Interviews

20.01.2011, 11:24

Xabi ganz privat: „Meine Frau und Kinder sind das Wichtigste“

Normalerweise geht es bei den Kickern von Real Madrid im Pressegespräch meist um die sportliche Situation des Teams oder die persönlichen Belangen im Fußball - nicht so bei diesem Treffen mit Xabi Alonso. Der Spanier plauderte mit der Modezeitschrift 'Vogue' über ganz private Dinge. Familienmensch Alonso über seine Kinder, sein Verhältnis zur Mode und die erste Begegnung mit seiner heutigen Frau Nagore…

Mein Vater unterstütze mich und meinen Bruder“

Xabier 'Xabi' Alonso Olano heißt der 29- jährige Mann von Real Madrid im defensiven Mittelfled. Der Erbe von Gutis Nummer 14, nahm schon in seiner ersten Saison den Stammplatz in der Doppelsechs ein und entwickelte sich zum absoluten Teamleader. Als Denker und Lenker ist der Mann vom FC Liverpool nicht mehr aus dem Starensemble der 'Blancos' wegzudenken. Für 30 Millionen Pfund, wechselte der Spanier aus England zurück in seine Heimat auf die iberische Halbinsel. An seine Zeit bei den 'Reds', hat er allerdings gute Erinnerungen. „In Liverpool zu spielen, ist etwas ganz besonderes. Es besteht eine sehr enge Verbindung zwischen den Fans und den Spielern, die es bei anderen Vereinen nicht gibt. Egal ob in guten oder in schlechten Zeiten: Sie singen immer 'You'll never walk alone'“, beschreibt er seine Zeit an der Anfield Road.

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Das Fußballergen von Xabi Alonso kommt aber nicht von ungefähr. Schon sein Vater war Fußballprofi, im Gegensatz zu ihm allerdings beim FC Barcelona unter Vertrag. Beide begannen ihre Karriere bei Real Sociedad, das Sprungbrett für die große Fußballbühne. „Das ist eine neue Generation, mit neuen Zielen. Einfach eine neue Etappe, sagte ich ihm“, erklärte er seinem Vater den Schritt zu Real Madrid zu wechseln. „Als ich klein war, stand er jeden Samstagmorgen mit mir und meinem Bruder Mikel auf dem Fußballplatz zum Training. Wenn wir keine Schule hatten, sind wir immer auf dem Rasen gestanden“, erinnert sich Alonso zurück an seine Kindheit mit seinem Bruder, der heute ebenfalls Fußballprofi ist und bei Teneriffa unter Vertrag steht.

Das 'normale' Leben als Fußballprofi - „Ich lege wert auf mein Äußeres“

Sein Vater war also der Initiator der großen Fußballkarriere seines Sohnes, doch wer hatte das Sagen im Hause Alonso? „Meine Mutter war der Chef. Sie wollte, dass wir studieren. Ich kann mich noch erinnern, als ich einmal nicht an einer Spanischprüfung teilgenommen habe, durfte ich einen Monat kein Fußball spielen“ , beschreibt er seine strenges Elternhaus. Und auch seine Mutter äußerte sich zu ihrem Sohn Xabi, wobei sie betont, dass „er kein Nachtmensch ist, der ständig auf Partys geht. Wenn ein Spiel oder ein Training zu Ende ist, fährt er immer direkt nach Hause“, wo seine Frau Nagore und seine Kinder auf den Familienmenschen Xabi Alonso warten. Vor mehr als 8 Jahren begann die Beziehung zur hübschen Spaniern, woran sich Xabi gerne zurückerinnert. „Wir hatten einen ähnlichen Freundeskreis und in einer Nacht wollte sie mein Handy. Ich dachte, dass sie ihres vergessen hatte, aber sie war so clever und rief ihr Handy an, so hatte sie meine Nummer und ich dann ihre“, erinnert er sich an den Beginn der Beziehung.

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Ruhig und auf dem Boden geblieben, so wirkt der 29-Jährige, sieht man ihn privat, außerhalb des Platzes. Stets gut gekleidet, aber niemals 'overdressed', beschreibt er selbst seinen Kleidungsstil. Natürlich muss er sich in einem Interview mit einem Modemagazin auch zu diesem Thema äußern. „Wenn man dich sieht, sagt das viel über einen aus. Ich trage gerne schlichte, klassiche Klamotten, die aber natürlich nie veraltet sind. Ich lege Wert auf die Details. Ich mag Uhren und Schuhe, aber ich bin unter keinen Umständen ein 'Fashion Victim." Doch nicht nur das Äußere zählt für den Spanier, sondern viel mehr die Familie und ein geregelter Tagesablauf, der als Fußballprofi allerdings alles andere, als normal ist. „Ich versuche meine Arbeit so zu koordinieren, dass ich ein geregeltes und normales Leben führen kann. Mal gehe ich mit Cristiano oder Iker essen, oder  ich gehe mit meiner Familie spazieren und verbringe Zeit mit ihr. Ich denke, das gelingt mir bisher ganz gut.“

geschrieben von Marcel Hildmann