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Verbesserungsmöglichkeiten der Pellegrini Elf - Was würdet ihr ändern?

  1. #101
    Novato

    Registriert seit: 15.10.2009
    Beiträge: 11

    Zitat Zitat von PaTrocK Beitrag anzeigen
    Beim ersten Punkt, dass ein Trainer einen gewissen charakterlichen Stil besitzt und deswegen ein akutes Reinrufen nicht die Qualität eines Trainers ausmacht, kann ich verstehen auch wenn ich selbst der Meinung bin, dass wir als Verein einen aktiven Trainer bräuchten (PS: Ich bin aber deshalb nicht contra Pellegrini)
    Das sehe ich anders. Pellegrini gibt zwar nicht das Rumpelstilzchen an der Seitenlinie, aber gerade gegenüber den Medien tritt er sehr selbstbewusst auf und vermeidet, in meinen Augen ganz wichtig, öffentliche. personenbezogene Spielerkritik. Er ist ein erfahrener Trainer, allerdings keiner, der nun als "Starcoach" à la Mourinho gilt. Was er erreichen kann, wenn man ihm Zeit gibt und dadurch Kontinuität in die Beziehung zwischen Team und Trainer entsteht, hat er für mich bei Villareal bewiesen.

    Lediglich seine sehr reservierte Position gegenüber der eigenen Jugend stört mich hin und wieder, denn es wäre oftmals in dieser Saison völlig risikolos gewesen, bei klaren Spielständen dem einen oder anderen Canterano (v.a. in der Defensive) einige Minuten Bewährungsmöglichkeit zu geben.
    Außerdem hoffe ich, dass Pellegrini Gago noch nicht "abgeschrieben" hat, da ich diesen immer noch für einen sehr hoch veranlagten Fußballer halte, im Gegensatz zu "Holzbock" M. Diarra.

  2. #102
    Avatar von Sawyer

    Cerebro de lujo

    Registriert seit: 05.05.2009
    Ort: Wien
    Beiträge: 1.113

    finde es auch schade, dass gago nicht öfter spielt, es spricht bände dass pellegrini, selbst wenn spieler ausfallen lieber mit m. diarra spielt bzw sogar die taktik ändert und nur mit einem DM (alonso hat schon ein paar mal allein im DM gespielt) spielen lässt anstatt gago eine chance zu geben.

    auch was die nachwuchsspieler betrifft geb ich dir recht. doch ich kann pellegrini auch verstehen, denn er hat den wohl heiklsten trainerposten der welt und will einfach kein risiko eingehen, wäre er schon 2,3 jahre bei uns und hätte erfolge vorzuweisen würde das glaub ich anders aussehen

  3. #103
    Avatar von stefano

    Talento

    Registriert seit: 14.05.2009
    Ort: Dresden
    Beiträge: 34

    Zitat Zitat von PaTrocK Beitrag anzeigen
    Beim ersten Punkt, dass ein Trainer einen gewissen charakterlichen Stil besitzt und deswegen ein akutes Reinrufen nicht die Qualität eines Trainers ausmacht, kann ich verstehen auch wenn ich selbst der Meinung bin, dass wir als Verein einen aktiven Trainer bräuchten (PS: Ich bin aber deshalb nicht contra Pellegrini)

    Was Marcelo angeht so sehe ich auch alle Ansätze deiner oben genannten Fähigkeiten während eines Spiels, aber Marcelos Abschluss als gut (anmerk. Schulnote 2,0) zu bezeichnen halte ich für grob fahrlässig Übertrieben. Weiters kann ich mich der Bezeichnung Flügelspieler nur bedingt anschließen, da in unserem System kein Flügelspieler benötigt wird und daher aus meiner Sicht kein derartiges Anforderungsprofil an einen Mittelfeldspieler im aktuellen Kader existiert. Auch hier sehe ich Marcelo nicht als erste Wahl für die Stammformation, da es gefühlt 10 Spieler mehr gibt im Kader die das wirklich benötigte Anforderungsprofil exakt erfüllen.

    Fabregas ist ein ausgezeichneter Spieler der zweifelsohne seine Qualitäten besitzt, doch wurde schon mehrmals und ausführlich analysiert warum vllt der ein oder andere Spieler (insbesondere David Silva) ein vermutlich besserer Kandidat wäre... ich empfehle den Blog von Di Stefano19 über die Situation im Mittelfeld
    --> hier <--

    Kaka ist 27 Jahre alt und hat theoretisch noch "gute" fünf Jahre vor sich, dann wäre Cesc selbst 28 Jahre alt (04.05.10 wird er 23 Jahre alt) und ihn jetzt als Erbe zu holen damit er die nächsten fünf Jahre "hinter" Kaka steht halte ich A) für Unwahrscheinlich und B) für einen Fehler, da seiner Karriere dadruch einen Rückschritt machen würde. Er wäre im Sommer 2009 eine Alternative zu Alonso oder Kaka gewesen, man hat sich eben für das Marketingzugpferd Kaka, seines Zeichens Weltfussballer und einen anderen Spanier entschieden, der aus dem Grundkonzept 4-2-2-2 (von dem Gott sei Dank wieder Abstand genommen wurde) betrachtet besser gepasst hat (Deep Lying Playmaker im defensiven Mittelfeld)...

    Auf Pato möchte ich gar nicht weiter eingehen und auf drei Worte verweisen... --> Higuain, Benzema, Ronaldo


    Jetzt hab ich deinen Post ziemlich zerpflückt fällt mir auf, mir ist wichtig, dass das nicht als Runtermachen deiner Meinung zu verstehen ist, sondern viel mehr als klare Opposition.
    natürlich ist marcelo nicht der stammspieler den real braucht. er ist kein spieler wie messi, ronaldo oder nani. aber er ist ein guter spieler der real in der offensive sowie auch links außen (soweit pepe verletz ist) spielen kann. im sturm hat man mit benzema und higuain 2 der top 5 stürmer der welt. allerdings ist ronaldo nicht als der klassische stürmer zu sehen. er sit ein flügelspieler und unterstutz das offensive spiel. er ist kein sturmtank wie higuain oder benzema. auch wenn seine qualitäten ihn zu einem eentscheidenden torjäger machen.

    zum thema cesc schreibe ich etwas den mittelfeld thread.

    natürlich lasse ich mich gern berichtigen. das ist es ja worum es hier geht

    lg stefano
    I have a dream

    ----------------------------- ;Hala Madrid!-------------------------

  4. #104
    Avatar von Pancho

    Redakteur

    Registriert seit: 24.12.2009
    Beiträge: 887

    Zitat Zitat von Plaxico Beitrag anzeigen
    Das sehe ich anders. Pellegrini gibt zwar nicht das Rumpelstilzchen an der Seitenlinie, aber gerade gegenüber den Medien tritt er sehr selbstbewusst auf und vermeidet, in meinen Augen ganz wichtig, öffentliche. personenbezogene Spielerkritik. Er ist ein erfahrener Trainer, allerdings keiner, der nun als "Starcoach" à la Mourinho gilt. Was er erreichen kann, wenn man ihm Zeit gibt und dadurch Kontinuität in die Beziehung zwischen Team und Trainer entsteht, hat er für mich bei Villareal bewiesen.

    Lediglich seine sehr reservierte Position gegenüber der eigenen Jugend stört mich hin und wieder, denn es wäre oftmals in dieser Saison völlig risikolos gewesen, bei klaren Spielständen dem einen oder anderen Canterano (v.a. in der Defensive) einige Minuten Bewährungsmöglichkeit zu geben.
    Außerdem hoffe ich, dass Pellegrini Gago noch nicht "abgeschrieben" hat, da ich diesen immer noch für einen sehr hoch veranlagten Fußballer halte, im Gegensatz zu "Holzbock" M. Diarra.
    Toller Post, dem schließe ich mich zu 100% an. Ein Paradebeispiel des ruhigen Trainertyps, der Spruch "in der Ruhe liegt die Kraft" trifft den Nagel auf dem Kopf. Ihm gelingt es, öffentliche Kritik an Spieler perfekt abzuschirmen, schließlich ist sowas auch intern zu regeln. Und wie von einem User schon richtig erkannt, sagt es rein garnichts über die Qualität des Trainers aus, ob man nun ein Kasperle Theater am Spielrand oder täglich in der Presse vorführt. Außerdem sollte man auch nicht die Motiviationsfähigkeiten und ähnliche Faktoren bei Pellegrini hinterfragen, denn die sportliche Situation, sprich die klar zu erkennenden Tendenzen und Entwicklungen der neu zusammengewürfelten Mannschaft, sind kein Zufallsprodukt, demnach erübrigt sich die Nachfrage. Geduld, Vertrauen, Erwartungshaltung - das sind im Moment DIE Wörter, die einige immer wieder überdenken sollten, vorallem den letzten Stichpunkt.

    Zum Thema Castilla kann ich ebenso zustimmen: Den ein oder anderen Einsatz von Reservespielern, gerade wenn kein Risiko eingegangen wird, hätte nichts geschadet und ist natürlich immer schön zu sehen. Aber, wie Pellegrini neulich nochmals betonte, ist der Mister nicht der Ausbilder hier, die Integrierung von Nachwuchskickern hat derzeit nunmal kaum Priorität, was auch verständlich und nachvollziehbar sein sollte.

  5. #105
    Avatar von Benzema_19

    Moderator

    Registriert seit: 01.05.2009
    Ort: Düsseldorf
    Beiträge: 6.263

    Jungs, schaut euch doch erstmal an, was Pellegrini macht und kritisiert ihn dann? Pellegrini stand gegen Sevilla die ganze 2 HZ und gab eindeutige Anweisungen. Auch gegen Barca stand er sehr oft und dirigierte das Team. Finde absolut nicht, dass er unaktiv ist. Im Endeffekt ist es auch egal. Ein Hiddink gibt auch nicht 90 min lang Kommandos und ist trotzdem einer der besten Trainer der Welt. Capello ist jetzt auch nicht großartig aktiv udn trotzdem ein Genie. Hauptsache man hat Erfolg, der Rest ist egal...

    @stefano wo soll den Pato spielen? Sollen wir nen Antrag auf 12 Spieler pro Startelf stellen? Sonst passt Pato nämlich nicht rein. Wir spielen momentan mit 1 richtigen Stürmer. CR ist nominell Stürmer, hat aber alle Freiheiten. Um den Platz streiten sich schon 2 Megatalente mit Karim und Higuain. Wo ist der Sinn, noch ein 3 Talent zu holen? Verstehe da nicht so ganz deine Denkweise...

    zum Thema Gago: Der hatte gegen Alcorcon seine Chance, war grottenschlecht. Fand ihn auch beim 3:0 gegen OM schwach. Also er ist Geschichte denke ich. Im Sommer weg. Kommt auch an Xabi und Lass absolut nicht vorbei. Wenn Gago in der Vorbereitung und im Training überzeugen würde, hätte er auch mehr Chancen. Anstatt abe Willen zu zeigen und zu kämpfen, heult Gago rum, dass er erbrechen muss usw. Damit bewirbt man sich ganz sicher nicht. Würde da auch lieber Mosquera die Chance geben, weil dieser sich zu 100% reinkämpfen würde und alles geben würde.
    Geändert von Benzema_19 (09.03.2010 um 16:51 Uhr)

  6. #106
    Avatar von P_Loc

    El Presidente

    Registriert seit: 08.05.2009
    Ort: Zell am Ziller/Tirol
    Beiträge: 3.059

    Ich bin der Idee mit Lass als RZM und Xabi als ZDM gar nicht mehr so abgeneigt wie am Anfang. Denke sogar, dass Pellegrini das richtig macht, auch wenn Lass früher unser Abräumer war.
    Edit by Los Blancos: Signatur zu groß.

  7. #107
    Avatar von Sawyer

    Cerebro de lujo

    Registriert seit: 05.05.2009
    Ort: Wien
    Beiträge: 1.113

    Zitat Zitat von P_Loc Beitrag anzeigen
    Ich bin der Idee mit Lass als RZM und Xabi als ZDM gar nicht mehr so abgeneigt wie am Anfang. Denke sogar, dass Pellegrini das richtig macht, auch wenn Lass früher unser Abräumer war.
    seh ich auch so ;) va da da so lass schnelligkeit genutzt wird und er so über rechts kommen kann. selbiges gilt für marcelo auf links. darum setzt auch pellegrini wohl auch so oft auf ihn, da er mit lass und marcelo auf den seiten zwei spieler hat, die auch nach hinten arbeiten.

  8. #108
    Avatar von Pancho

    Redakteur

    Registriert seit: 24.12.2009
    Beiträge: 887

    Es schwirrt mir derzeit so vieles durch den Kopf, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll und wie ich es ausdrücken soll. Ich hole aber mal etwas weiter aus…

    Seit Ewigkeiten, als an uns alle noch nicht zu denken war, ist Real Madrid DER Verein auf der Welt – der meistgehasste und meistgeliebte. Wir waren der Verein, der die Meilensteine setzte, wir waren es, die die Topstars an Board lockten und wir waren es, die bis vor wenige Jahre immer als DIE Galaktischen, die Unschlagbaren, galten. Von Di Stefano, Puskas, Kopa, Santamaria, Gento über Grosso, Netzer, del Bosque, Camacho, Butragueno, Valdano, Hugo Sanchez, Santillana sowie Raul, Zamorano, Redondo, Roberto Carlos, Laudrup bis hin zu Ronaldo, Figo oder Zidane (die Liste lässt sich schier ewig fortsetzen) – All diese Spieler, die den Unterschied machten und popularisierten wie selten gesehen, in einem Atemzug zu nennen als ehemalige Stars innerhalb des Vereins macht unglaublich stolz! Vereine wie Ajax, Milan oder der FC Bayern hatten immer wieder Phasen, in denen sie die Massen bewegten, doch Real Madrid überbot alles. Natürlich weiß man das als Fan, auch wenn man zu dieser Zeit nicht gelebt hat…

    Der Glanz, der durch die unkonstanten 90er Jahre zu verlieren drohte, kam mit Luis Figo und dem Sieg der Meisterschaft nach der Wahl von Präsident Perez zurück, im Jahr darauf folgte der CL-Sieg, wieder ein Jahr später erneut die Meisterschaft. Die Galaktischen waren wieder auf dem Thron der Fußballwelt, so scheint es. Doch seit Beginn dieser Ära ist es wohl der Anfang unserer eigenen, systematischen Selbstzerstörung, langsam und Schritt für Schritt. Real Madrid entwickelt sich immer mehr zur Marke - Show ist das große Stichwort. Sportliche Werte rücken in den Hintergrund, der einstige Arbeitsverein aus Madrid rund um Raul wird immer mehr zum Marketingkonzern. „Ein Spieler ist nicht teuer oder billig, sondern rentabel oder nicht rentabel.“ Diese Worte von Perez spiegeln denke ich das komplette Konzept und das neue Real Madrid wieder, welche Tugenden im heuten Zeitalter zählen und gelten. Langsam aber sicher wurden die Prinzipien umgesetzt, die Folgen: unglamouröse Spieler verlassen den Verein, hauptsächlich zu nennen ist da natürlich Makelele – obwohl er fast schon der wichtigste Stützpunkt für unser System damals war, passte er nicht in das Konzept der Vermarktung und musste gehen. Nicht nur Spieler, auch Trainer del Bosque verließ letztlich – trotz Erfolg – den Verein und es folgten einige Trainer, alle scheiterten. Grund dafür ist der extreme Druck und diese hohe Erwartungshaltung wie es sie nie zuvor gab, folgerichtig blieben also die Erfolge aus und Perez zog auch den Hut. Es folgte die Ära Calderon, die nun endgültig der Unantastbarkeit von Real Madrid ein Ende setzte.

    Was ist aus diesem Verein geworden? Vergangenen Sommer stand, vergleichbar mit 1996, ein riesiger Umbruch an. Es gab eine Komplettrenovierung, die Welt stand Kopf und die damals große Show fand ihren Höhepunkt bzw. Fortsetzung: Cristiano Ronaldo kam für die unglaubliche Summe von 94 Millionen Euro, er wurde vor 80.000 Fans bei der Präsentation wie ein Popstar gefeiert – genau, und ein Popstar genießt die SHOW, denn das ist es, was heute zählt. Gleiches gilt für Kaka. Ein glamouröser Kader stand, alle Menschen dieser Welt, die auf Style, Tricks oder kurz – ich sag es immer wieder - Show stehen wurden befriedigt und die Erwartungshaltung war klar: möglichst viele Titel müssen her, am Besten schon im ersten Jahr das Triple! Ein Team gab es übrigens noch nicht…

    Und an diesem Punkt möchte ich für meine eigentlichen Ausführungen ansetzen. Während damals mit der höchst kritischen Finanzierung von Zidane und Co. ein Ausgleich durch sportlichen Erfolg resultierte, ist dies lange keine Garantie, dass das immer funktionieren kann. Im Grunde sind wir gefangen in unseren eigenen Erwartungen, wir wollen aber können nicht. Einzig unsere Tradition und Geschichte ermöglicht es, dass wir heute noch als Top-Club gelten, obwohl wir Jahr für Jahr aus dem CL-Achtelfinale rausgekegelt werden. Wir sind zwar noch lange nicht im sportlichen Mittelmaß, aber hinken trotzdem der riesigen Erwartungshaltung und Mentalität unseres Vereines (jaja, ich sags immer wieder) deutlich hinterher und halten diesen Druck seit Jahren nicht Stand. Wir sind Real Madrid, der größte, beste und erfolgreichste Verein der Welt – diesen Rang dürfen wir uns unter keinen Umständen ablaufen lassen und genau darum sind wir, wie erwähnt, in unseren eigenen Ansprüchen gefangen.

    Zur aktuellen Saison gab es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: entweder man geht ein großes Risiko ein und gestaltet eine Komplettsanierung in der Hoffnung auf schnelles Auferstehen, oder man lässt den Kader größtenteils wie er war und folgt dem Trott der konzeptlosen Vergangenheit. Bekanntlich setze sich die erste Option durch, wie unter Perez zu erwarten war. Doch genau dieser Umbruch sollte doch zu denken geben und es muss klar sein, dass eine überragende Saison oder sogar das Triple völlig utopisch sind und sich das Team einem Findungsprozess unterziehen muss, damit eine klare Linie eingeführt wird und sich hier das Team entwickeln kann – Geduld ist das Stichwort. Aber da alle Hoffnung in eine schnelle Wiedergeburt von Real Madrid gesetzt wurde ist es natürlich schwer, unter solch einem Druck hier etwas entstehen kann. Und dennoch ist die aktuelle Situation keine Zufallsproduktion, wir stehen statistisch gesehen gut da. Überraschend gut würden es die einen einschätzen, andere würden sagen, man wäre der Pflicht nur nachgekommen, wieder andere fühlen sich nicht in ihren Vorstellungen bestätigt. Das endgültige – erneute – CL-Aus gestern ist somit auch Hauptauslöser für zwei Möglichkeiten: entweder man lernt aus der Vergangenheit, akzeptiert das wir nicht mehr das Non plus ultra sind da Barcelona uns überholt hat und wir weiterhin ohne großartige Änderung (maximal 1-2 Transfers) in die neue Saison mit Team und Trainer starten oder wir machen so weiter, wie man es bisher gewohnt war und schmeißt Pellegrini, egal ob er Meisterschaft gewinnt oder nicht, raus. Dann würde ein neuer Trainer folgen, scheitert dieser, kommt wieder ein Neuer. Der könnte möglicherweise einen Titel gewinnen, wird aber möglicherweise wieder vom Hof gejagt und danach könnte dann zur Abwechslung nochmals ein Umbruch stattfinden - und genau das will ich ungern miterleben! Wenn man wirklich aus der Vergangenheit gelernt hat, sollte man endlich beginnen die eigenen Ansprüche zu überdenken und zu akzeptieren, dass mehr Schein als Sein herrscht und einzig durch einen längeren Prozess es möglich ist, wieder die Spitze Europas anzugreifen. Aber ich habe relativ wenig Hoffnung dafür, ich vermute, dass wir im Sommer oder Winter spätestens wieder einen neuen Trainer erwarten werden in der Hoffnung „der wird’s schon richten!“, wie so oft…

    Deswegen kann ich in einem Satz festhalten: Fans und Verein sollten anfangen, ihre Erwartungen und Vorstellungen zu überdenken.

    Leider lässt meine Zeit nicht noch weitere Abschnitte bezüglich Pellegrini oder einzelne Spieler zu, aber ich denke ich komme euch entgegen, ist ja doch lang geworden. Gegebenenfalls, wenn der Beitrag nicht im Thread untertaucht, werde ich noch was ergänzen.

    Und noch was: Sorry, aber wohlmöglich fehlt der rote Faden im Text, ist wohlmöglich alles etwas durcheinander bzw. zusammenhangslos, hab einfach unter restlichen Emotionen und Gedankengängen einfach drauf los getippt. Außerdem weiß ich nicht so recht in welchen Thread ich diesen Beitrag packen soll, hier scheint es mir am sinnvollsten.. ;)

    In diesem Sinne,
    Hala Madrid!

  9. #109
    Avatar von Joe10

    Novato

    Registriert seit: 25.06.2009
    Ort: Rabenau
    Beiträge: 22

    Man hat diese Saison sicherlich nicht das Maximum aus dem Team rausgeholt, aber das war eigentlich auch nicht möglich. Wichtig ist, das jetzt ein System gefunden wird, auf das fest vertraut werden kann. Pellegrini hat sich ja aktuell auf die Raute eingeschossen. Die Raute funktioniert aktuell, mMn. ist das 4-4-2, allerdings, egal in welcher Form, überholt. Zwar erfährt die Raute in der letzten Zeit eine Art Rennesaince unter den Topteams, jedoch halte ich ein System mit nur einer nominellen Spitze für sinnvoller, da man einfach flexibler ist in der offensive.

    Pellegrini erscheint mir allerdings auch noch nicht zu 100% sicher ob die Raute das wahre ist.

    Noch wichtiger jedoch ist der Einsatz der Mannschaft, insbesondere in der Defensive und den vermittelt Pellegrini scheinbat nicht so wie es eigentlich richtig wäre. Hier wird immer gesagt das CR und Kaka keine Abwehrarbeit verrichten, was stimmt und was nun? Soll man sich damit abfinden. Ich meine Kaka ja, der wurde bisher ja immer mit Samthandschuhe angefasst, aber CR musste unter Ferguson weit aus mehr nach hinten arbeiten und hat dennoch richtig gut gespielt. MMn. kann es nicht angehen das mehr als ein Spieler keinerlei Defensivarbeit verrichten. Bei Barca ist einzig Messi befreit und deswegen stehen die hinten auch besser wie wir. Mich stört es das man bei Madrid die Topspieler immer von jeglicher "Arbeit" befreien will, das funktioniert heute einfach nicht mehr.
    In einen Team das die Bezeichnung bestes Team der Welt für sich beansprucht, bzw. sich diesen erarbeiten will, muss jeder, absolut jeder auch seine Aufgaben in der Defensive erfüllen. Dann kann man auch mit vier sehr offensiven Spielern spielen. ManUtd hat damals ja auch zeitweise mit CR, Rooney, Giggs/Tevez und Berbatov gespielt. Für eine erfolgreiche Zukunft in Madrid muss man endlich auch mal die Defensive in seine Pläne mit einbeziehen, sonst werden wir auch in der Zukunft unsere hochgesteckten Ziele verfehlen.

    Naja und noch was, es tut mir zwar leid, aber man hört hier immer das die Defensive "eigentlich" gut genug ist, da ist es doch verwunderlich das wir unter den Top Teams in Europa immer noch eine der schwächsten Defensiven haben, in Manchester, bei Chelsea, Inter oder auch bei Barca ist die Defensive einfach besser. Das kann bei man bei uns zur Zeit zwar noch auf fehlende Abstimmung innerhalb des Teams schieben, jedoch wird sich, mMn., auch in der Zukunft nichts ändern wenn nich ein kollosaler Sinneswandel im bezug auf die Defensive stattfindet. Man braucht nicht mal zwingend neue Spieler, es muss einfach was an der grundlegenden Taktik und der Einstellung der Spieler geändert werden.
    Geändert von Joe10 (12.03.2010 um 18:40 Uhr)
    !Hala Madrid!

  10. #110
    Avatar von El Capitan

    Redakteur

    Registriert seit: 01.05.2009
    Ort: Hessen
    Beiträge: 3.491

    Pellegrini ist weg, Thread wird geschlossen. Ähnlicher Thread wird dann auch für Mou eröffnet..
    'No soy un gato, soy un león' - Karim Benzema

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