeit überbieten kann – doch auch ihnen zeigte der gebürtige Franzose, wo der Hammer hängt. 25 Tore in der Liga und die Saison ist noch nicht vorbei. Der mannschaftsintern beste Torschütze in der Liga ist dafür bekannt, einen extrem guten Riecher zu haben und das entscheidende Tor zu schießen, wie z.b. gegen Valencia, als er gleich doppelt traf. Mit links, mit rechts, aus der Distanz, im Eins gegen Eins, mit Gewalt, mit Gefühl, mit dem Kopf – der Stürmerstar trifft wie und wann er will.

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