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29.01.2011, 12:32

Rollentausch: Mourinho setzt sich durch - Zidane statt Valdano!

„Wenn er mehr Freiheiten will, dann kriegt er sie“ - so lauteten die Worte des Generaldirektors Jorge Valdano nach dem Sevilla-Spiel am Mittwoch. Der Argentinier war wie sonst unüblich nicht mit dem Team, sondern alleine nach Andalusien zum Spiel gereist. Mourinho scheint sich endgültig gegen Valdano durchgesetzt zu haben - und weiß jetzt auch, wer künftig sein Partner und Bindeglied zwischen Vorstand und Mannschaft sein wird...

Valdano ein Teil der Mannschaft? Sicher nicht mit Mourinho!

Ohnehin bekam Zinédine Zidane nach der Ankunft von José Mourinho einen höheren Stellenwert zugeteilt. Schon während des Sommers ließ „the Special One“ verlauten, den Franzosen näher an seiner Seite und näher an der Mannschaft haben zu wollen. Eine ähnliche Aufgabe hatte Luis Figo zu Mourinhos Zeiten bei Inter Mailand. Der Wunsch wurde dem 48-jährigen Coach erfüllt, doch die insgeheime Absicht des Portugiesen, Jorge Valdano von seinem Team zu verdrängen, scheiterte. Valdano galt als „erster Repräsentant“ des Klubs, wie Florentino Pérez sagte. Mourinho aber hatte die Schnauze voll vom Generaldirektor; die Presse schrieb sogar davon, dass der Startrainer den Verein im Sommer schon wieder verlassen wolle.

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Valdano sei zu bedrängend, Valdano mische sich zu sehr in die Angelegenheiten der Mannschaft ein. Es ist kein Geheimnis, dass der 55-Jährige desöfteren mal den Trainer heraushängen ließ und während der Halbzeitpause in die Kabine kam und dem Team eine Ansprache hielt. Das konnte man vielleicht mit Manuel Pellegrini machen, aber sicher nicht mit José Mourinho. „Jeder hat seine Aufgaben. Ich habe meine. Und zwar bin ich Trainer und kümmere mich um die Spieler“, stellte Mourinho letzten Monat klar. Es schien sich hinter den Kulissen ein handfester Streit entwickelt zu haben, nach außen hin ließ vor allem Valdano den ehrlichen Gentleman heraushängen und bestritt sämtliche Uneinstimmigkeiten mit Mourinho. „Ich habe keine Probleme mit Mourinho. Man hat Tatsachen geschafft, die fernab der Realität sind“, Externer Linkmeinte der Generaldirektor vor neun Tagen. 

Der Generaldirektor gibt auf, Zidane der „neue Valdano“

Drei Tage später nach dieser Aussage, nach dem knappen 1:0-Heimsieg gegen Mallorca, sprach der Coach jedoch Klartext und spätestens jetzt schien jedem klar, dass der launische Mourinho nicht mit dem edlen Valdano kann. „Valdano? Ich rede nur mit dem Präsidenten und mit José Ángel Sánchez über Transfers!“ Diese Aussage hatte gesessen, denn Valdano gilt als rechte Hand von Florentino Pérez und erster Ansprechpartner, wenn es um Transferangelegenheiten geht. Der nächste Schlag ins Gesicht für den Generaldirektor vor dem Pokalspiel gegen Sevilla: Er reiste nicht mit der Mannschaft nicht mit nach Andalusien, sondern Zinédine Zidane. Mourinho hatte dies wohl vorher klargestellt, vor Präsident und Generaldirektor. Die „MARCA“ berichtete heute in ihrer Ausgabe, dass Zizou auch schon während dem Mallorca-Spiel die Spieler mit in die Kabine begleitete und sozusagen den Posten von Valdano einnahm.

Frage der Woche:  Externer LinkMou contra Valdano - hängt der Haussegen schief?

Rollentausch an der Concha Espina? Sitzt Valdano jetzt nur noch vermummt im Büro und lässt sich nur noch nach den Spielen zu einem kurzen Statement blicken? „Wenn er sich mehr Freiheiten wünscht und unabhängiger arbeiten möchte, dann müssen wir ihm dies gewähren. Wenn man somit mehr Abstand schaffen muss, dann schaffen wir halt mehr Abstand.  Es geht darum, dass jeder in Freiheit arbeiten kann und sich wohl fühlt, bei dem was er macht. Unsere Gegner sind unsere Feinde, willigte der ehemalige Trainer und Spieler der Madrilenen nach dem Sieg gegen Sevilla ein. Die Machtübernahme schien Mourinho gelungen, der Generaldirektor scheint für's Erste aus dem Weg geschafft. Klar kommt Meistertrainer Mourinho nicht darum herum, weiterhin mit Valdano in Kontakt zu stehen, doch näher an der Mannschaft scheint jetzt Zinédine Zidane zu sein. So zeigte sich Mourinho beim ersten Training von Neuzugang Emmanuel Adebayor mit dem Franzosen auf dem Rasen in Valdebebas anstatt mit Valdano. Der war nämlich nicht anwesend. Vor und nach jeder Partie wird also in Zukunft der magische Zizou die Umkleide betreten und nicht Valdano - so, wie es Mourinho eben möchte...

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geschrieben von Kerry Hau