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02.02.10, 20:23 | Artikel bewerten:
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Neuestes Zielobjekt der Blancos - Javi Martinez aus Bilbao

Transferpause...auch in Madrid? Mit Nichten!

Auch wenn die Transferperiode beendet ist, bedeutet dies für den erfolgreichsten Klub der Welt nicht, dass aufgehört wird zu verhandeln. Ganz im Gegenteil: Im Hintergrund laufen die Gespräche stets weiter und auch wenn keine neuen Zugänge oder Abgänge bis zum Sommer möglich sind, brodelt die Gerüchteküche munter vor sich hin. Neueste Zutaten für die Brühe? Der Argentinier Fernando Gago, der einfach nur noch weg will, Jüngling Martinez aus Bilbao und Megatalent Sergio Canales, der in einigen Jahren wohl zu Madrid stossen wird.

David gegen Goliath - Pellegrini setzt sich gegen Perez im Fall Gago durch!
In den letzten Wochen umwarb Manchester City Gago 
intensiv und am gestrigen Montag gab es dann gemäss der spanischen Sportzeitung "Marca" eine Offerte von rund 16 Millionen Euro. Es schien eigentlich so, dass der verwünschte Spieler, der seit seiner Ankunft 2006 nie ganz zu überzeugen wusste, bald das Trikot wechseln würde. Der Transfer wurde dann noch in der allerletzten Minute gestoppt."Gago bleibt in Madrid. Es gab ein Angebot in der allerletzten Minute, es wurde aber nicht vollendet," so Jorge Valdano, Sportdirektor des Klubs.

An was aber genau der Transfer scheiterte, ist zunächst noch unklar. Ein möglicher Stolperstein waren die unterschiedlichen Schliessungszeiten des Transfermarkts zwischen Spanien und England. So schloss die Fussballbörse auf der Insel bereits um 18:00 Uhr, aber in Spanien erst sechs Stunden später. Die letzten Gespräche zwischen den Klubs wurden in den letzten 45 Minuten für die Briten abgehandelt und so konnte keiner der beiden Parteien den Wechsel abschliessen, gemäss den spanischen Zeitungen waren die "Citiziens" nicht fähig ihren Geldgeber, den Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan, rechtzeitig zu kontaktieren und hatten somit ironischer Weise kein Geld für den Transfer.

Laut der iberischen Zeitschrift "El Mundo" könnte aber ein viel interessanter Faktor den Transfer blockiert haben. Nicht Geld war das Problem, sondern ein gewisser Chilene. Präsident Florentino Perez stand einem Wechsel und den kolportierten 16 Mio. Euro offen gegenüber, doch der Trainer der "Blancos" hatte etwas dagegen. Pellegrini wollte den Argentinier nicht ziehen lassen, weil er einen möglichst grossen Kader benötigte, um die Saison bis zum Schluss erfolgreich durchziehen zu können. Zwar steht die "5" auf seiner defensiven MIttelfeldposition an letzter Stelle hinter Alonso, Lass Diarra und Mahamadou Diarra, die unglaublichen Verletzungssorgen zeigten aber, dass ein Backup unumgänglich ist. Offensichtlich konnte "der Ingenieur" den Baulöwen tatsächlich zähmen und den Transfer kurz vor Schluss verhindern!

Javi Martínez -  Ein Name den man sich bald merken muss?
Der Präsident von Real Madrid hatte gegen den Chilenen ordentlich einstecken müssen, aber auf seiner Einkaufslaune schien dies absolut keinen Einfluss zu haben. Der oberste Vertreter des Klubs hat seine Fühler bereits wieder nach einem neuen Spieler ausgestreckt: Javi Martínez, 21 Jahre jung und Mittelfeldspieler bei Bilbao, der für 6 Millionen Euro im Jahr 2006 von Osasuna zu den Basken wechselte. Noch ein Mittelfeldspieler? Obwohl das Mittelfeld der "Galacticos 2.0" blendend gefüllt, wenn nicht sogar überfüllt ist, soll das Zentrum weiterhin verstärkt werden. Gemäss der Sendung "Punto Pelota" auf dem Kanal " Intereconomía TV" traf sich Perez mit dem Vorstand vor der Partie gegen die "Leones" und erkundigte sich über den 21-Jährigen. Florentino ist anscheinend  
der Überzeugung, dass es das Beste für den Klub sei,  den Kader mit jungen, spanischen Talenten zu füllen. Somit deckt sich alles mit seinem Versprechen, dass er vermehrt spanische Talente ins Team integrieren möchte.

Für die Fanbasis könnte der Transfer aber eher für Kopfschütteln als für Freude sorgen, denn eine Frage ist dabei durchaus berechtigt: Weshalb talentierte Jünglinge einkaufen, wenn man in den eigenen Reihen genauso gute Leute findet? Könnte man nicht einfach auf einen Mosquera aus der Castilla setzen, der dazu noch umsonst zu haben ist?  Solche Transfers sind sicherlich der Todesstoss für die Canteranos im Mittelfeld.

Vertrag mit Canales  bald abgeschlossen - Chelsea und Co haben den Kürzeren gezogen
Sichtlich einfacher sieht die Lage bei einem anderen Akteur aus, der in den letzten Wochen ganz oben auf der Liste für neue Zugänge stand und noch steht. Die Rede ist natürlich vom kantabrischen Supertalent Sergio Canales. 
Es ist ja schon seit längerem bekannt, dass die "Galaktischen" an den Mittelfeldspieler interessiert sind und dass der Vertrag zwischen den beiden Klubs so gut wie abgeschlossen ist. "Es gab keine neuen Entwicklungen, " so Pernia, Präsident von "Racing". Er versicherte, dass beide Klubs sowie der Spieler den Vertrag unterzeichnen werden, sobald "alles bereit" sei.

Es sieht also alles danach aus, dass in wenigen Jahren Canales ein "Blanco" werden wird. Die Versuche von anderen Grossklubs wie Manchester City oder Chelsea sind also definitiv gescheitert. Pernia erläuterte zusätzlich, dass die beiden Klubs bereits den Vertrag abwickeln, aber Canales Anwesenheit von Nöten sei und man jede Störung in dieser Phase vermeiden möchte. "Ablenkungen sind in diesen Tagen gerade ungünstig," so der Chef. Kein Wunder, denn am Donnerstag hat Racing Santander die Chance zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins den Final der Copa del Rey zu erreichen und der Gegner ist kein Geringerer als Atlético de Madrid.

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