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25.08.2011, 15:11

Problem gelöst, Streik vorbei – in Spanien rollt wieder der Ball

Gut Ding will Weile haben, so spricht es der Volksmund und so kam es nun auch. Nach dem siebten Treffen zwischen Vertretern der Liga und der Spielervereinigung, konnte nun endlich eine für beide Lager zufriedenstellende Einigung erzielt werden. Der Streik ist somit offiziell ad acta gelegt, der Ball kann wieder rollen – ab dem kommenden Wochenende geht es in Spanien wieder um die Wurst…

Problem gelöst, Streik vorbei – in Spanien rollt wieder der Ball

Es geht wieder los, die Spieler und Fans freut es - Foto: Víctor Carretero, Realmadrid.com

Streitpunkte geklärt: Madrid startet am Sonntag in Saragossa

MADRID. Durchatmen in Spanien, nun ist es geschafft. Die Liga (LFP) und die Spielervereinigung (AFE) haben den Millionen schweren Brocken aus dem Weg gerollt, die rund 200 betroffenen Spieler der ersten und zweiten Liga pochten auf Gehaltsgarantien und setzten sich durch. Noch ist die Höhe des Gehalts-Fonds nicht beziffert, doch die 50 Mio. Euro Außenstände scheinen garantiert. Weitere Vertragsinhalte sind zum jetzigen Stand noch nicht bekannt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass diejenigen Spieler, welche seit mehr als drei Monaten kein Gehalt bezogen haben, eigenmächtig ihre Verträge auflösen können.

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Für den Spielbetrieb heißt dies nun: An diesem Wochenende wird der Betrieb aufgenommen, gestartet wird in der ersten Liga mit dem zweiten Spieltag. Real Madrid muss somit am Sonntag um 20:00 Uhr zuerst auswärts gegen Real Saragossa ran. Der ausgefallene erste Spieltag gegen Athletic Bilbao wird am 21. und 22. Januar 2012 als letzter Spieltag der Hinrunde ausgetragen. Der erste Spieltag der Rückrunde wiederum wird auf Mittwoch, den 2. Mai geschoben – somit läuft dieser als drittletzter Spieltag der Saison ab. In der Liga Adelante, der zweiten Profiliga, wird es nur eine Änderung geben. Der erste Spieltag wird auf den 26. Oktober verschoben.

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„Wir werden ab jetzt anders handeln und verhandeln müssen“

Die ersten Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. José Luis Astiazarán, Präsident der Liga, stellte die Bemühungen beider Seiten heraus, mahnte aber zugleich, dass hiermit ein Lernprozess angestoßen werden müsse, wie man ab  jetzt miteinander umgeht. „Wir haben während dieser langen Etappe der Verhandlungen gelernt und das ist sehr positiv, dass wir unsere Probleme von nun an praktischer lösen müssen. Wir müssen alle selbstkritischer sein und auch besser zusammenarbeiten. Beide Seiten haben sich sehr bemüht und wir sind nun sehr zufrieden, weil endlich der Ball rollen wird.“

Sein Amtskollege auf Seiten der Spieler, Luis Rubiales, pflichtete ihm bei, freute sich für die Profis, legte aber auch den Finger in die Wunde. Künftig müsse man verantwortungsbewusster mit dem Geld umgehen, dabei sollen besonders die Vereine in die Pflicht genommen werden. „Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um mich für das Verständnis der Medien, der Fans und allen anderen zu bedanken. Für mich als Präsident der AFE war der Rückhalt und der Zusammenhalt der Spieler ein Grund, stolz zu sein. Wir haben hier das Problem von 200 Spielern gelöst, ab jetzt müssen wir anders arbeiten und ich hoffe, wir haben viel daraus gelernt. Die wirtschaftliche Situation ist nicht leicht und wir müssen alle an einem Strang ziehen, dass die Schulden abgebaut werden.“

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geschrieben von Tobias A. Hellmann