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21.02.2012, 21:36
„Wir sind enttäuscht, aber das biegen wir im Bernabéu gerade“
Einfach nur furchtbar unnötig und ärgerlich. Mourinhos Frust nach dem Ausgleich in buchstäblich letzter Sekunde war nur allzu verständlich, hatte sein Team doch über 92 Minuten den Gegner zu 120 Prozent im Griff. Auf der anschließenden Pressekonferenz war der Portugiese erstmal bedient, schüttelte sich einmal kurz und versuchte das Positive in dem Remis zu sehen, schließlich hat man weiterhin alle Trümpfe in der Hand.
Kalt erwischt in Moskau - Foto: Ángel Martínez, Realmadrid.com
„Das war doch ein klares Foul an Ronaldo und keiner sieht es“
MOSKAU. Dass ein Spiel nur 90 Minuten dauert, ist ein Gerücht – dass erst die Trikots getauscht werden können, wenn der Schiedsrichter in seine Pfeife bläst, entspricht dann schon eher der Realität. Ganze 60 Sekunden trennten die Königlichen von einem weiteren Auswärtssieg und dem Zu-Null. Chefcoach Mourinho wies vor dem Match ausgerechnet noch intensiv auf die Standard-Gefährlichkeit der Russen hin – ein Satz mit X. Doch stach dem Portugiesen nicht nur das Tor ins Mark, sondern auch die unheimliche Stille im Stadion. „Also es gibt schon Tore, bei denen die Gründe recht einfach zu analysieren sind. Bei diesem Tor konnte ich es nicht genau erkennen, da ich zu weit entfernt saß. Was ich jedoch erkennen konnte ist, dass dem Freistoß für Moskau ein ganz klares Foul an Ronaldo vorausging. Habt ihr einen Pfiff gehört? Weder der Schiedsrichter noch der vierte Unparteiische haben es gesehen, unfassbar. Nun gut, dass ist so im Fußball, auch die Schiedsrichter können sich irren“, so Mourinhos „klassischer“ Einstieg.
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Ein knapper Einblick in seine Gefühlswelt folgte, verbunden mit einer noch knapperen Analyse des Spiels: „Natürlich bin ich enttäuscht und auch traurig, wir haben das Spiel komplett kontrolliert ohne jedoch ein sensationelles Spiel abzuliefern und Moskau tat kaum was in der Offensive, dafür jedoch in der Defensive, wo sie gut standen. Es bleibt natürlich jetzt ein bitterer Nachgeschmack und das Team ist frustriert, aber auch das 1:1 ist kein schlechtes Resultat und auch kein Drama. Im letzten Jahr konnten wir auswärts ein Remis in Lyon holen und dann machten wir im Bernabéu alles klar. Das Rückspiel wird unter anderen Bedingungen stattfinden und sicher auch nicht leicht werden, aber ich denke, wir werden in unserem Stadion das Weiterkommen klar machen können.“
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„Ich bin sehr zufrieden mit Albiol“
Doch nicht nur der Last-Second-Ausgleich schlug dem Trainer auf den Magen. Bereits nach zwölf Minuten musste Karim Benzema mit Adduktoren-Problemen ausgewechselt werden. Eine genaue Diagnose konnte er zwar nicht nennen, jedoch nutzte er die Gelegenheit um der Moskauer Nummer 3, Pontus Wernbloom, noch einen kleinen Wischer mit auf den Weg zu geben. „Also ich habe ja gedacht, dass wenn sich heute einer verletzten wird, er von der Nummer drei erwischt wird. Am Ende hat sich Karim selbst verletzt.“ Ausgerechnet der Schwede erzielte nicht nur den 1:1-Ausgleich, sondern wusste durch seine rustikale Gangart wohl nur seinen eigenen Trainer zu überzeugen. Interessantes Detail am Rande: der 25-Jährige ist Mitglied eines Real-Madrid-Fanklubs in Schweden. Sachen gibt's, die gibt's gar nicht! Ob das Mourinho wusste?
Abschließend gab es passend zum Karneval noch „Blömche und Kamelle“ für Raúl Albiol, der seit einer halben Ewigkeit wieder einmal ein paar Runden im Wettbewerbstrimm drehen durfte. Der Spanier kam in der 85. Minuten für Mesut Özil in die Partie und sollte Sturmtank Necid vom Tagesgeschäft abhalten. Genutzt hat es wenig, die Moskowiter zeigten kein Erbarmen. „Ich sah Albiol als perfekte Option, um den zwei Meter Mann im Sturm zu markieren, denn er kann solche Gegner in Schach halten. Ich bin sehr zufrieden mit seiner Leistung und Einstellung. Er hat sehr gut reagiert.“





