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14.04.2011, 22:26
...und am 28. Mai 2011 dann gegen Raúl, bitte!
Real Madrid ist genau wieder da, wo es hingehört: Eindrucksvoll melden sich die „Königlichen“ nach achtjähriger Durststrecke in Europa zurück! Der letzte und allesentscheidende Schritt Richtung Wembley führt aber ausgerechnet über den Erzrivalen und Dauerkonkurrenten aus Barcelona. Sollte dann am 3. Mai das Endspielticket nach London gebucht sein, hofft so ziemlich jeder Madridista auf ein Wiedersehen mit Raúl...
Raúl, Raúl, Raúl, Raúl
Raúl, Raúl, Raúl-Sprechchöre an der White Hart Lane. Gemeint war damit gestern Abend um 21.30 Uhr nicht Reals Abwehrmann Raúl Albiol. Nein, die 2000 mitgereisten Madridistas sangen im Gäste-Block für ihre Legende, für ihren „Kapitän“ Raúl Gonzalez Blanco. Just war nämlich auf der Anzeigetafel der Spielstand vom anderen Viertelfinalrückspiel, dem in Gelsenkirchen, eingeblendet. Einige hunderte Kilometer entfernt traf Raúl „auf Schalke“ zum 1:0 für die Königsblauen gegen Inter Mailand. Letztlich gewannen die Knappen 2:1 und zogen damit souverän ins Halbfinale ein, das jetzt gegen Manchester United bestritten werden muss. Wer hätte damit gerechnet? Und vor allem: Wer hätte damit gerechnet, dass der 33-jährige Raúl noch einmal am Karriereabend so sehr aufblüht? Wie noch vor zehn Jahren ließ Madrids Ikone den Inter-Schlussmann Julio Cesar mit einer simplen Finte und all der Coolness ganz alt aussehen. Es ist ja auch nicht das erste Mal in den letzten Wochen und Monaten, dass Raúl solch wichtige Treffer beisteuert. Jeder Schalker, der letzten Sommer noch behauptete, Raúl sei nur nach Deutschland gekommen, um noch einmal ordentlich Geld abzukassieren und sich auszuruhen, der hat sich getäuscht. Ein Vollblutfußballer, ein großer Sportler, ein wahres Symbol für Kampf, Leidenschaft und Ehrgeiz - und das, obwohl er schon dreifacher Champions League Sieger ist!
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„Da bleibt nur noch den Hut zu ziehen“
Aber so kennt man Raúl Gonzalez Blanco in Spanien, deshalb lieben die Madridistas ihn so sehr. Auch die Fans in der Veltins Arena haben ihn nach der gestrigen Megafon-Aktion nach dem Abpfiff sichtlich ins Herz geschlossen. Im Ruhrpott weiß man jetzt, wie gut dieser Spieler dem FC Schalke 04 tut. „Was er macht, ist großartig. Diese Tore überraschen keinen Madridista, denn wir alle wissen, dass er es noch immer kann. Ihn kennzeichnete schon immer diese Professionalität aus. Diese Herausforderung auf Schalke hat er schon jetzt erfüllt“, sagte Generaldirektor Jorge Valdano heute Nachmittag. In Madrid freut man sich dieser Tage zwar auf vier Clásicos zwischen Real und Barça, doch neben diesem Duell schmückt vor allem „el Siete“ die Titelblätter der bekannten spanischen Sportblätter. Jeder, aber auch wirklich jeder, gönnt ihm dieses Karrierehoch. „Da können wir alle nur noch den Hut vor ihm ziehen“, meinte Valdano mit großer Bewunderung. „Er ist und bleibt Weltklasse!“
Die besten Momente der 7:
Raúls Karriere bei Madrid in Bildern!
Barça als letzte Hürde? Das kennt man von 2002!
Jeder Madridista träumt natürlich jetzt von einem Finale zwischen Real Madrid und dem FC Schalke 04 - sogar Raúl selbst: „Im Fußball ist ja nichts unmöglich. Warum sollen wir nicht auch gegen Manchester United weiterkommen? Ich träume vom Finale Schalke gegen Real Madrid.“ Es wäre ein besonderer Moment für den Spieler, zum ersten Mal gegen „seine“ Mannschaft zu spielen. „Real gegen Raúl, das wäre ein Traum, den alle Fans weiterträumen dürfen. Madrid ist weiter, Schalke ist weiter - Tottenham ist raus, Inter ist raus. La Decima stehen nur noch drei Spiele im Wege, und die beiden schwersten folgen gegen Barcelona“, so der Kommentar der Sporttageszeitung „AS“. Gegen Barcelona wird es am 27. April und 3. Mai gehen für die Königlichen; ein Wahnsinnshalbfinale mit der großen Hoffnung seitens der Blancos, alle Blamagen und Niederlagen der letzten Jahre gegen den Erzfeind wettzumachen. Die Reise nach Wembley wäre historisch und gleichzeitig demütigend für die Katalanen, es is DAS Duell der beiden besten Mannschaften der Welt. Klar ist: Das werden keine normalen Wochen für Spaniens Fußball! Zuletzt hat es 1916 vier Duelle in so kurzer Zeit zwischen den beiden großen Rivalen gegeben. Was Hoffnung macht: 2002 schafften es die Hauptstädter, Barça im Halbfinale zu besiegen. Die Tore von Zidane und McManaman im Camp Nou gingen in die Geschichtsbücher ein...
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Lang ist's her, doch genau in diesem 2002 wurde Real Madrid zum letzten Mal Champions League Sieger - damals im Endspiel übrigens auch gegen ein deutsches Team. 2002 Leverkusen, 2011 Schalke? Der Weg dorthin führt jedenfalls über das starke Barcelona, doch die Merengues sind motivierter denn je, das „europäische Selbstbewusstsein“ ist nach achtjähriger Durststrecke ohne Halbfinale endlich wieder zurück! In diesem Sinne sagt Realmadrid.de: Adiós Barça, hasta luego Raúl...





